Das Wichtigste der Woche im Wedding

Wed­ding­markt, ADFC-Stern­fahrt, an die­sem Wochen­en­de ist echt viel los. Dar­um brin­gen wir euch erst mal auf den neu­es­ten Stand über Ereig­nis­se im Wedding.

Das war los

Die EU-Wahl ist vor­bei. Die Wahl­be­tei­li­gung war höher als vor 2 Jah­ren zur Bun­des­tags­wahl und die Par­tei­en­land­schaft wur­de ordent­lich durch­ein­an­der­ge­wir­belt. Grob kann man sagen: der Rote Wed­ding ist grün und manch­mal sogar abso­lu­ter Fan von Die PARTEI. Jeden­falls haben die Schü­ler­pro­tes­te zumin­dest zum Erfolg der Grü­nen bei­getra­gen. Doch 13 Schü­ler des Les­sing-Gym­na­si­ums, die regel­mä­ßig bei den Fri­days for Future-Pro­tes­ten dabei waren, dro­hen jetzt sit­zen­zu­blei­ben: Sie haben die Min­dest­an­we­sen­heits­zeit in bestimm­ten Fächern nicht erreicht, mel­det die Mor­gen­post.Wel­cher Kiez bei der Euro­pa­wahl wie gewählt hat, steht hier: Euro­pa­wahl 2019: Ergeb­nis­se Kiez für Kiez.

Am Sonn­tag ist wie­der Wed­ding­markt, bereits die zwei­te Aus­ga­be in die­sem Jahr. Auf dem Leo sind wie­der von 11 – 18 Uhr 70 Stän­de mit Kunst­hand­werk, Kunst, Design und Street­food auf­ge­baut. Als Gast ist dies­mal der Ver­lag Wal­ter Frey mit sei­ner Buch­rei­he „Wed­ding-Bücher“ ver­tre­ten. Die Bücher the­ma­ti­sie­ren die Geschich­te des Stadt­teils Wedding.

Zudem per­for­men die Schau­spie­ler des Prime Time Thea­ters. Zwar ist das Thea­ter in die Insol­venz gera­ten, aber mit Son­der­vor­stel­lun­gen, Auf­ru­fen an alle, jetzt wie­der in die Auf­füh­run­gen zu gehen und mit einem Spen­den­kon­to ver­sucht das Team alles, um die­ses tol­le Thea­ter zu ret­ten. Anfang des Jah­res hat­ten wir über die Geschich­te der Thea­ter­soap berich­tet.
Hier das Spen­den­kon­to: Das Geld kommt unmit­tel­bar dem Spiel­be­trieb zu Gute.

RA. Prof. Dr. Tors­ten Mar­ti­ni / Prime Time Thea­ter gGmbH „Spen­den­kon­to“

Deut­sche Bank
IBAN: DE80 1007 0848 0152 4446 42
BIC: DEUTDEDB110

Die Wahl zwi­schen Bahn oder Rad fällt immer öfter auf das Rad. Aber es gibt im Stadt­ver­kehr noch zu vie­le Gefah­ren, die die Leu­te abschre­cken, auf das Rad zu stei­gen. Einer die­ser gefähr­li­chen Orte ist zwei­fels­oh­ne die Mül­ler­stra­ße. Zwi­schen Auto­spur, Zwei­te-Rei­he-Par­ker-Spur und Park­spur gibt es zumin­dest sta­tis­tisch gese­hen noch einen Platz für Fahrradfahrer.
Um die Situa­ti­on zu ver­bes­sern, pla­nen Volks­ent­scheid Fahr­rad und Chan­ging Cities am Sams­tag, den 15. Juni von 11–15 Uhr eine Demo auf dem Rat­haus­vor­platz (Mül­ler­stra­ße 147 vor dem Ein­gang des Café Simit Evi.)
Mehr Infos bei face­book. Vor­her ist aller­dings noch die ADFC-Stern­fahrt, und zwar am kom­men­den Sonntag.

