WLAN statt Warten

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BVG Free Wifi WLAN Der Wed­ding war Ver­suchs­ka­nin­chen – und weil der Test funk­tio­niert hat, kön­nen jetzt alle Ber­li­ner und ihre Besu­cher davon pro­fi­tie­ren. Die Rede ist vom kos­ten­lo­sen WLAN (WiFi)  für die U‑Bahn-Fahr­gäs­te der BVG. Im Jahr 2015 wur­de das BVG Wi-Fi auf dem Bahn­hof Oslo­er Stra­ße öffent­lich getes­tet – und hat­te schnell 70 000 Nut­zer. Und das über­zeu­gen­de Ergeb­nis des Wed­din­ger Tests wur­de von der BVG für so gut befun­den, dass jetzt seit Juli wei­te­re Bahn­stei­ge mit kos­ten­lo­sem Inter­net für Smart­pho­nes und Tablets ver­sorgt wer­den. Nicht nur die gro­ßen Sta­tio­nen mit dem höchs­ten Tou­ris­ten­an­drang hat die BVG in der ers­ten, fast fünf Mil­lio­nen Euro teu­ren Start­pha­se mit Hot­spots in der Bahn­steig­mit­te bedacht, son­dern auch U‑Bahnhöfe im Wed­ding. Dazu gehö­ren neben Oslo­er Stra­ße auch Leo­pold­platz, Wed­ding, See­stra­ße, Kurt-Schu­ma­cher ‑Platz, West­ha­fen und Amru­mer Str. (Stand Sep­tem­ber 2016). Im U‑Bahnhof Gesund­brun­nen gibt es aller­dings kein WLAN.

Nur beim Warten auf die Bahn nutzbar

Der Haken: der kos­ten­lo­se schnel­le Inter­net­zu­gang funk­tio­niert nur auf dem Bahn­steig der betrof­fe­nen Sta­tio­nen zuver­läs­sig, nicht wäh­rend der Fahrt im Tun­nel. E‑Mails che­cken, Sta­tus pos­ten oder Nach­rich­ten­sei­ten auf BVG-Kos­ten lesen? Damit kann man also allen­falls die War­te­zeit auf die nächs­te U‑Bahn ver­brin­gen. Inter­es­san­ter ist da der bis Ende des Jah­res befris­te­te Ver­such der BVG, auch in Bus­sen WLAN anzu­bie­ten. Dies ist zunächst nur in eini­gen Bus­sen der Linie 204 zwi­schen Zoo und Süd­kreuz möglich.

Keine Werbung, keine Registrierung

Poppig im U-Bahnhof

Wie funk­tio­niert der Netz­zu­gang in den genann­ten Sta­tio­nen? Ein­fach im mobi­len End­ge­rät „WLAN“ akti­vie­ren, dann wird „BVG WiFi“ als ver­füg­bar ange­zeigt. Im Brow­ser müs­sen ein­ma­lig die Nut­zungs­be­din­gun­gen akzep­tiert wer­den, dann kann es auch schon los­ge­hen mit dem schnel­le­ren Inter­net. Es muss kei­ne E‑Mailadresse regis­triert und kein Benut­zer­na­me ange­ge­ben wer­den, beim nächs­ten Besuch wählt sich das Gerät auto­ma­tisch ein. Und das Bes­te ist: nicht mal Wer­bung muss die Nut­ze­rin oder der Nut­zer in Kauf neh­men, um vom BVG WiFi zu pro­fi­tie­ren. Vor allem für Tou­ris­ten aus  dem Aus­land dürf­te dies ein prak­ti­scher Ser­vice sein, da sie bei ihrem Ber­lin-Besuch Roa­ming­kos­ten spa­ren. Über die in Hotels erho­be­ne City­tax finan­zie­ren sie jedoch auch fünf Pro­zent der Kosten.

Na dann: fröh­li­ches War­ten. U‑Bahn vor der Nase weg­ge­fah­ren? Is’ uns egal.

 

 

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

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