Über das Cafe des Schicksals und die Leidenschaft fürs Backen

Es sollte nur ein kurzer Beitrag zur Neueröffnung vom „Cafe des Schicksals“ werden. Als mir Inhaberin Kader Gün aber ihre Geschichte schilderte, war sofort klar – es wird ein gastronomisches Porträt. Über eine Powerfrau, das buchstäbliche Schicksal mit vielen Gesichtern, eine Bestimmung und die Liebe zum Backen.

Wenn die Studenten kommen oder: Asiatisch in der Brunnenstraße

Eines der Menüs in der Nguyen Kitchen mit Sauer-Scharf-Suppe, Reis und Fleischgericht. Dazu ein Ingwertee mit Zitrone und Honig. Foto: Hensel
Eines der Menüs mit Sauer-Scharf-Suppe, Reis und Fleischgericht. Dazu ein Ingwertee mit Zitrone und Honig. Foto: Hensel

Neue Studentenwohnungen sind für einige Weddinger ein Zeichen für den Anfang vom Ende. Steigende Mieten, drohendes Hipstertum, Verdrängung, sowas. Für die Gastronomen in der Brunnenstraße könnten sie aber die Rettung sein, denn sie sind Kundschaft in einem Kiez, in dem man nicht viel Geld fürs Auswärtsessen ausgeben kann. Seit einigen Monaten ist das große Haus mit den Studentenappartments an der Ecke Stralsunder Straße fertig. 700 potentielle neue Kunden wohnen nun dort. Sie bezahlen viel für die Miete und vielleicht auch den einen oder anderen Euro fürs Mittagessen. Auch die Nguyen Kitchen in der Brunnenstraße 63 kann darauf hoffen.

Frühstücken im Wedding

Foto: veg.room

Im Wedding gut zu frühstücken ist leichter als man denkt:

    • Hotel Big Mama, Koloniestr. 24, täglich, Hotelbuffet geöffnet auch für Externe
    • GÖTTLICH Tegeler Str. 23, Müsli, Panini, und guter Kaffee, Mo_Fr ab 8.30 Uhr, Sa/So ab 9.30 Uhr
    • SCHADÉ, Tegeler Str. 23, Frühstück Mo-Sa ab 9.30 Uhr, Brunchbuffet Sonntag 9.30–15 Uhr
    • TANTE NANNI, Sprengelstr. , Frühstück tgl. außer mittwoch
    • FÜNF & SECHZIG, Torfstr. 9, Frühstück täglich ab 10 Uhr
    • DAZWISCHEN, Torfstr. 16, geöffnet ab 6 Uhr
    • Im veg.room, Triftstr. 37, gibt es veganes Frühstück, ab 9 Uhr, am Wochenende ab 10 Uhr
    • CHAMÄLION, Müsli, Croissants, belegte Brote, Torfstr. 25, nur Mo-Sa
    • SCHRADERS, Frühstücken à la carte Mo-Fr 10-16 Uhr, Sa mediterranes Frühstücksbuffet von 10–15 Uhr, So Brunchbuffet 10-15 Uhr (auch veganes Angebot)
    • Auf der Suche nach dem verlorenen Glück, Nazarethkirchstr. 43, Mo-Fr ab 9 Uhr, Sa/So ab 10 Uhr
    • Café Motte, Nazarethkirchstr. 40, Sa/So ab 10.03 Uhr
    • Largo, Malplaquetstr. 33, täglich ab 10.30 Uhr, Sonntags All-you-can-eat-Pancake-Essen
    • Großes Frühstück in der Schilleroase
      Im Sommer gibt es Frühstück in der Schiller-Oase
    • Manche mögen das Sonntagsbrunch im Schäfer, Groninger Str. 22.
    • Nur sonntags gibt es im La Luz in den Osramhöfen (Oudenarder Str. 16–20) ein Brunchbuffet von 10–15 Uhr.
    • Ganz normal, unaufgeregt und preiswert ist das Frühstücksangebot im Café Mocca, Gerichtstr. 31, nur Mo-Fr ab 7 Uhr
    • Ganz in der Nähe am Nettelbeckplatz Ecke Reinickendorfer wagt das Mirage ambitionierte französische Küche. Frühstück gibt es wochentags ab 10 Uhr, am Wochenende ab 11 Uhr. Sonntags ist bis 16 Uhr Brunch.
    • Am oberen Ende des Schillerparks gibt es jetzt auch Frühstück im Kiosk „Schiller-Oase„, Dubliner Straße Ecke Bristolstraße an der Plansche (9-12 Uhr).
    • Ein Brunchbuffet gibt es sonntags ab 9.30 Uhr im FRABEA, Afrikanische Str . 90/Otawistr.
    • SIMIT EVI, Außenterrasse, Müllerstr. 147, U Leopoldplatz, täglich 6–22 Uhr
    • Carik Kuruyemis, Müllerstr. 39 U Seestr.
    • Gözleme Simit Evi
      Ein Gözleme im Simit Evi als Frühstück
    • YILDIZ Café, Müllerstr. 133 a, U Seestr.
    • Moccachino, Müllerstr. 44/45, U Seestr., täglich ab 6 Uhr, Filiale Schwyzer Str. 1
    • Frühstückshaus Simit Hane, Müllerstr. 59, Nähe Barfusstr.
    • Diamantfabrikken, Ofener Str. 1, nahe Müllerstr., täglich ab 11.00 Uhr
    • Yöre Gözleme, Prinzenallee 7
    • LA FEMME, Badstr. 67
    • auch im FREYSINN im Brunnenviertel, Jasmunder Str. 5, kann man zumindest von Montag bis Freitag ab 8 Uhr frühstücken.
    • Das Flop Café nahe dem U-Bhf Rehberge ist täglich außer dienstags ab 11 Uhr geöffnet und bietet arabische Frühstücksspezialitäten
    • Im Familiencafé Zaunkönig in der Lüderitzstr. 14 gibt es sonntags ein vegetarisches Buffet von 10-14 Uhr.
    • Im Eiscafé KIBO , Transvaalstr. 13, gibt es ebenfalls ein (auf Wunsch auch veganes) Frühstücksangebot.
  • Im Café Kibo
    Frühstücksteller im Café Kibo
  • In Gesundbrunnen ist montags bis samstags das Café Pförtner zu empfehlen (Uferstr. 8-11)
  • Kater & Goldfisch, Pastrami-Sandwiches, Exerzierstr. Ecke Uferstr. Mo-Fr ab 10 Uhr, Sa/So ab 9 Uhr
  • Coffee & Vino, Badstr. 44, Mo-Fr 7-18, Sa/So 9.30  14 Uhr
  • Bierbrunnen, Behmstr. 3, Frühstücksvarianten (klein – 3,80 Euro, groß – 5,80 Euro, süß – 3,80 Euro€) inklusive 1 Tasse Kaffee, nur am Wochenende zwischen 9 und 12 Uhr
  • KAKADU, Soldiner Str. 13, Sa/So ab 10 Uhr
  • Rosa Parks Café, Soldiner Str. 32
  • BAOBAB, Mo/Do, Do-So ab 10 Uhr

