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Himmelbeet: Einigung im Streit um Gartenfläche

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Ruheplatzstraße 12. Diese Adresse wird der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet noch bis Oktober 2018 haben. Dann zieht er um.
Ruhe­platz­stra­ße 12. Die­se Adres­se wird der Gemein­schafts­gar­ten Him­mel­beet noch bis Okto­ber 2018 haben. Dann zieht er um.

Der Hil­fe­ruf des Gemein­schafts­gar­tens Him­mel­beet in der Ruhe­platz­stra­ße 12 hat eini­gen Wir­bel aus­ge­löst. Das Pro­jekt hat­te befürch­tet, zuguns­ten eines Fuß­ball­bil­dungs­zen­trums für benach­tei­lig­te Kin­der und Jugend­li­chen ver­trie­ben zu wer­den (Bei­trag: Him­mel­beet befürch­tet Kün­di­gung). Nach einer Peti­ti­on, vie­len Arti­keln in den Tages­zei­tun­gen und einem Gespräch mit dem Bezirk und dem Trä­ger der künf­ti­gen Fuß­ball­schu­le gibt es nun einen Kompromiss.

Wie berich­tet, hat­te das eta­blier­te Gar­ten­pro­jekt, bei dem fast 300 Men­schen aus dem Stadt­teil in Hoch­bee­ten gärt­nern, befürch­tet, ver­drängt zu wer­den. Die lang­jäh­ri­gen Gesprä­che über eine gemein­sa­me Nut­zung der Bezirks­flä­chen in der Ruhe­platz­stra­ße durch bei­de Pro­jek­te waren ins Sto­cken gera­ten, die zuerst gefun­de­ne Lösung war offen­bar ver­wor­fen wor­den. Nach den ursprüng­li­chen Pla­nun­gen hat­te der Gemein­schafts­gar­ten aufs Dach einer bezirk­li­chen Turn­hal­le umzie­hen oder die Flä­che gemein­sam mit dem so genann­ten Safe­Hub nut­zen kön­nen. Dies war aus Sicht der Gemein­schafts­gärt­ner infra­ge gestellt wor­den. Die Schlie­ßung des Him­mel­beets stand zu befürchten.

von Dassel, Bürgermeister
Bezirks­bür­ger­meis­ter Ste­phan von Das­sel hat die Betei­lig­ten an einen Tisch gebracht. Foto: And­rei Schnell

Anfang Mai haben sich die Betei­lig­ten nun am run­den Tisch auf einen Kom­pro­miss ver­stän­digt. Die Ver­tre­ter des Aman­dla e.V., die Gärt­ner von der Him­mel­beet gGmbH und Bezirks­stadt­rat Cars­ten Spal­lek (CDU) sowie Bezirks­bür­ger­meis­ter Ste­phan von Das­sel (Grü­ne) einig­ten sich dar­auf, dass das Him­mel­beet bis zum Bau­be­ginn des Aman­dla-Zen­trums und der drei geplan­ten Sport­plät­ze auf der der­zei­ti­gen Flä­che blei­ben dür­fen. Damit ist der Bestand des Nach­bar­schafts­gar­tens bis zunächst min­des­tens Okto­ber 2018 zuge­si­chert wor­den. Bis 31. Dezem­ber kom­men­den Jah­res muss das Him­mel­beet dann umziehen.

Am run­den Tisch wur­de dem Him­mel­beet ein ähn­lich gro­ßes Brach­grund­stück in Sicht­wei­te an der Schul­stra­ße 118 ange­bo­ten. Auch eine Teil­flä­che im süd­öst­li­chen Bereich auf dem Grund­stück Ruhe­platz­stra­ße 8–12 wäre eine Alter­na­ti­ve. Der Bezirk sicher­te dem Gar­ten­pro­jekt zu, eine Unter­stüt­zung des Umzugs zu prüfen.

Auch der Plan, das Him­mel­beet wie ursprüng­lich geplant, dau­er­haft auf dem Dach einer bezirk­li­chen Turn­hal­le unter­zu­brin­gen, ist nicht vom Tisch. Das ist jedoch eine lang­fris­ti­ge Lösung. Der Bezirk will mit dem Bau wahr­schein­lich 2025 beginnen.

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Text: Domi­ni­que Hensel

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Jeden zweiten Sonntag gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil. Die gelernte Journalistin schreibt für den Blog gern aktuelle Texte - am liebsten zu den Themen Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat Dominique es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

1 Comment

  1. Auch der Plan, das Him­mel­beet wie ursprüng­lich geplant, dau­er­haft auf dem Dach einer bezirk­li­chen Turn­hal­le unter­zu­brin­gen, ist nicht vom Tisch. Das ist jedoch eine lang­fris­ti­ge Lösung. Der Bezirk will mit dem Bau wahr­schein­lich 2025 beginnen.

    Gibt es bei den Him­mel­bee­tern kei­nen Architekten?

    Ich dsa­ge nur Sta­tik, Sta­tik, Statik

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