Fast jeder zweite Deutsche glaubt an Engel, und am 29. September ist sogar der Feiertag Michaelis für den Erzengel Michael und alle Engel vorgesehen.
Aber warum sind die Engel in der Weihnachtszeit allerorten so präsent in unserem Alltag? Selbst in den ShoppingMalls stehen Engelfiguren. So gab es voriges Jahr im Clou am Kutschi nebeneinander eine große und eine kleine Figur, für Eltern und Kinder, für den großen Schnappschuss der Saison im Advent, um sich vor leuchtenden Flügeln zu zeigen.




Engel: voll verkitscht und nun auch AI generiert
Mit der Massenkommunikation und den Symbols, Icons und Webdings über die Social Media verbreitet, und mit dem allseits tauglichen Smiley kam eine Abstraktion über den Engel, die auch dieses große Wesen voller Macht, aber auch Gehorsam und Botschaften reduziert auf zwei Flügel, einen Heiligenschein und eine lachende Mundlinie.
Hintergrund zu diesem Artikel: Dr. Reinhold Thiede, der schon lange Jahre in St. Josef ehrenamtlich aktiv ist, hatte zum 3. Advent eine kleinen Vortrag zum Thema Engel vorbereitet und stellte vor, dass Engel oder Boten in allen Religionen mehr oder weniger prominent vorkommen. Engel sind spirituelle Wesen zwischen Himmel und Menschen.
Kennen wir mittlerweile nur noch die wehmütigen Friedhofsengel, die in der Barockzeit beliebten niedlichen Putten mit ihren burschikosen Haltungen und die Engelfiguren als Weihnachtsdekoration? Kennen wir fast nur den Engel, der über dem Feld der Hirten stand und der den Hirten die Geburt Jesu unter freiem Himmel verkündete? Auch in der Kunst und in der Popkultur stehen sie, meist überlebensgroß und in frommer Pose, als hohe Symbole für Licht und Ideal, auch für Liebe und Hoffnung.



Engelsituationen aus der biblischen Geschichte
Engel werden über 250-mal in der Bibel erwähnt, der Name Jesu wird bis zu 1200-mal oder 1500-mal je nach Bezug auf Name und Bezeichnung genannt, je nach Übersetzung. „Es gibt keine universell festgelegte Liste der 12 wichtigsten Engel, aber die am häufigsten genannten und verehrten Erzengel sind Michael, Gabriel, Raphael (im Christentum bekannt) und oft Uriel; in anderen Traditionen wie der Kabbala kommen Metatron, Chamuel, Haniel, Jophiel, Zadkiel, Azrael, Raziel, Raguel, Sariel und Remiel hinzu, wobei oft die Sieben Erzengel (Michael, Gabriel, Raphael, Uriel, Raguel, Sariel, Remiel) aus dem Buch Henoch oder die 10 Erzengel der Kabbala als Basis dienen, um auf etwa 12 zu kommen. “ (Google)
Sind es fedrige Flügel oder ist der Engel eine reine Lichtgestalt? Die bebilderte Darstellung des Engels nimmt also schon viel von der eigentlichen Beschreibung, der in den heiligen Schriften textlich überliefert vorgetragen wird: der Engel ist ein Bote aus einer Zwischenwelt, der geheimnisvoll ist und gehorsam in seinen Aufgaben und Diensten zwischen Gott und den Menschen. Heute werden Engel oft symbolisch, psychologisch oder existenziell interpretiert, ohne dass die damit verbundenen traditionellen Glaubensvorstellungen völlig verschwinden.
Es geht also um Wesen, die intermundan mit uns sind und die in der volkstümlichen Vorstellung Menschengestalt mit Flügeln zugesprochen bekommen haben. Die Menschengestalt rührt, denke ich, daher, dass die Engel die Menschen sprachlich erreichen. Nach Psalm 91,11 der christlichen Bibel sind sie dem einzelnen Menschen zubefohlen, auf allen seinen Wegen. Merken wir das? Brauchen wir dieses Der-Engel-ist-mit-uns-Gefühl im Alltag? Verlassen wir uns drauf, einen eigenen Schutzengel zu haben?
Und geht es heute nur noch um persönlichen Schutz, wenn wir von den Engeln schwärmen? So findet sich beim Rad Core in der Brüsseler Straße am Ladeneingang das große Motto von Albert Einstein, dort zu sehen auf einem Drahtesel: „Fahre nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann!“ Ist es ein profaner Versicherungsgedanke, der uns verleitet, regelrecht einzufordern und vorauszusetzen, bewahrt und errettet zu werden?

