s.wert-Design: Wenn Orte etwas zu erzählen haben

Auch ohne Schrift erkennt man den U‑Bahnhof Naue­ner Platz

All­täg­li­che Fas­sa­den, schmud­de­li­ge Gebäu­de, typi­sche Struk­tu­ren, aber auch die außer­ge­wöhn­li­chen Bau­wer­ke die­ser Stadt: Alles, was Ber­lin aus­macht, ver­ar­bei­tet das Label s.wert-Design. Auf Kis­sen, Tel­lern, Post­kar­ten, Tas­sen, Früh­stücks­brett­chen und vie­len ande­ren Pro­duk­ten spielt näm­lich die Stadt die Haupt­rol­le. Die Grün­de­rin wohnt selbst im Wed­ding und erzählt, wie die vie­len Ber­lin-Moti­ve entstehen.

Wahrzeichen, aber auch Alltagsarchitekturen

Geschirrtuch von s.wert-Design

“Die Aus­wahl der Moti­ve, die ich für s.wert gra­fisch ver­ar­bei­te, erfolgt intui­tiv”, erklärt San­dra Sie­wert. Das Gebäu­de oder der Ort müs­se nicht im gän­gi­gen Sinn schön sein, denn was schön oder häss­lich ist, defi­niert jeder und jede anders. Gebäu­de wer­den ja auch im Lauf der Zeit immer wie­der neu und anders bewer­tet. Der Ort muss „Cha­rak­ter” haben. “Mit Cha­rak­ter mei­ne ich Indi­vi­dua­li­tät, zeit­ty­pi­sche Ele­men­te, Wie­der­erken­nungs­wert”, sagt die Betrei­be­rin des Labels, das es schon seit mehr als zehn Jah­ren gibt. 

San­dra Sie­wert wohnt selbst seit vie­len Jah­ren im Wed­ding. “Das Wed­ding-Motiv von der Mül­ler­stra­ße Ecke Afri­ka­ni­sche Stra­ße ist der­zeit mein Lieb­linsgs­mo­tiv. Oft wer­de ich gefragt, wie lan­ge ich an einem Motiv arbei­te – das kann man nicht so pau­schal sagen. Bei die­sem Wed­ding-Motiv hat­te ich schon von Anfang an eine sehr kon­kre­te Vor­stel­lung, wie es aus­se­hen soll.” Aus gra­fi­scher Per­spek­ti­ve inter­es­sie­ren sie Wahr­zei­chen und Archi­tek­tu­riko­nen genau­so wie All­tags­ar­chi­tek­tu­ren und Schmud­del­ecken. Die Span­ne reicht da qua­si vom Cor­bu­sier­haus bis zum Kot­ti und eben auch in den Wed­ding. Es muss etwas zu erzäh­len geben – wenn der Ort nichts zu erzäh­len hat, bleibt auch die Gra­fik flach. 

Die­ses Motiv gibt es als Alu-Dibond.

“Die Gra­fi­ken pro­du­zie­re ich als Pos­ter, Post­kar­ten und Geschirr­tü­cher. Die Geschirr­tü­cher sind auf­wän­dig und in klei­nen Stück­zah­len pro­du­ziert. Zunächst wird der Stoff voll­flä­chig bedruckt, anschlie­ßend wer­den die Halb­lei­nen­tü­cher genäht und mit einer Ban­de­ro­le ver­packt. Die gesam­te Pro­duk­ti­on fin­det in Deutsch­land statt”, so die stu­dier­te Archi­tek­tin San­dra Siewert.

Ganz beson­ders reiz­voll ist übri­gens der Kalen­der für 2021 mit bemer­kens­wer­ten Bau­wer­ken der 12 Ber­li­ner Bezir­ke – alles in Pink!

Alle schö­nen Din­ge von s.wert-Design gibt es online und nach dem Lock­down auch wie­der im Laden in der Brun­nen­stra­ße 191 (U Rosentha­ler Platz).

 

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

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