Weddinger Kinderfarm wird geräumt

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Kinderfarm PonyhofHigh-noon im Wed­ding: Am 20. Juni soll die Kin­der­farm geräumt wer­den. Und kei­ner weiß, wie es aus­geht. So rich­tig wohl fühlt sich Jugend­stadt­rä­tin Sabi­ne Smen­tek nicht in ihrer Haut. Auch des­halb wird sie am 20. Juni ande­re Ter­mi­ne wahr­neh­men. Sie will nicht mit­er­le­ben müs­sen, wie eine Gerichts­voll­zie­he­rin nebst einem Vete­ri­när ver­su­chen wer­den, die Wed­din­ger Kin­der­farm in der Luxem­bur­ger Stra­ße in den Besitz des Bezirks rück­über­füh­ren zu wol­len. Räu­men wird das im Amts­deutsch genannt.

Was in die­sem Fal­le nichts ande­res heißt, dass erst ein­mal nur die Schlös­ser aus­ge­wech­selt und Befes­ti­gun­gen ver­stärkt wer­den, damit in nächs­ter Zeit kein Unbe­fug­ter auf das Gelän­de kann.

Sabi­ne Smen­tek (SPD) ist des­we­gen nicht ganz wohl, weil sich die Räu­mung gegen einen Trä­ger rich­tet, des­sen Arbeit im Wed­ding mehr als nur geschätzt wird. Mehr als 33 Jah­re lang haben Farm­chef Sig­fried Küh­bau­er und sei­ne inzwi­schen 60 Tie­re dafür gesorgt, dass Groß­stadt­kin­der zum ers­ten Mal in ihrem Leben mit ech­ten Vier­bei­nern oder leben­dem Feder­vieh in Berüh­rung kamen, dass sie im Umgang mit den Tie­ren gelernt haben, für ande­re Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und sich an Regeln zu halten.

Und hier liegt aus Sicht der Jugend­stadt­rä­tin eben auch der Hase im Pfef­fer. Denn Küh­bau­er und sei­ne Ver­eins­ge­nos­sen haben sich selbst nicht an die Regeln gehal­ten, denen jeder sozia­le Trä­ger unter­liegt: Er muss über das Geld, das ihm vom Bezirk (und damit vom Steu­er­zah­ler) zum Betrieb sei­ner Ein­rich­tung anver­traut wird, Buch füh­ren und am Ende des Jah­res abrech­nen. Bis 2013 habe das, so Bezirks­stadt­rä­tin Smen­tek, auch immer ganz gut geklappt. Erst als die Kin­der­farm sich wei­ger­te, die Abrech­nung für das Jahr 2013 vor­zu­le­gen, fing der Ärger an. Mehr­fach wur­de der Abga­be­ter­min ver­län­gert, mehr­fach dem Ver­ein ange­bo­ten, ihm beim Füh­ren der Bücher unter die Arme zu greifen.

Peggy und Mini
Peg­gy und Mini

Den­noch wur­den auch für das Jahr 2014 noch ein­mal 170.000 Euro über­wie­sen. Immer in der Hoff­nung, dass die Kin­der­far­mer irgend­wann ihren buch­hal­te­ri­schen Ver­pflich­tun­gen nach­kom­men würden.
Stand jetzt: Der Bezirk for­dert die Zuwen­dun­gen von 2014 zurück, der Ver­ein hat dage­gen geklagt. Im März 2015 schließ­lich wur­den alle Zuwen­dun­gen gestoppt, seit­dem über­lebt die Kin­der­farm haupt­säch­lich durch Spen­den. Und am 20. Juni wird geräumt. Der Nach­fol­ger steht schließ­lich schon in der Start­lö­chern: Der Ver­ein Kin­der­bun­ter Bau­ern­hof. Die Jugend­stadt­rä­tin hofft, dass sie sich mit dem Ver­ein Wed­din­ger Kin­der­farm schnell über den Ver­bleib der 60 Tie­re eini­gen kann, die den Far­mern gehö­ren. Die hät­ten vier Wochen Zeit zu ent­schei­den, was mit Pony, Gans & Co. pas­siert. Geld für neue Tie­re hat der Bezirk Mit­te vor­sichts­hal­ber schon mal zurückgelegt.

