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Hier soll sich im Radverkehr bald etwas tun

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Es war eine schwe­re Geburt. Das Abge­ord­ne­ten­haus von Ber­lin hat aber tat­säch­lich Ende Juni die ers­te deut­sche Mobi­li­täts-Ver­ord­nung ver­ab­schie­det, die zahl­rei­che Ver­bes­se­run­gen für Ber­lins Rad­fah­ren­de vor­sieht. Neben vie­len ohne­hin schon geplan­ten Maß­nah­men gibt es auch eini­ge Ver­än­de­run­gen, die sich auf den Wed­ding und sei­ne unmit­tel­ba­re Nach­bar­schaft auswirken.

Das wird noch 2018 umgesetzt

Quel­le. Stadt­teil­ver­tre­tung mensch.müller
  • Die Rad­we­ge­sa­nie­rung an der See­stra­ße, die auf der Nord­sei­te Rich­tung Wes­ten schon fer­tig­ge­stellt wur­de, wird nun auch auf der Süd­sei­te zwi­schen Mül­ler­stra­ße und Gro­nin­ger Stra­ße fort­ge­setzt. Dabei wird der schma­le Rad­weg auch deut­lich ver­brei­tert. Bewer­tung: Auf der Nord­sei­te sind die Rad­we­ge deut­lich brei­ter gewor­den und stel­len eine ech­te Ver­bes­se­rung dar!
  • Neu im Wed­ding wer­den Pol­ler sein, die den Rad­weg vom Stra­ßen­ver­kehr bau­lich tren­nen. Erst­mals im Wed­ding wird eine sol­che “Pro­tec­ted Bike Lane” an der Amru­mer Stra­ße aus­pro­biert, aller­dings nur auf der West­sei­te zum Virchow-Kli­ni­kum. Im nahe­ge­le­ge­nen Moa­bit wird dies auf der Strom­stra­ße zwi­schen der Turm- und der Per­le­ber­ger Stra­ße ein­ge­rich­tet. Bewer­tung: Zumin­dest das Sicher­heits­ge­fühl von Rad­le­rin­nen und Rad­lern wird durch die­se kla­re Tren­nung vom Auto­ver­kehr geför­dert. Ob man auch schnel­ler vor­an­kommt, wird sich zeigen.
  • Farb­ei­mer wer­den in Zukunft eben­falls ver­stärkt zum Ein­satz kom­men: So auch auf der Mark­stra­ße / Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße, wo der Rad­strei­fen grün und die Kreu­zun­gen rot ein­ge­färbt wer­den.B ewer­tung: Wenn die Far­be getrock­net ist, wird sich zei­gen, ob sie rück­sichts­lo­se Rad­weg­par­ker wirk­lich abhält. Das Ord­nungs­amt muss trotz­dem öfter kon­trol­lie­ren, Far­be wird nicht ausreichen!
  • 2018 soll auch der Rad­weg in der Trans­vaal­stra­ße zwi­schen der Togo­stra­ße und der Lüde­ritz­stra­ße zuguns­ten eines Rad­strei­fens auf der Fahr­bahn auf­ge­ge­ben wer­den. Bewer­tung: Die­ser viel zu enge Rad­weg ist eine Kata­stro­phe, auch für die Fuß­gän­ger, die den Rad­lern ver­se­hent­lich viel zu ein­fach in die Que­re kommen.

 

Von dem Fahr­rad­park­haus, von dem für den Bahn­hof Gesund­brun­nen in der Ver­gan­gen­heit öfter ein­mal die Rede war, ist erst ein­mal nicht mehr die Rede.

Das soll ab 2019 passieren

Wei­te­re Bau­maß­nah­men ab nächs­tem Jahr sind in der Kame­ru­ner Stra­ße und in der Ungarn­stra­ße geplant, die eine gute Par­al­lel­rou­te zur See­stra­ße dar­stel­len. Dafür soll 2019 die Kame­ru­ner Stra­ße asphal­tiert wer­den. Die Ungarn­stra­ße wür­de ab 2020 zur Fahr­rad­stra­ße umge­baut wer­den, wo  dann die Rad­ler das Tem­po vor­ge­ben. Zwi­schen der Oslo­er Stra­ße und der Resi­denz­stra­ße wird die Schwe­den­stra­ße eben­falls einen Fahr­rad­strei­fen bekom­men – ihren Bür­ger­steig­rad­weg dafür aber verlieren.

Mehr Infos auf die­ser inter­ak­ti­ven Karte

Eine ber­lin­wei­te Kar­te von FixMyBerlin

Wie ihr durch­ge­hen­de Rou­ten im Wed­ding pla­nen könnt, seht ihr auf die­ser Radkarte.

 

 

 

 

weddingweiserredaktion

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3 Comments

  1. An sich super, nur 1 Sache ver­ste­he ich nicht:

    War­um See­stra­ße nur bis Gro­nin­ger? Bis Loui­se-Schrö­der-Platz geht es doch genau so wei­ter und ab da gibt es schön einen schön asphal­tier­ten Rad­weg bis U Oslo­er. So bleibt es lei­der wie oft in Ber­lin ein Flickenteppich.

    • Ver­steh ich auch nicht. 

      Und war­um kein Fahr­rad­park­haus gebaut wird auch nicht – zum einen wäre das sehr prak­tisch. Ande­rer­seits hät­te das eine sicher­lich nicht zu unter­schät­zen­de Sym­bol­kraft an einem so wich­ti­gen ver­kehrs­kno­ten­punkt und zudem in einem Teil der Stadt, wo Tei­le der Bevöl­ke­rung mit dem Fahr­rad frem­delt. Mit ein biss­chen Far­be auf der Stra­ße wird der “dicke Benz” als Sta­tus­sym­bol nicht so schnell vom Thron wei­chen und wei­ter­hin auf dem Rad­fahr­weg geparkt

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