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Weddingwoche #33: Betreten verboten?

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LortzingstraßeDort, wo der öst­li­che Wurm­fort­satz der Lort­zing­stra­ße in den kar­gen, neu eröff­ne­ten Abschnitt des Mau­er­parks mün­det, ste­hen bei­na­he zehn Schil­der am Ein­gang des Parks. Dar­un­ter ein Sack­gas­sen-Schild, das kurz vor dem Ende der Stra­ße noch­mal auf das Offen­sicht­li­che hin­weist: auf das Ende der Stra­ße. Der zuge­park­te Stra­ßen­stum­mel wird zum Rad- und Fuß­gän­ger­weg (Schild Nr. 2), aber nach 40 Metern müs­sen „Rad­fah­rer abstei­gen“ (Nr. 3), weil dann, sor­ry, nur noch Fuß­gän­ger­weg (Nr. 4) ist. Dann ein Schild mit der Info, LKWs hät­ten hier „kei­ne Wen­de­mög­lich­keit“. Dabei dürf­ten sich LKWs kaum öfter als Pas­sa­gier­flug­zeu­ge in den Lort­zings­tum­mel ver­ir­ren, um hier zu wen­den. In der Grün­an­la­ge dann der Hin­weis auf die Grün­an­la­ge, damit nie­mand irr­tüm­lich annimmt, ein Atom­test­ge­biet betre­ten zu haben. Verbotsschild am MauerparkFalls wie im Kal­ten Krieg der gro­ße Besu­cher­an­drang aus Rich­tung Wes­ten aus­bleibt, könn­te das übri­gens auch an meh­re­ren alten Ver­bots­schil­dern lie­gen, die den Park für Orts­un­kun­di­ge zu einem „Pri­vat­grund­stück“ oder zu „Gleis­an­la­gen“ wer­den las­sen: Betre­ten ver­bo­ten. Oder ist das hier ein Frei­luft­mu­se­um, das zei­gen soll, wie lan­ge man nach 1989 brauch­te, um die­sen Zugang zum Park zu schaf­fen? Das war bei­na­he ein Vier­tel­jahr­hun­dert. Da neh­men wir doch nicht schon nach ein paar Tagen die schö­nen alten Schil­der ab. Hallo?!

Ein beson­de­rer Dank geht an Hans Boek­horst, der uns auf die Schil­der in der Lort­zing­stra­ße auf­merk­sam mach­te und uns die im Bei­trag ver­wen­de­ten Fotos schickte.

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