Autor: Ulf Teichert

Die­ser Arti­kel erschien zuerst im Ber­li­ner Abendblatt. 

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18 Comments

  1. Ich hof­fe das die Kin­der nicht dar­un­ter lei­den müs­sen die Farm ist für die Kin­der wich­tig heu­te brin­gen oder gehen Eltern mit ihren Kin­dern hin und sagen ihnen schau mal hier habe ich als Kind auch schon gespielt die kin­der­farm ist wich­tig für Wed­ding und ein Teil vom Wedding

  2. Es íst erschre­ckend mit anzu­se­hen, wie die Ein­rich­tung unter dem neu­en Trä­ger den Bach run­ter geht. Klar, sie haben wie­der geöff­net, aber es kom­men kei­ne Kin­der. Von vie­len Müt­tern und Kin­dern höre ich es sei nicht mehr das sel­be. Nur noch jugend­li­che Mäd­chen, die sich um die Ponys küm­mern, von Kin­dern kei­ne Spur. Das Glei­che gilt für die Nach­bar­schafts­ein­rich­tung ASP Telux. Aber nun ja, Frau Smen­tek wird schon wis­sen, war­um sie das alles so durch­ge­setzt hat. Ich den­ke in spä­tes­tens einem Jahr wird es die­se bei­den Ein­rich­tun­gen nicht mehr geben, Schade.…..

  3. Die Räu­mung war ein gro­ßer Glücks­fall für den Wed­ding. Man soll­te sich mal etwas mit den poli­ti­schen Hin­ter­grün­den von Küh­bau­er und Cars­ten Half­ter beschäftigen…dann kommt man näm­lich zu dem Schluss, dass eine städ­ti­sche Kin­der- und Jugend­ein­rich­tung jah­re-/jahr­zehn­te­lang von rechts­ra­di­ka­len, anti­se­mi­ti­schen Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern gelei­tet wur­de. Die beken­nen­den “Frie­dens­ak­ti­vis­ten” ste­hen der Reichs­bür­ger­be­we­gung nahe, lie­ben Xavier Naidoo und tre­ten immer wie­der auf rech­ten Demons­tra­tio­nen und Ver­an­stal­tun­gen auf. Cars­ten Half­ter tritt mitt­ler­wei­le als Haupt­or­ga­ni­sa­tor der Mon­tags­de­mo auf dem Alex­an­der­platz in Erschei­nung, wo er u.a. „Natio­na­len Sozia­lis­mus“ und „Knast für Jour­na­lis­ten“ for­dert, auch in der Bär­gi­da-Bewe­gung ist er mitt­ler­wei­le aktiv. Auf sei­ner Face­book-Sei­te (https://www.facebook.com/cArschtenH) ver­brei­tet er beson­ders ger­ne Nach­rich­ten über die Ver­schwö­run­gen des “Rothschild”-Clans, Chem­trails und aller­hand ande­res faschis­to­iden Geschwurbel. 