Wie geht es wei­ter mit dem him­mel­beet? Nach­dem es lan­ge so aus­sah, als wür­de 2019 die letz­te Sai­son an der Ruhe­platz­stra­ße sein, wur­de vor eini­gen Wochen bekannt, dass auch in 2020 die Flä­che gesi­chert sei. Aber danach ist Schluss. Dann begin­nen die Bau­ar­bei­ten für eine Fuß­ball­hal­le der Aman­dla edu­Foot­ball e.V. – eine Stif­tung von und mit Oli­ver Kahn. Ein sozia­les Pro­jekt ver­treibt ein anderes.
Die Poli­tik ver­sprach bereits vor Jah­ren auf jeden Fall eine Lösung zu prä­sen­tie­ren. Pas­siert ist bis­her nichts.

Am Sonn­tag fand dazu im him­mel­beet eine Info­ver­an­stal­tung zum aktu­el­len Stand und der Zukunft statt. Auch Bezirks­bür­ger­meis­ter von Das­sel hat­te sich ange­kün­digt. Lei­der muss­te die­ser weni­ge Stun­den vor­her absa­gen, sei­nem Ter­min-Team fiel schein­bar auf, dass noch etwas Wahl­kampf zu machen sei. Und so gab es wenig Neu­es. Der Stand war und ist: 2020 Schluss an Ort und Stel­le. Danach: Zukunft ungewiss.

Plan­ba­rer als der Ter­min­ka­len­der des Bezirks­bür­ger­meis­ters ist die Gebur­ten­ent­wick­lung der nächs­ten Jah­re. Pas­send dazu wird auf dem Cam­pus der Beuth Hoch­schu­le ein neu­er Kin­der­gar­ten gebaut, inklu­si­ver 2 neu­er Stock­wer­ke für die Stu­die­ren­den. Wie­viel genau weiß die Ber­li­ner-Woche.

Weni­ge Meter ent­fernt von der hek­ti­schen Kreu­zung Osloer/Schwedenstraße liegt das Jüdi­sche Kran­ken­haus in einer ruhi­gen Sei­ten­stra­ße. Seit 1756 ist das Kran­ken­haus offen für alle und hat beson­ders wäh­ren der NS-Zeit eine bewe­gen­de Geschich­te erlebt. […] “Als ein­zi­ge jüdi­sche Insti­tu­ti­on inner­halb des Deut­schen Rei­ches hat­te das Kran­ken­haus in Berlin-Wedding wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs geöff­net. Es über­dau­er­te den Nazi­ter­ror bis zum Kriegs­en­de am 8. Mai 1945. »Es hat kei­nen Tag dicht­ge­macht« sagt Unter­neh­mens­spre­cher Ner­lich” […] (JA). Die Jüdi­sche All­ge­mei­ne hat sich ein­mal genau­er mit der Geschich­te befasst.

Der Wed­ding kommt viel­leicht, aber Bay­ern Mün­chen kam erst mal in den Wed­ding. Und zwar zum Trai­nie­ren vor dem Pokal­fi­na­le ins Sta­di­on Reh­ber­ge. Tho­mas Sur­ma, ein Mit­glied der Wed­ding­wei­ser-Pinn­wand-Face­book­grup­pe, hat durch den Maschen­draht­zaun gel­inst. Gut, die paar Bay­ern hal­ten wir auch noch aus. Zumal Uni­on jetzt auch in der­sel­ben Liga mitmischt.

So lan­ge der rich­ti­ge Som­mer noch auf sich war­ten lässt, kann man sich ersatz­wei­se mit ein paar Süßig­kei­ten auf die hei­mi­sche Couch set­zen und gemüt­lich schlem­men. Wie wäre es mit Bakla­va von der Kon­di­to­rei Merel­ly Alep in der Mül­ler­stra­ße? In der 300m² gro­ßen Manu­fak­tur kann man aus einer gro­ße Aus­wahl an Süß­wa­ren – von Pis­ta­zi­en besetzt, mit Rosen­blät­tern ver­ziert – wäh­len. Auch der Ver­zehr vor Ort ist mög­lich. Unser Autor Joa­chim hat sich das gan­ze genau ange­schaut: Merel­ly Alep: Süße Wiedergeburt
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