In der letzten Juniwoche des vergangenen Jahres waren die Regale der Aldi-Filiale an der Gerichtstraße 2-3 schon ziemlich leergefegt. Der Ausverkauf war in den letzten Zügen. „Wird wegen Umbau bis Frühling 2026 geschlossen“ stand auf dem Schild am Eingang. Ganz schön lange für eine Umgestaltung, fand ich. Ein paar Tage später wurde klar, dass die Formulierung „Umbau“ leicht untertrieben war und es nicht bei einer Sanierung bleiben würde. Ein Bagger rückte an und riss das komplette Gebäude nieder: Nach über 40 Jahren passte es nicht mehr ins neue Konzept. Die Aldi-Märkte sollen in Zukunft einheitlich gestaltet werden: aus einer Holzkonstruktion in modularer Bauweise und dem Einsatz von nachhaltigen Materialien.

Alle paar Tage auf meinem Weg zur S-Bahn spähte ich durch den Zaun und begutachtete den Fortschritt. Für ein Bauvorhaben in Berlin ging es relativ flott voran. Macht sicher einen Unterschied, wenn ein Privatunternehmen und nicht das Land Berlin zuständig ist. Über den Winter gab es kurzzeitig einen Stillstand auf der Baustelle, da es für Außenarbeiten doch zu kalt geworden war. Nach dem Tauwetter bekam der Rohbau ein Dach und darauf eine Photovoltaikanlage, die Strom für Heizung und Kühlung liefern soll.

In den letzten Tagen wurden Pflastersteine auf dem Parkplatz verlegt, der in Zukunft vorne an der Straße und nicht wie zuvor hinter dem Gebäude liegen wird. Auch die Zufahrt für die Warenanlieferung wurde verlegt und befindet sich nun an der linken Seite. Laut Unternehmensportal wird auch die Anordnung der Waren anders sein als bislang gewohnt. Obst und Gemüse direkt im Eingangsbereich statt wie zuvor an den Kassen.
Seit dieser Woche prangt ein großes Schild über dem Portal: “Wiedereröffnung am 29. Mai“. Wird auch Zeit, der Frühling ist schon fast vorbei. Mal sehen, ob es genauso einen Ansturm wie beim Abverkauf gibt. Nur schade, dass ich meine Balkonpflanzen in diesem Jahr bereits woanders geholt habe.



Kapier nicht warum die das neugebaut haben. Das ist sowas von nicht nachhaltig ein Gebäude abzureißen und neu zu bauen, nur, weil es danach ein wenig anders aufgebaut ist. Ich hatte erwartet, dass da ein richtiges Gebäude mit nem ALDI unten drin hinkäme. ALDI macht doch zunehmend in Immobilien. Aber wieder n Flachbau und ganz viel ungenutzter Platz darüber…
Hallo! Das Gebäude ist nicht aus einer „Holzkonstruktion in modularer Bauweise und dem Einsatz von nachhaltigen Materialien“ hergestellt worden. Einzig die Dachbinder sind aus Holz. Ansonsten überwiegt Kalksandstein, Beton und Blech.