Workshop in den Uferstudios: Der perfekte Bankraub

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Foto (C) Joseph Plotzki
© Joseph Plotzki

Finan­zi­el­le Unab­hän­gig­keit, den Kampf ums Über­le­ben gewin­nen, Super­held oder Pop-Star sein, Adre­na­lin-Kick, lebens­lan­ge Kom­pli­zen­schaft und ewi­ge roman­ti­sche Ver­bun­den­heit, Ver­schwö­rung, sieg­rei­ches Über­lis­ten, Täu­schungs­tech­ni­ken – die Fan­ta­sien und Asso­zia­tio­nen, die sich mit Bank­über­fäl­len ver­bin­den, sind bei­na­he so ver­schie­den wie die Men­schen, die sie haben.

“In dem Work­shop pla­nen wir gemein­sam einen fik­ti­ven Bank­über­fall. Über vier Tage hin­weg wer­den wir uns sowohl mit den tech­ni­schen, juris­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Aspek­ten befas­sen, die für unse­re Pla­nun­gen erfor­der­lich sind, als auch die emo­tio­na­len und pop-kul­tu­rel­len Bil­der und Vor­stel­lun­gen, die wir mit der Idee eines Bank­über­falls ver­bin­den, unter­su­chen. In Dis­kus­sio­nen und prak­ti­schen Trai­nings wer­den wir Sze­na­ri­en von Bank­über­fäl­len ent­wi­ckeln, uns durch die his­to­ri­sche und gesell­schaft­li­che Bedeu­tung des Bank­über­falls durch­ar­bei­ten, pla­nungs­stra­te­gi­sche Auf­ga­ben in der Grup­pe ver­tei­len, die heim­li­chen Exper­ti­sen der Teil­neh­me­rin­nen auf­neh­men und ein­bin­den und ihre kri­mi­nel­len roman­ti­schen Gefüh­le in Flucht‑, Tar­nungs- und Ver­de­ckungs­plä­ne zu ver­wan­deln versuchen.

Am 5. Tag wer­den wir den Über­fall mit Publi­kum erproben.

Zu jedem Work­sh­op­tag wird eine ande­re Exper­tin ein­ge­la­den, die essen­zi­el­les Hin­ter­grund­wis­sen zur Pla­nung beisteuert.”

Ort: Ufer­stu­di­os Stu­dio 16

Daten / Zei­ten (noch unter Vorbehalt)

Frei­tag, 30. Sep­tem­ber 17–20:00

Sams­tag, 1. Okto­ber 10–16:00 und 19 Uhr Filmabend

Sonn­tag, 2. & Mon­tag 3. Okto­ber 10–16:00

Diens­tag, 4. Okto­ber 18–20:00 (incl. Showing)

 

Anmel­dung: Bit­te mit Moti­va­ti­ons­schrei­ben (max. hal­be A4-Sei­te) und kur­zem Lebens­lauf an:

workshop.ausufern@gmail.com      (Die Teil­neh­mer­zahl ist auf 20 begrenzt)

Anmel­de­schluss: 10. September

 

 

Juli Reinartz arbei­tet als frei­be­ruf­li­che Cho­reo­gra­fin in Ber­lin und Stock­holm. 2012 schloss sie ihr Mas­ter­stu­di­um am DOCH/Stockholm ab, wo sie bei Mår­ten Spång­berg stu­dier­te. Wäh­rend einer ein­jäh­ri­gen Recher­che­re­si­denz an der König­li­chen Kunst­hoch­schu­le in Stock­holm ent­stand ein Stück­zy­klus zu Musik. Die Arbei­ten wur­den bis­lang prä­sen­tiert im MDT (SE), Kias­ma (FI), Black Box Thea­ter (NO), Reykja­vik Dance Fes­ti­val (IS), Anti-Fes­ti­val (FI), WASP (RO), Nor­dic House Tor­shavn (DK) and MUU Gal­le­ry (FI). „Ali­ce“, eine Zusam­men­ar­beit mit der Thea­ter­re­gis­seu­rin Nora Schlo­cker, wur­de 2015 zum Ber­li­ner Thea­ter­tref­fen ein­ge­la­den. Sie arbei­te­te außer­dem mit Künstler*innen wie Ange­la Schu­bot, Jared Gra­din­ger, Ingri Fiks­dal, Tra­ja­ll Har­rel, Vere­na Bil­lin­ger / Sebas­ti­an Schulz, Jere­my Wade und Tea Tupajic.

Neben ihrer künst­le­ri­schen Arbeit enga­giert sich Juli in poli­tisch-dis­kur­si­ven For­ma­ten, ver­öf­fent­licht in dem kroa­ti­schen Per­forming Arts Maga­zin Frak­ci­ja und dem Schwe­di­schen Kunst­ma­ga­zin Euro­zi­ne, orga­ni­sier­te 2015 die Kon­fe­renz „Art that is work that is orga­niz­a­ti­on that is poli­tics“ im Weld (SE) und ist Mit­in­itia­to­rin des neu gegrün­de­ten peer review Maga­zins Inter­na­tio­nal Notice.

 

Tea Tupa­jić, geb. 1984 in Sarajevo/Kroatien, ist Thea­ter­re­gis­seu­rin. Seit 2016 lebt sie in Ber­lin und Zagreb. Als freie Künst­le­rin arbei­tet sie sowohl mit Per­for­mance als auch bil­den­der Kunst. Ihre Pro­jek­te „The Cura­tors’ Pie­ce“, „La mala­die de la mort“, „Varie­te Euro­pe“, „The Dis­co“ wur­den an Orten, bzw. Fes­ti­vals wie BIT Teater­ga­ras­jen (Ber­gen), PS 122 (New York), ZKM (Zagreb), Bas­tard (Trond­heim), Fras­ca­ti (Ams­ter­dam), Theat­re Garon­ne (Tou­lou­se) Tanz­quar­tier Wien (Vien­na), Veem House for per­for­mance (Ams­ter­dam), Tmu­na fes­ti­val (Tel Aviv) und vie­len ande­ren präsentiert.

Tea Tupa­jić ist Gasther­aus­ge­be­rin und Autorin für das Per­for­mance-Maga­zin Frak­ci­ja und publi­ziert, hält Vor­trä­ge und Gast­bei­trä­ge auf zahl­rei­chen inter­na­tio­na­len Kon­fe­ren­zen. 2016 erhielt sie ein Sprach­sti­pen­di­um des Goe­the Insti­tuts Zagreb.

 

1 Comment

  1. Wie krank ist das denn. Hat einer der Ver­an­stal­ter mal an die trau­ma­ti­sier­ten Über­fall­op­fer gedacht?! Es ist die Höl­le. Dar­aus macht man kein Unterhaltungsprogramm.

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