O-Slow: Aromenreiche Überraschungen

Seit Jahren nutze ich die Schwedenstraße eher für Foto-Touren oder als Abkürzung, um in die Badstraße und zur Panke zu kommen. Gastronomisch gab es bis jetzt keinen wirklichen Anreiz, diese Straße direkt anzusteuern – bis jetzt.

 Fast schon versteckt liegt in der Nummer 3b das O-Slow, das im November 2018 eröffnet hat. Kein Außenschild weist auf dieses kleine Restaurant hin, welches eingequetscht zwischen den Häusern liegt.
 Um aromenreiches, frisches japanisches oder libanesisches Essen zu genießen, könnte man im Reisebüro ein Flugticket kaufen und sich in die nächste Maschine setzen. Oder man geht ins O-Slow, wo vorher viele Jahre ein Reisebüro war, und tritt die Reise vor Ort kulinarisch an.



Das Flop-Café: Kiez trifft syrische Feinkost

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Es ist gar nicht so leicht, einen gastlichen Ort an der etwas unwirtlichen Otawistraße zu finden. Aber die Zeiten, als die Hälfte der Läden leerstand, dürften inzwischen wohl vorbei sein. Und 2015 hat an Stelle eines Nagelstudios das feine Flop Café eröffnet. Fein – vor allem in Bezug auf den guten Kaffee, den Kuchen und vor allem: die hervorragenden syrischen Spezialitäten.

ULT Ramen: In den Ramen gefallen

ULT Ramen lässt einen kurz orientierungslos. Ein langer Flur, dunkelgrüne und lilafarbene Wände. Keine Musik ist zu hören, nur das Gemurmel der Gäste und Löffel, die an Schüsseln schlagen. Ab und zu kläfft ein unsichtbarer Hund (oder bildet man sich das ein?). Man ist an einem Zwischenort gelandet, doch das ULT Ramen nimmt den Gast an die Hand und erklärt sich selbst: Im Menü und an den Wänden sind Zeichnungen zu finden, welche die Zutaten der einzelnen Gerichte entschlüsseln. Gemalt an die Wand: Eine Roboterfigur, die in der Ramenbrühe schwimmt. Es ist Ultraman, der Held einer japanischen Anime-Serie und Namensgeber des Restaurants. Ultra stark, ultra scharf, ULT Ramen.

Chibee: Einfach koreanisch

In Korea selbst sind Chicken-and-Beer-Lokale sehr beliebt, dort heißen sie Chi-maek. Man braucht aber kein Koreanisch zu können, um die Herkunft des Namens Chibee im Wedding zu verstehen. Er setzt sich nämlich aus CHIcken und BEEr zusammen, den wichtigsten Produkten des Restaurants an der Tegeler Straße, das früher einmal das Café Hubert war. Für viele Hähnchenfreunde gilt die koreanische Form der Zubereitung als eine besonders leckere.

KUSH: Brücke zwischen Orient und Afrika

An der oberen Müllerstraße ist außer dem tosenden Verkehrslärm nicht viel los. Wer würde da etwas ganz Besonderes vermuten? Hier hat sich eine Filiale des Kreuzberger sudanesischen Imbisses Basmah angesiedelt. Und wer glaubt, alle im Wedding bekannten Varianten von Falafel, Halloumi & Co. ausprobiert zu haben, sollte sich einmal auf die exotische, sudanesische Spielart dieser Küche einlassen.