    Hier ein kur­zer Bei­trag von https://www.facebook.com/friedensdemowatch/:
    “Jener Cars­ten Halff­ter ist für anti­se­mi­ti­sche Aus­fäl­le bekannt, wie eine Demons­tra­ti­on gegen Isra­el vor der Syn­ago­ge in der Ora­ni­en­bur­ger Stra­ße, wo er beton­te, dass “er nichts gegen Juden habe, aber” Isra­el bege­he ein Völ­ker­mord an Paläs­ti­nen­sern aus rein finan­zi­el­len Grün­den („es geht nur um Koh­le, Koh­le, Koh­le“) – was die Jüdi­sche Gemein­de in der Ora­ni­en­bur­ger Stra­ße damit zu tun haben soll, bleibt aller­dings ein Rätsel.
    In sei­nem Pro­fil stell­te er an ande­rer Stel­le die dazu pas­sen­de Fra­ge, wer die Schuld am Zwei­ten Welt­krieg hat­te und ver­linkt dazu eine Rede von Adolf Hit­ler. Die­se soll wohl zei­gen, dass es nicht so war, wie es in jedem seriö­sen Geschichts­buch steht: “Ken­nen wir die gan­ze Wahr­heit? Wer finan­zier­te Wen? Wer zog die Strip­pen? Und, was hat sich seit dem geän­dert?! Das Schuld-Geld-Sys­tem ist die Wur­zel allen Übels… Weg damit!” (Feh­ler im Ori­gi­nal) Wen Adolf Hit­ler hin­ter “dem Geld­sys­tem” ver­mu­te­te, dürf­te ja all­ge­mein bekannt sein.
    An ande­re Stel­le kom­men­tier­te er die Holo­caust­leug­nung eines sei­ner Mit­strei­ters damit, dass die Welt von “okkul­ten Krei­sen” regiert wer­de und das am deut­schen Wesen die Welt gene­sen solle.”

    Cars­ten rief auch zu Spen­den für die Kin­der­farm auf. Zitat:

    “SPENDENAUFRUF ZUM ERHALT DER WEDDINGER KINDERFARM.
    zweck­ge­bun­de­ne Spen­den erbeten:
    Prio 1 – ZWISCHENFINANZIERUNG zur Auf­recht­erhal­tung des Rechts­we­ges Bis zur letz­ten Instanz.
    Prio 2 – BETRIEBSKOSTEN , Ersatz­leis­tung für vor­ent­hal­te­ne Ein­nah­men aus Dienst­leis­tun­gen des FREIEN TRÄGERS .
    Prio 3 – POLITISCHE BILDUNGSARBEIT , Publi­ka­tio­nen, Vor­trä­ge , Podi­ums­dis­kusio­nen, PROGRESSIVEN PROTEST, Auf­klä­rung, Jugend­ar­beit, Konfliktlosungsmenagement,…”

    Man kann sich vor­stel­len, wo die Spen­den­gel­der der letz­ten Mona­te ver­si­ckert sind…in der poli­ti­schen Bil­dungs­ar­beit neu­rech­ter Spinner.

    Auch die Ereig­nis­se auf der Farm in der letz­ten Zeit waren nur noch gru­se­lig. Es wur­den Kin­der stun­den­lang gegen ihren Wil­len ein­ge­sperrt, ihnen die Han­dys abge­nom­men (um in die­sem her­um zu schnüf­feln), bespit­zelt. Jeder, der sich dage­gen wehr­te, bekam Platz­ver­bot und wur­de unter Poli­zei­an­dro­hung vom Platz geschafft.
    In einer Nacht- und Nebel-Akti­on wur­den von schein­bar ver­trie­be­nen Kin­der Pla­ka­te mit For­de­run­gen am Zaun der Farm ange­bracht. Auf einem stand: “Fass mich nicht an.” Ich will gar nicht wei­ter drü­ber nachdenken.

    Ich bin der letz­te Mensch, der sich über Räu­mun­gen durch die Poli­zei freut, aber am Mon­tag ist etwas tol­les pas­siert. Für alle Kin­der und Jugend­li­chen wird sich in Zukunft nichts zum Schlech­ten ver­än­dern. Die neu­en Trä­ger sind bes­tens bekannt und haben sich jah­re­lang bewehrt. Vor allem kön­nen nun auch wie­der alle auf die Farm kom­men, die vom Kühbauer-Regime
    ver­trie­ben wur­den. Es ist unbe­streit­bar, dass Küh­bau­er sehr viel für den Wed­ding getan hat…doch Alter schützt vor Tor­heit nicht und es ist das ein­zig rich­ti­ge, dass die­ser Mensch und sei­ne Nazi-Cli­que end­lich nicht mehr Betrei­ber der Kin­der­farm sind. Dass er sich erdreis­tet, ernst­haft wei­ter auf der Farm zu woh­nen, ist ein­fach nur lächerlich.