Francesco Botticini 1446 – 1498), Mariae Himmelfahrt, etwa 1475
Und eine Überraschung durch den Vortrag war, die kaum verbreitete Erkenntnis der Engelforschung – zwischen Glaube, Mythos und erforschtem Wissen -, dass die Schar aller Engel eine strikte hierarchische Ordnung in drei Ebenen hat. Das abgebildete Gemälde von F. Botticini aus dem 15. Jh. zeigt dies sehr naiv, aber anschaulich. Eine Wissenslücke für Viele, obwohl die katholische Liturgie bis heute darauf zurückgreift.
Der Engel ist ein Vermittlerwesen, das einen integren Archetyp kollektiver Sehnsucht nach Schutzbedürfnissen in uns erinnert, wachruft und daher allseits so beliebt ist.
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Hinweise und Links
https://silbernetz.org/feiertagstelefon
Einfach mal reden: 0800 4 70 80 90
Alle Jahre wieder – allein.
Heiligabend allein in der Wohnung. Kein Besuch.
Kein Telefonklingeln. Nur die tickende Uhr.
Dank Menschen wie Dir können Ältere das
Feiertagstelefon erreichen: 0800 4 70 80 90
Von Heiligabend bis Neujahr rund um die Uhr
zum „einfach mal Reden“.
Über die Engel in der Bibel – Eine Übersicht
www.sonntagsblatt.de/artikel/glaube/welche-engel-gibt-es-der-bibel
Engel



Wieso voriges Jahr? Beide Engel sind wieder da.
Schöne Weinachten
gibt es wirklich Engel oder sind es Aliens ? Ausserirdische? oder gar die Nephelim -die gefallenen Engel , die ebenfalls im Buch Henoch erwähnt werden…???
Man sollte auch immer aufpassen wen oder was man im Gebet anruft…. nicht vergessen es gibt sieben gottzugewandte Welten und eben auch 7 gottabgewandte Welten… lehren uns die Veden und die Erde liegt mitten drin , also so zusagen an der Schnittstelle…. kennen wir doch alle aus Herr der Ringe und Star Wars , den Kampf um Gut und Böse…. falls man die Botschaft , das Spirituelle in diesen Filmen erkennt… aber immer an das gute Glauben das Licht wird siegen!!! Wer weiß vielleicht schon bald…………………
entspannte Tage
Also, Reinhard! Wer hätte jemals die Engel mit Alines in Verbindung gebracht?
Es sind B o t e n, erscheinen mit Licht und Sprache, und sind keine Lebewesen von anderen Planeten.
Und keiner glaubt, dass Engel wie Heinzelmännchen mit, zwischen und unter uns Leben,
wie es Alien tun könnten. Und SciFi gibt es in den Hl. Schriften auch nicht.
Schöne Weihnachten!
Also Reinhard ! …. was ? darf der Reinhard nicht seine eigene Sichtweise zu diesem Thema haben, da spürt man förmlich die Entrüstung…. nein – also….. jetzt aber boh uhhh das geht doch also gar nicht
bitte Frau Strätling keine Schnappatmung bekommen, sonst mach ich mir noch Sorgen.Es ist ok wie sie die Dinge sehen… aber bitte respektieren Sie auch meine Sichtweise, habe nur Fragen gestellt
Herrliche Fest noch
Ach I wo, nicht doch. Man macht `was mit bei den Diskussionen und Vielfaltigkeiten.