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Der Wedding als Designvorlage:
Besondere Orte, besondere Optik

Plötzensee, U-Bahn-Wände, der Flakturm - der Wedding bietet mehr Motive als viele vermuten würden

Wed­din­ger kom­men auf inter­es­san­te Geschäfts­ideen. San­dra Sie­wert, die am Gesund­brun­nen in der Nähe der Ufer­stra­ße wohnt, hat sich das Label s.wert aus­ge­dacht. Ihre Idee ist es, inter­es­san­te Archi­tek­tur in Gra­fi­ken umzu­wan­deln und damit alles zu bedru­cken, was Druck­far­be auf­nimmt. Die Moti­ve, die sie aus­wählt, haben gemein­sam, beson­de­re Orte in Ber­lin zu sein.

S Wert-Team
San­dra Sie­wert mit Vol­ker Stein. Die Archi­tek­tin grün­de­te s.wert. Foto: And­rei Schnell

Was ist ihr Kon­zept bei der Aus­wahl, Frau San­dra Sie­wert? „Ich suche ver­steck­te Iko­nen, aber ich betrei­be eine per­sön­li­che Aus­wahl‟, sagt die Inha­be­rin von s.wert. Im Wed­ding hat sie den Hoch­bun­ker im Hum­boldt­hain, das Schwimm­bad Plöt­zen­see, den Schrift­zug “Wed­ding” im gleich­na­mi­gen U‑Bahnhof, ein Spiel­ca­si­no im Afri­ka­ni­schen Vier­tel und die Gestal­tung des U‑Bahnhofes Naue­ner Platz aus­ge­wählt. Passt das zum ursprüng­li­chen Plan, moder­ne Archi­tek­tur als Inspi­ra­ti­on für Gra­fi­ken zu nut­zen? In gewis­ser Wei­se schon, sagt sie, denn sie gehe auf­merk­sam durch die Stadt und möch­te, dass auch ande­re Ber­lin auf­merk­sa­mer wahr­neh­men. Es geht um eine „Hom­mage an Beson­der­hei­ten beson­de­rer Orte.‟

Schät­zungs­wei­se 600 Pro­duk­te hat s.wert mitt­ler­wei­le geschaf­fen. In letz­ter Zeit arbei­tet ihr Lebens­ge­fähr­te Vol­ker Stein auch im krea­ti­ven Teil von San­dra Sie­werts Unter­neh­mung mit. Nun dis­ku­tiert sie mit dem Bild­hau­er, ob die­ses oder jenes Wed­din­ger Gebäu­de der Moder­ne ber­lin­weit bekannt ist.

Bekannt genug war defi­ni­tiv das Bau­werk, das am Beginn von San­dra Sie­werts Arbeit steht. Für das Buch „Von der Par­tei zur Par­ty‟ sam­mel­te sie in Archi­ven Gra­fi­ken zum Ber­li­ner Fern­seh­turm. Zusam­men mit Dirk Ber­ger und Ingo Mül­ler brach­te sie die 144 Sei­ten im Jahr 2003 her­aus. Seit­dem hat sich die stu­dier­te Archi­tek­tin auf Gra­fi­ken ver­legt. Ihren Laden eröff­ne­te sie 2007. Im süd­li­chen Teil der Brun­nen­stra­ße in Alt-Mit­te ist die­ser zu fin­den. „Pos­ter­ge­schäft in Ber­lin‟ hat sie bei der Such­ma­schi­ne Goog­le ein­ge­tra­gen. Tat­säch­lich ver­kau­fen sie und ihr Lebens­ge­fähr­te Vol­ker Stein bedruck­te Kis­sen, Früh­stück­brett­chen, Post­kar­ten, Geschenk­pa­pier und auch Pos­ter. Die Wed­din­ger Moti­ve kon­kur­rie­ren hier mit dem ver­frem­de­ten Bier­pin­sel ali­as Ste­glit­zer Krei­sel, Iko­nen der Ost­mo­der­ne oder dem Neu­en Kreuz­ber­ger Zen­trum. Alle­samt Ber­li­ner Orte, die dank s.wert strah­len, als stün­den sie in der ers­ten Rei­he der Ber­li­ner Attraktionen.

S‑Wert Design, Brun­nen­str 191, Online­shop

Wed­ding­mo­ti­ve von s.wert. Foto: And­rei Schnell
Logo Weddinger Allgemeine Zeitung

Der Text stammt aus der Wed­din­ger All­ge­mei­nen Zei­tung (–> E‑Paper), der gedruck­ten Zei­tung für den Wed­ding. Geschrie­ben wur­de er von And­rei Schnell. Wir dan­ken dem RAZ-Verlag!

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Andrei Schnell

Meine Feinde besitzen ein Stück der Wahrheit, das mir fehlt.

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