    • Lie­ber DerInsider
      Es stimmt in der Tat dass Kin­der im Auf­trag! des neu­en Trä­gers und des Bezirks­am­tes im Kin­der und Jugend­bü­ro wel­ches sich im Haus der Jugend befin­det, gemein­sam mit der Päd­ago­gin Son­ja Zerk, die zum Zeit­punkt der Anfer­ti­gung die­ser Pla­ka­te vor Ort war und die Kin­der auch noch ermu­tigt hat nachts in eine Kin­der – und Jugend­ein­rich­tung ein­zu­bre­chen und Din­ge zu erzäh­len ‚die in keins­ter Wei­se der Wahr­heit ent­spre­chen, zu behaup­ten. Von Anfang an wur­de der Wed­din­ger Kin­der­farm e.V kri­ti­siert vom Kin­der­bun­ten Bau­ern­hof e.V, den bei­den ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern Fadil Nezi­re­vic und Ange­li­na Weck wur­de vor­ge­wor­fen sie sei­en Tier­quä­ler und Herrn Küh­bau­er wur­de “sexu­el­le” Über­grif­fe vor­ge­wor­fen. Ich selbst als Mut­ter habe den Wed­din­ger Kin­der­farm e.V regel­mä­ßig besucht und in keins­ter Wei­se wur­de da irgend­ein Kind ange­fasst geschwei­ge denn beläs­tigt. Den Tie­ren, ins­be­son­de­re den Ponys ging es laut Tierärzten,Hufschmied sowie Phy­sio­the­ra­peu­tin der Tie­re deut­lich bes­ser. Das Pony Resi kann wie­der lau­fen. Die Ponys Fun­ny und Moritz haben wie­der Freu­de sich zu bewe­gen. Das Pony Miran­da wel­ches im Früh­jahr 2015 nur noch aus­sah wie ein Stück Kno­chen und total apa­thisch war, hat wie­der Lebens­freu­de. Das haben vie­le Kin­der gese­hen. Den bei­den Ehren­amt­li­chen war es wich­tig das alle Kin­der Gleich­be­rech­tigt wer­den und das haben Sie mei­ner Mei­nung nach (ich sehe mich in der Posi­ti­on das zu bewer­ten, da ich Grund­schul­leh­re­rin bin) ver­dammt gut hin­be­kom­men. Sie haben eine Kon­zep­ti­on erschaf­fen wo Kin­der von 6–14 Jah­ren alle mit dem Pony arbei­ten dür­fen. Falls Sie es nicht wis­sen. Die Kin­der, die sich beschwert haben, sind alle über das Alter der Ziel­grup­pe (6–14 Jah­re) hin­aus und haben den klei­ne­ren Kin­dern kei­ne Chan­ce gege­ben. Also bit­te hören sie auf hier irgend­et­was zu behaupten.

      MfG

      • Kei­ner der von Ihnen genann­ten Punk­te hat nur im gerings­ten irgend­was mit mei­nen Aus­füh­run­gen zu tun. Und dass der alte Trä­ger in Nazi-Struk­tu­ren inte­griert ist, scheint Sie ja auch nicht zu stö­ren. Aber Sie haben ja mit ihren Adler­au­gen 24/7 alles überwacht…von daher ist KANN ja gar nichts pas­siert sein.

        Aus den Erfah­run­gen der letz­ten Zeit kann man sagen, dass bei allen Unter­stüt­zern des Küh­bau­er-Cli­que Hop­fen und Malz ver­lo­ren ist. Nie­mand scheint in der Lage zu sein, die mani­pu­la­ti­ven Spiel­chen zu durch­schau­en, die seit Mona­ten mit Kin­dern, Besu­chern, Prak­ti­kan­ten etc. gespielt werden.

