Habt ein Herz für Zebrastreifen!

Der provisorische Zebrastreifen in der Usedomer Straße wird ausgebessert. Foto: Hensel
Der provisorische Zebrastreifen in der Usedomer Straße wird ausgebessert. Foto: Hensel

Meinung Steht einer an der Straße … Keine Angst, das wird kein schlechter Witz. Das wird ein Text über Zebrastreifen im Wedding. Wenn die Bezirkspolitiker sich bei ihrer BVV-Sitzung heute Abend einig sind, steht zumindest in der Usedomer Straße nahe der Jasmunder Straße hoffentlich bald keiner mehr an der Straße und wartet auf die eine Lücke zum Überqueren – dann gibt es bald ein Zebra mehr im Wedding.

Hier und da gibt es sie auch jetzt schon bei uns. Wieviel Zebrastreifen es genau im Wedding gibt, ist nicht ganz leicht herauszufinden, mehr als 15 wurden seit 2001 jedenfalls nicht neu eingerichtet. In der ganzen Stadt gibt es fast 500 Fußgängerüberwege. Sie sollen den Weg zu Fuß über die Straße sicherer machen und ermöglichen, dass die schwächsten Verkehrsteilnehmer eine bessere Chance bekommen, ihres Weges zu gehen. Sind wir im Wedding streifenmäßig ein wenig unterversorgt?

Anwohner wollen Zebrastreifen behalten

Das Cover des aktuellen Kiezmagazins im Brunnenviertel.
Das Cover des aktuellen Kiezmagazins im Brunnenviertel.

In der Usedomer Straße gibt es derzeit einen vorübergehenden Zebrastreifen. Der wurde wegen einer Baustelle eingerichtet. Anwohner aus dem Brunnenviertel wünschen sich nun, dass dieser Zebrastreifen bleibt. Das aktuelle Kiezmagazin im Brunnenviertel, produziert von einer Bürgerredaktion, hat das Thema auf die Titelseite gehoben. Die SPD-Fraktion hat das Thema auf die Tagesordnung der heutigen Bezirksverordnetenversammlung gebracht. Heute wird darüber abgestimmt, ob der Zebrastreifen „verstetigt“ werden kann. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Rathaus Mitte in der Karl-Marx-Allee.

Ganz in der Nähe des Wunsch-Zebras im Brunnenviertel sind zwei Schulen. Der Weg vieler Kinder führt über die sehr breite und zeitweise gut befahrene Usedomer Straße. Direkt am Zebrastreifen befindet sich ein Kindergarten. Wenn die Politik dafür ist und dann auch keine Bedenken von Seiten des Straßenverkehrsamtes, der Polizei oder des Bezirks bestehen, geht es bald besser über die Usedomer Straße. Bleibt zu hoffen, dass die Bezirkspolitiker der verschiedenen Parteien heute ein Herz für Zebrastreifen haben. Denn so sehr es in Mode gekommen ist, bessere Bedingungen für Radler zu schaffen, so sehr sollte es auch selbstverständlich sein, dass in der Verkehrspolitik die Fußgänger nicht vergessen werden dürfen.

Jeder kann neue Standorte vorschlagen

Ampel "Signal kommt". Foto: Hensel
Ampel statt Streifen geht auch. Foto: Hensel

Bei einer Fototour zu allen Grundschulen im Wedding ist uns übrigens aufgefallen, dass bei einigen Schulen überhaupt keine Querungshilfen vorhanden und die Straßen schwer zu passieren sind. Fehlt uns da was? Wenn ja, dann sollten wir Weddinger nicht warten und wie die Bürgerredaktion aktiv werden. Denn jeder kann neue Standorte vorschlagen, wozu sogar eine Webseite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ausdrücklich einlädt: Standortvorschläge

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