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Weddingwoche #28: Der Wedding, den ich mag

NazarethkircheNichts fas­zi­niert mich am Wed­ding so sehr wie die Tat­sa­che, dass es den einen Wed­ding gar nicht gibt. Da lan­det ein­mal im Jahr das Mode-Ufo Wed­ding Dress in der Brun­nen­stra­ße und schon bekom­men eini­ge Mit­bür­ger Angst, dass die Schö­nen und Hip­pen das Kom­man­do über­neh­men. Doch es fliegt wie­der davon und lei­se plät­schern die immer noch unbe­nann­ten Dege­wo-Brun­nen vor sich hin. Da hält groß­städ­ti­sches Som­mer­f­lair mit Frei­licht­ki­no in den Reh­ber­gen oder Tanz in den Ufer­stu­di­os Ein­zug und dann wird einem Mann am U‑Bahnhof Leo­pold­platz ins Gesicht gesto­chen, nur weil er sich dar­über beschwer­te, ange­rem­pelt wor­den zu sein. Und wenn ich erle­be, wie blö­de ein paar Jun­gen in wei­ten Hosen zwei kurz­berock­te Mäd­chen anma­chen, fra­ge ich mich schon, was ich hier zu suchen habe. Dann aber lädt Hüs­eyin Ünlü, der Chef vom Café Leo, zum fast schon tra­di­tio­nel­len gemein­sa­men Fas­ten­bre­chen am 31.7. vor der Alten Naza­reth­kir­che ein und mir wird warm ums Herz. Das ist der Wed­ding, den ich mag.

Autor: Ulf Teichert

Unse­re Kolum­ne gibt es auch an jedem Wochen­en­de im Ber­li­ner Abend­blatt, Aus­ga­be Wedding. 

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