        • Sowohl lin­ke als auch rech­te Ver­ei­ne haben den ursprüng­li­chen Trä­ger unter­stützt. Dei­ne Quel­le ist also FB, sehr seriö­se Quel­le Herr Insi­der. Eine Goog­le Suche ergab eben­falls nur ihren Kom­men­tar und ihre FB-Sei­te als Quel­le für rech­te Akti­vi­tä­ten des Trä­gers. Da ich mir den Arti­kel der FB Sei­te genau durch­ge­le­sen habe (nicht nur ihren win­zi­gen Aus­schnitt) konn­te ich fest­stel­len, dass ledig­lich der Kas­sen­wart wohl in lin­ken Krei­sen als Rechts bekannt ist.

          Da nichts über den Trä­ger, der dort lebt weder von Ihnen noch der ein­zi­gen Quel­le (Face­book) im gesam­ten Inter­net bekannt gege­ben ist, könn­te ich nun mut­ma­ßen, dass er sich zu einem spä­te­ren Zeit­punkt der rech­ten Sze­ne anschloß. Es dürf­te allen klar sein, war­um sowohl lin­ke als auch rech­te sup­por­te­ten. Weil das Pres­ti­ge des Trä­gers einen poli­ti­schen Macht­ge­winn bedeu­te­te. Auf ihrer FB Quel­le wur­de zudem den Lin­ken gera­ten den Sup­port ein­zu­stel­len. Theo­re­tisch könn­te genau dies pas­siert sein, und somit gab es nur noch den rech­ten Sup­port. Folg­lich wird es sehr wahr­schein­lich, dass der ehe­ma­li­ge Betrei­ber sich anschlie­ßend der rech­ten Mon­tags­de­mo ect. anschloss. Dafür fehlt jedoch der Beweis. Und der Grund­satz “in dubio pro reo” ver­bie­tet es jeman­den auf Grund von Hören­sa­gen zu beur­tei­len. Als Nicht Ber­li­ner ist es mir also nicht mög­lich ihren recht schwa­chen Argu­men­ten zu fol­gen. Da sich durch die­se Ansamm­lung an Infor­ma­ti­ons­lü­cken mei­ne The­se zuge­tra­gen haben könn­te, die­se jedoch nur auf der Annah­me basiert, dass ihre Aus­sa­gen kor­rekt sind. Wes­halb kein logisch den­ken­der Mensch mei­ner The­se oder gar ihren Argu­men­ten fol­gen sollte. 

          Kin­der­schil­der: Auch hier fin­det Goog­le (mitt­ler­wei­le) kei­nen seriö­sen Zei­tungs­ar­ti­kel einer Ber­li­ner Zei­tung. Wes­halb sich auch die­se Ihre Aus­sa­ge nicht mehr bele­gen lässt.

          Kom­men wir zum Spa­ßi­gen Teil:
          Seriö­se Geschichts­bü­cher: Sel­ten so gut gelacht, Geschich­te wird von Sie­gern geschrie­ben, dem­nach gibt es kei­ne seriö­sen Geschichts­bü­cher. In moder­ner Geschich­te haben wir jedoch den Vor­teil durch Medi­en­viel­falt die Sicht­wei­se aller Betei­lig­ten zu erfah­ren und somit so man­ches “seriö­se Geschichts­buch” in Ver­le­gen­heit zu bringen.

