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Backbuch aus dem Wedding:
Dilekerei: Törtchen und Tartes zum Nachbacken

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Wo gibt es die bes­ten Tor­ten im Wed­ding, die bes­ten Kuchen, die leckers­ten Tar­tes? Wahr­schein­lich gibt es dar­auf vie­le indi­vi­du­el­le Ant­wor­ten. Gäbe es eine Lis­te, mit den Bes­ten der Bes­ten im Wed­ding, dann wäre die dile­ke­rei in der Euler­stra­ße 11b sicher­lich ganz oben mit dabei. Besit­ze­rin Dilek Top­ka­ra öff­net ihr klei­nes Café der­zeit nur sonn­tags von 12 bis 18 Uhr. Doch die dile­ke­rei gibt es auch zum Mit­neh­men, in einem Back­buch mit ver­füh­re­ri­schen Krea­tio­nen zum Nachbacken.

Das Backbuch der dilekerei motiviert zum Selberbacken. Foto: Hensel
Das Back­buch der dile­ke­rei moti­viert zum Sel­ber­ba­cken. Foto: Hensel

Das Buch „Tor­ten, Tört­chen, Tar­tes“ ist nicht neu. Bereits 2017 ist die lie­be­voll bebil­der­te Rezept­samm­lung von Dilek Top­ka­ra erschie­nen. Die letz­ten 250 von ursprüng­lich 3500 Bücher der Auf­la­ge sind auch nur noch in der dile­ke­rei selbst zu haben. Wenn sie aus­ver­kauft sind, soll es eine zwei­te Auf­la­ge geben. Das ist ein Glück für alle Fans der Kon­di­to­rin, denn das Back­buch ist eine Zier für jedes Wed­din­ger Bücher­re­gal und die über­haupt bes­te Geschenk­idee für jede Gelegenheit.

In ihrem Buch hat Dilek Top­ka­ra mehr als 45 Rezep­te ver­sam­melt. Obwohl die Kon­di­to­rin eine Meis­te­rin ihres Hand­werks ist, hat man bei den Back­an­lei­tun­gen auf den 176 Sei­ten nicht den Ein­druck, dass man am Nach­ba­cken schei­tern wür­de. Wer in dem Buch blät­tert, fin­det Mar­mor-Gugel­hupf, Lemon Pop­py­se­ed Gugel­hupf, Hasel­nus-Nou­gat-Tört­chen, Hasel­nuss-Wind­beu­tel, aber auch Nuss­ecken und Zitro­nen-Bai­ser-Tar­tes und vie­les mehr. All die­se Lecke­rei­en machen auf dem sonn­täg­li­chen Fami­li­en­tisch genau so eine gute Figur wie auf einer Fest­ta­fel mit vie­len Gästen. 

Die Krea­tio­nen ken­nen die Besucher:innen der dile­ke­rei ver­mut­lich aus dem klei­nen Café. Dilek Top­ka­ra will ihren Gäs­ten damit den Tag ver­sü­ßen: „Die Men­schen kom­men hier her, um Kuchen zu essen, mal abzu­schal­ten. Ich möch­te, dass sie sich hier wohl­füh­len“. Das sagt sie auch ange­sichts der aktu­el­len Nach­rich­ten­la­ge, aber auch ange­sichts der Pan­de­mie, der auch ihrem Geschäft zuge­setzt hat. Doch etwas Süßes zwi­schen­durch, das müs­se ein­fach sein: „Jetzt ist nicht die Zeit, um zu verzichten“.

Wer das Back­buch durch­blät­tert, bekommt nicht nur direkt Lust, los­zu­ba­cken oder sich durch die Krea­tio­nen der Wed­din­ge­rin zu pro­bie­ren. Auch über die Autorin ist dar­in eini­ges zu erfah­ren. Zum Bei­spiel, dass sie in Deutsch­land gebo­ren und auf­ge­wach­sen ist und hier stu­dier­te. Danach folg­ten Lehr­jah­re in Lon­don, New York und Ber­lin. Im 2013 eröff­ne­te die mehr­fach aus­ge­zeich­ne­te Kon­di­to­rin ihr Pop-up-Café neben der Back­stu­be in der Euler­stra­ße. Auch über Dilek Top­ka­ras Phi­lop­so­phie gibt es im Buch Infor­ma­tio­nen. So, dass sie auf gute Zuta­ten aus Bio-Her­kunft Wert legt, auf Zusatz­stof­fe ver­zich­tet, dass sie Mar­me­la­de für ihre Tor­ten aus Früch­ten aus dem Fami­li­en­gar­ten selbst her­stellt und Hasel­nüs­se von den Hasel­nuss­fel­dern ihrer Groß­el­tern in der Tür­kei bezieht. Genau das und die Lie­be zu ihren Kuchen und Tor­ten ist es ver­mut­lich, was ihr pro­blem­los einen Platz in der Bes­ten­lis­te sichert – nicht nur im Wedding.

Eine Torte aus der Backstube von Dilek Topkara. Foto. Meldk Özdemir
Eine Tor­te aus der Back­stu­be von Dilek Top­ka­ra. Foto. Melek Özdemir

Nach vie­len Jah­ren erhält die dile­ke­rei übri­gens gera­de eine moder­ne­re Note. Dilek Top­ka­ra gestal­tet etwas um und hofft, dass ihre Gäs­te auch bald wie­der drau­ßen sit­zen und ihre Tar­tes und Tor­ten genie­ßen kön­nen. Ein Besuch lohnt sich also jetzt beson­ders. Und wer mag, kann am Tre­sen nach dem schö­nen Back­buch „Tor­ten, Tört­chen, Tar­tes“ Aus­schau halten.

dile­ke­rei, Euler­stra­ße 11b, Café-Öff­nungs­zei­ten: sonn­tags 12 bis 18 Uhr, das Buch gibt für 24,99 Euro es am Tresen

Blick in die dilekerei in der Eulerstraße. Foto: Melek Özdemir
Blick in die dile­ke­rei in der Euler­stra­ße. Foto: Melek Özdemir

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Jeden zweiten Sonntag gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil. Die gelernte Journalistin schreibt für den Blog gern aktuelle Texte - am liebsten zu den Themen Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat Dominique es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

2 Comments

  1. Die Tor­ten und Kuchen sind unglaub­lich lecker.
    Die Kon­di­to­rin aus­ser­dem immer aus­ge­spro­chen freund­lich und herzlich.
    Ein klei­nes Wun­der im Wedding.
    Seit dem ers­ten Tag, als ich dort war, habe ich gefürch­tet, dass die Kon­di­to­rei eines Tages wie­der aus der Nach­bar­schaft ver­schwin­den könnte.
    Bin ich froh, dass sie renoviert.
    Ein immer noch unter­schätz­tes Klein­od in unse­rem Kiez.

    • Da stim­me ich Dir voll und ganz zu. Hast Du das Back­buch auch und hast Du schon Mal ein Rezept ausprobiert?

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