Rückblick auf zehn Jahre im Wedding

Zehn Jahre Rückblick Wir schauen zehn Jahre zurück. Die Älteren werden sich noch erinnern: Noch im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war der Wedding für Menschen außerhalb des Wedding so attraktiv wie – sagen wir – Nordkorea. Das hatte auch Vorteile. Die Weddinger konnten die schönen Ecken ihres von Auswärtigen gemiedenen Stadtteils unter sich genießen, bei niedrigen Mieten und mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Nur wenn es ans Ausgehen ging, musste man wohl oder übel auch schon einmal den Wedding verlassen, meistens jedenfalls.

Aus und vorbei – dank des ungebremsten Zuzugs neuer Berliner aus dem In- und Ausland ist auch der Wedding mit seiner zentralen Lage in den Strudel des Immobilienmarktes geraten. Erst hatten wir kein Glück (selbst hier wurden die Wohnungen knapp), dann kam auch noch Pech dazu (die Mieten und auch die Immobilienpreise stiegen). Alteingessene Bewohner der Kieze können sich die Mieten im Wedding nicht mehr leisten. Statt von einem Lottogewinn träumt man im Wedding heute von einer bezahlbaren Wohnung. Wer umziehen muss, für den heißt es: an den Stadtrand oder weg aus Berlin. Dafür sind ganz neue Nachbarn in die Kieze gezogen, die früher einen großen Bogen um den einstigen Arbeiterbezirk Wedding gemacht hätten. Ein Trostpflaster dieser Entwicklung: Für schicke Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants müssen sie jetzt nicht mehr in den Prenzlauer Berg fahren.

2019 – Die Brauseboys ziehen um und das La Luz muss schließen

Dieses Jahr war für uns, die Brauseboys, wie für viele Weddinger, von einem Umzug geprägt. Nach zehn Jahren haben wir als Lesebühne unsere Spielstätte in den Osram-Höfen verlassen und sind für die Lesungen donnerstags in einen neuen Raum im Eschenbräu umgezogen. So schön wir uns dort seit dem Frühjahr eingerichtet haben, hat uns aber die Nachricht sehr betrübt, dass das liebgewonnene La Luz zum Jahresende schließen muss. Zeit für einen Rückblick und Abschied, den Robert Rescue stellvertretend an einem Utensil abgehalten hat, das nicht mit umgezogen ist. Wir danken dem La Luz für die schönen Jahre, insbesondere Guido Wendering und Nuno, und wünschen alles Gute für das, was kommen wird.

Parkraum­bewirtschaftung beschlossen – ab 2021

HinweisschildEnde August hat das Bezirksamt die flächendeckende Einführung der Parkraumbewirtschaftung in den Ortsteilen Wedding und Gesundbrunnen sowie Moabit und Hansaviertel beschlossen. Damit wird fast der gesamte Bezirk flächendeckend mit Parkzonen ausgestattet. Doch die Umsetzung wird noch einige Zeit benötigen, denn organisatorisch ist das Vorhaben anspruchsvoll. Öffentliche Parkplätze ohne Parkscheinautomaten wird es dann im Wedding nur noch in wenigen Bereichen geben, wo der Parkdruck auch bislang nicht besonders hoch ist: am Volkspark Rehberge und am Schillerpark, in der Julius-Leber-Kaserne und in der Friedrich-Ebert-Siedlung am Rande des Afrikanischen Viertels. Überall sonst wird das Parken für Kraftfahrzeuge ohne die passende Vignette an der Windschutzscheibe kostenpflichtig.

Weddingmarkt: Stilvoll stöbern am Lagerfeuer

Weihnachtsmarkt mit Feuerschale - der weihnachtliche WeddingmarktAm 8. Dezember und am 15. Dezember gibt es vor der historischen Alten Nazarethkirche handgemachte Kunst, Design, Lagerfeuer und ein weihnachtliches Programm  – der Weihnachtliche Weddingmarkt. Jeweils von 13 bis 21 Uhr können Besucher an den beiden Adventssonntagen ganz besondere Weihnachtsgeschenke finden. An beiden Terminen gibt es unterschiedliche Anbieter, sodass sich sogar zwei Besuche lohnen.