          Wie war das mit dem 2. Welt­krieg? Ganz einfach:
          Offi­zi­el­ler Kriegs­grund (so auch bestä­tigt): Pol­ni­sche Trup­pen über­fal­len deut­sche und rus­si­sche Grenz­städ­te. (Sehr über­mü­tig des­halb wahr­schein­lich gefakt – Ach­tung: “wahr­schein­lich”, es ist nicht bewie­sen!!!). Dar­auf hin Kriegs­er­klä­rung durch Deutsch­land und Russ­land an Polen das unter brit­ti­scher und fran­zö­si­scher Garan­tie stand. Fol­ge­rich­tig Kriegs­er­klä­rung Frank­reichs und des Ver­ein­ten König­reichs an Deutsch­land. Wie­so nicht auch an Russ­land? -> Siche­rung der Optio­nen. Mit einer Kriegs­er­klä­rung an Russ­land hät­te man ent­we­der 2 Krie­ge füh­ren müs­sen oder Russ­land wäre der Ach­se bei­getre­ten. Bei­des hät­te eine Land­über­macht auf dem Kon­ti­nent zur Fol­ge gehabt. Ohne Kriegs­er­klä­rung wäre Russ­land nach dem Polen Feld­zug neu­tral gewor­den oder man hät­te die Chan­ce sie in die Alli­anz zu holen. Wir wis­sen alle durch Hit­lers Angriff auf Russ­land, schloß sich sel­bi­ges den Alli­ier­ten an. 2 Welt­krieg ende­te mit der Nie­der­la­ge Deutsch­lands. Und da Deutsch­land wie im 1. WK schon den meis­ten Scha­den ange­rich­tet hat­te, erhielt es die Haupt­schuld. (In die­sen “Scha­den” zählt der Geno­zid mit rein). -> Auf­tei­lung Deutsch­lands in die 4 Besa­tungs­zo­nen. -> Russ­land tauscht West­ber­lin gegen das Vogt­land um Uran abzu­bau­en. -> Kal­ter Krieg… und damit ver­las­sen wir den Bereich 2.WK. 😉

          Quel­le: BBC.
          Viel­leicht für man­chen kei­ne seriö­se Quel­le da Brit­tisch, aber zumin­dest seriö­ser als Face­book, Herr Insi­der, oder ? 😉

  4. Soviel ich weiß läuft das Gerichts­ver­fah­ren noch, oder?
    Und die Kin­der schei­nen mir in die­sem Kon­flikt von allen Sei­ten (neu­er Trä­ger und alter Trä­ger) miß­braucht zu wer­den. Für uns und den Wed­ding kann ich nur hof­fen, dass die­ser Hass und die­se Emo­tio­nen, die ich am Nach­mit­tag gese­hen habe, in denen Kin­der nur noch Werk­zeu­ge eines schmut­zi­gen Kamp­fes per­sön­li­cher Inter­es­sen sind, wie­der ein­ge­fan­gen wird. Die­ser Geschwis­ter­krieg muss von den Erwach­se­nen über­wun­den wer­den, da wün­sche ich mir, dass sich die bei­den Fron­ten die Hand reichen.

  5. Ich war ges­tern bei der Räu­mung dabei, bin eine Anwoh­ne­rin ‚und fand es sehr trau­rig … die Unter­la­gen sind alle Vor­han­den und ein­seh­bar , sie waren nur nicht recht­zei­tig ein­ge­reicht wor­den , der Vor­wurf der Unter­schla­gung von Gel­dern besteht also nicht . ich den­ke hier woll­te sich eine Stadt­rä­tin den ung­lieb­sam­men Trä­ger vom Hals schaf­fen. Frau Sabi­ne Smen­tek SPD ist doch hier die Dame die Steu­er­gel­der falsch ver­wen­det und nicht rich­tig abrech­net . Wie es der Trä­ger für meh­re Jah­re der SPD Poli­ti­ke­rin nach­ge­wie­sen hat.( Herr K gibt eine Zei­tung mit Ver­di her­aus wo er über die Miss­stän­de der Finan­zie­rungs­po­li­tik des Ber­li­ner Senats in der Jugend­ar­beit infor­miert) Dar­über hin­aus war Frau Smen­tek nicht ein­mal anwe­send bei der Räu­mung , aber Ver­ant­wor­tung für sein Han­deln über­neh­men ist in der SPD sagen wir mal ja nicht gra­de die stär­ke . Es war ein­fach trau­rig mit­an­zu­se­hen wie die Staats­macht klei­ne Kin­der zum wei­nen bringt und ein Mann der sich seit Jahr­zehn­ten für die Jugend­ar­beit enga­giert ein­fach eis­kalt Ent­eig­net wird. Ich den­ke es wird mit dem neu­en Trä­ger kei­ne Ver­bes­se­rung geben im Gegen­teil , denn die Grä­ben die da nun ent­stan­den sind für die Kin­der die Bin­dun­gen zer­stört „ ein­fach nur trau­rig , ich hof­fe das Frau Smen­tek für ihre kor­rup­te Poli­tik im Wahl­jahr die Abrech­nung bekommt 😉

