Saint Bess: Steinofen-Pizza trifft California Cuisine

Der Wedding hat eine große Anzahl sehr guter Pizzerien. Zum Teil sind das richtige Institutionen, aber das Saint Bess setzt sich in vielerlei Hinsicht von ihnen ab. Wir haben die Pizzeria ausprobiert. 
Ob es sich gelohnt hat? In jeder Hinsicht! Aber lest und seht selbst .

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Katie und Logan kommen gebürtig aus Kalifornien, sind absolute Verfechter der „California Cuisine“ und lieben die italienische Küche. Zusammen mit Ole, dem Inhaber des benachbarten Freya Fuchs, haben die drei den Schritt gewagt und Ende März diese sehr besondere Pizzeria im Sprengelkiez eröffnet.

Wenn das Saint Bess nicht diese kleine begrünte Terrasse samt Bestuhlung hätte, würde man wohl eher daran vorbei laufen. 
Lediglich zwei Lampen, links und rechts der Eingangstür, die sechs kleinen Buchstaben -Tafeln und ein Schaukasten mit Speisekarte weisen auf eine Gastronomie hin.
 Beim Betreten der Pizzeria befindet man sich auch schon im Herzstück des Ganzen: der Küche samt gigantischem traditionellem Kuppelofen. 
Dieser prachtvolle italienische Steinofen wird mit Holz befeuert, was im Wedding wohl einzigartig sein dürfte. Das sorgt für das spezielle Aroma der vegetarischen Holzofenpizzen.

Die Treppe runter gibt es einen Gastraum mit ungefähr 40 Sitzplätzen, in dem es mediterran und gemütlich ist ohne überladen zu wirken. Offene Wände, ein geschliffener Betonboden, Holz und Tonwaren laden zum Verweilen und Genießen ein.

 Wir entscheiden uns wegen des guten Wetters, draußen zu sitzen. Die herzliche und aufmerksame Bedienung überreicht uns die Speisekarten und wir erleben die nächste positive Überraschung: Klein, fein und erlesen ist die Auswahl der Speisen und Getränke.
 Drei Vorspeisen inklusive selbst gebackenen Brots, nur neun verschiedene Pizzen und zwei Desserts erleichtern die Auswahl. Bei den Getränken ist es genauso und so ist die Bestellung schnell getätigt.

Kurze Zeit später bekommen wir eine Pizza Funghi mit Panna, Pilzmischung, Schalotten und Dill sowie eine Pizza „Eisenhut“ mit pikantem Auberginen-Püree, Schalotten, Basilikum und Grünem der Saison.
 Der Anblick ist grandios, aber der Duft toppt alles. Die verschiedensten Aromen strömen uns in die Nase und wir wollen einfach nur noch reinbeißen.

Die Pizzen sind eine Wucht

„Es ist eine völlig neue Interpretation der klassischen Steinofen-Pizza“, erklärt Katie. „Wir lieben den Mix aus vegetarischer salziger Umami-Sauce, Pürees, knusprigen aber luftigen Teig und knackigen Salat.“

 Überhaupt hat sie viel über die Philosophie der “California Cuisine“ zu erzählen, die Einflüssen der verschiedenen Kochstile und vor allem über Frische. Sie verwendet möglichst saisonale und regionale Zutaten.

Der zwei Tage lang kalt-fermentierte Teig ist dabei noch ein Kapitel für sich, sagt Katie. Durch diese Herstellung wird er nach dem Backen besonders leicht und geschmackvoll. Dieser Aussage können wir uns nur anschließen: So haben wir das auch noch nie irgendwo gegessen oder gesehen. 
Mit dem Backen hat übrigens auch der Name der Pizzeria zu tun. Saint Bess ist die Abkürzung für Elisabeth von Thüringen, die unter anderem auch die Schutzpatronin der Bäcker ist.

Was sollen wir sagen? Die Pizzen sind eine Wucht. Unsere Geschmacksnerven tanzen im Kreis, denn die Vielfalt an natürlichen Aromen, zusammen mit den Röstaromen vom Feuerofen, sind schier endlos und machen Freude.
 Der Teig ist so luftig und voll im Geschmack, dass wir auch nur den Boden hätten essen können. Die Zutaten harmonieren gut und der frische Salat auf der „Eisenhut“-Pizza ist wie ein Streifzug durch eine Kräuterwiese.
 Der Geschmack der vorzüglichen leichten Pizzen ist noch auf unserer Zunge als wir den wunderschönen Abend mit einem hausgemachten kräftigen Schokoladen-Sorbet samt Basilikum-Topping beschließen.

Das Saint Bess mit seinem einzigartigen Konzept und der schönen Atmosphäre können wir empfehlen, es ist definitiv einen Besuch wert.

Saint Bess, Sprengelstraße  41, 13353 Berlin, Montag geschlossen / So- Do 17-22 Uhr / Fr und Sa 17-23 Uhr


























 

 

 


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