  6. Weder im Bezirks­amt, noch im Jugend­hil­fe­aus­schuss hat jemand die Kom­pe­tenz von Herrn Küh­bau­er oder den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Wed­din­ger Kin­der­farm ange­zwei­felt. Man woll­te gemein­sam das Pro­jekt ret­ten und gab dem Trä­ger immer wie­der Auf­schub. Lei­der wur­de nicht ein­mal das Per­so­nel­le (!) Hilfs­an­ge­bot vom Trä­ger ange­nom­men. Die Reak­tio­nen des Trä­gers waren eher verstörend.
    Ande­re Trä­ger haben sich den Fall sehr genau ange­schaut und kamen zu dem Punkt, dass die­ses Vor­ge­hen nicht trag­bar ist. Da war die Poli­tik immer noch lösungsorientiert.
    Die Kon­se­quenz war eine letz­te Frist­set­zung, wor­auf die Kün­di­gung folg­te. Dage­gen hat­te der Trä­ger Rechts­mit­tel ein­ge­legt und vor Gericht ver­lo­ren. Lei­der sorg­te der Trä­ger nicht für eine ordent­li­che Übergabe.
    So nett ich Herrn Küh­bau­er fin­de, in die­sem Fal­le hät­te ich von einem Pro­fi erwar­tet, dass er die Kin­der her­aus­hält! Das macht mich sehr nachdenklich.

  7. Es bleibt wohl nur noch, dem neu­en Trä­ger viel Erfolg zu wün­schen und vor allem auch die Stär­ke und Kraft die Kämp­fe zwi­schen den Lagern zu besei­ti­gen – damit der Kin­der­bau­ern­hof ein Platz für alle bleibt.

  8. Der wich­tigs­te jour­na­lis­ti­sche Grund­satz „audia­tur et alte­ra pars“ (man höre auch die ande­re Sei­te) scheint dem Ber­li­ner Abend­blatt als auch dem Wed­ding­wei­ser in die­sem Fall völ­lig fremd zu sein. Das mag an dem Autor Ulf Tei­chert lie­gen, ist aber trotz alle­dem kei­ne Ent­schul­di­gung dafür, dass hier nahe­zu kei­ne Infor­ma­ti­on mit der Wirk­lich­keit über­ein­stimmt. Es geht in die­sem Kon­flikt nicht um eine nicht abge­ge­be­ne Tabel­le, son­dern um ein Bezirks­amt und ein Land Ber­lin, das seit 21 Jah­ren sei­nen gesetz­li­chen Pflich­ten gegen­über den Kin­dern, Jugend­li­chen und ihren Fami­li­en nicht nach­kom­men möch­te. Der „Kor­rup­ti­ons­ver­lust“ für die Berech­tig­ten hat in Ber­lin inzwi­schen eine Grö­ßen­ord­nung von min­des­tens 1.680.000.000 € erreicht. Aus­ge­rech­net einem der ent­schie­dens­ten Mahner/innen in die­ser Ange­le­gen­heit, dem Wed­din­ger Kin­der­farm e. V. , zu unter­stel­len, er wür­de mit öffent­li­chen Mit­teln nicht kor­rekt umge­hen, ist ein unter­ir­di­scher Wed­din­ger Trep­pen­witz. Der Ver­such der SPD durch ihre Stadt­rä­tin Sabi­ne Smen­tek, die­sen Mah­ner mit all ihr zur Ver­fü­gung ste­hen­den „Staats­ge­walt“ zu ent­eig­nen und zu besei­ti­gen, wird sich sicher­lich bald als Bume­rang erweisen.

  9. Herr Kuh­bau­er hat zwar einen Tätig­keits­be­richt nach­ge­reicht, aber lei­der nie eine kor­rek­te und vor allem voll­stän­di­ge Abrech­nung. Weder für 2013 noch 2014. Ande­re sozia­le Trä­ger müs­sen das doch auch machen und neh­men, wenn sie es denn mal nicht pünkt­lich schaf­fen, gern die Hil­fe des Bezirks (in die­sem Fall des Jugend­am­tes) an. Die aber hat Herr Kuh­bau­er aus wel­chen Grün­den, aber sehr stand­haft verweigert.

  10. Der Betrieb kann ja wei­ter­ge­führt wer­den (von den Betriebs­nach­fol­gern), mit den vor­han­de­nen Tie­ren. Oder will Herr Kühl­bau­er die Tie­re mit nach Hau­se neh­men? Wenn die Über­ga­be klappt, ist weder das Wohl der Kin­der, noch der Ehren­amt­li­chen oder der Tie­re gefährdet.

  11. Mein Kind ist dort Tier­pfle­ge­rin. Die Arbeit der Mit­ar­bei­ten­den ist gross­ar­tig und die Annah­me, man kann ein­fach Tie­re aus­tau­schen und alles so wei­ter­ma­chen wie bis­her ist schlicht­weg Augen­wi­sche­rei. Die Kin­der pfle­gen die­se Tie­re seit Jah­ren. Das sind Bezie­hun­gen, die man nicht ein­fach aus­tau­schen kann. Natür­lich kann man sagen, Kuhl­bau­er und co hät­ten ein­rei­chen müs­sen – haben sie dann auch. Es liegt alles vor. War­um steht das nir­gends? Die Unter­la­gen sind da. Ich habe von kei­nen Bean­stan­dun­gen gehört. Auch ich bin der Mei­nung, dass man trans­pa­rent dar­le­gen soll­te, wie man mit Steu­er­gel­dern umgeht. Aber es ist ein ech­ter Ber­li­ner Schild­bür­ger­streich, einer Orga­ni­sa­ti­on, die soviel Unter­stüt­zung erhält, dass sie sich ein gan­zes Jahr lang mit Ehren­amt und Kin­dern rüber­ret­ten kann. 

    Was ist mit den Kin­dern und den Ehren­amt­li­chen, die hier Tag für Tag Arbeit tun und in Allein­re­gie einen Bau­ern­hof auf­recht­erhal­ten! Das ist eine gross­ar­ti­ge Leis­tung. Sowas muss man erst mal schaf­fen. Frau Smen­tek, bit­te berück­sich­ti­gen sie das. Es geht hier um Kin­der und Tie­re, nicht um per­sön­li­che Any­mo­si­tä­ten zwi­schen ihnen und jemand, der ein­fach unge­müt­lich ist.

  12. Soweit ich das mit­be­kom­men haben waren Küh­blbau­er und Genos­sen zu sehr damit beschäf­tigt mit Anti­se­mi­ten wie KenFM, Reichs­bür­gern und ande­ren Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker Mon­tags immer “für den Frie­den” zu demons­trie­ne… da kann die Büch­füh­rung für die “BRD GmbH” schon­mal sin Hin­ter­tref­fen geraten.….

  13. Wenn – wie in dem Bericht geschrie­ben- ein neu­er Trä­ger das Pro­jekt ähn­lich fort­führt, scheint mir das aktu­el­le Han­deln rich­tig. Auch wenn man unter­stellt, dass es zu kei­nen “ech­ten” Ver­un­treu­un­gen kam, 170.000€ sind kein Pap­pen­stiel und auch der Steu­er­zah­ler hat das Recht auf einen Ver­wen­dungs­nach­weis für das Geld.

  14. Es ist der Buch­hal­ter schuld, weil der kei­ne Zeit hat­te. :/ Hät­te man auch anders regeln kön­nen. Schade. 🙁

  15. was sagen denn „Küh­bau­er und sei­ne Ver­eins­ge­nos­sen“ dazu, war­um sie kei­ne buch­füh­rung mehr haben?

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