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Wedding kurz & knapp

Der Regen und der legen­dä­re graue Him­mel über Ber­lin sind da. Zwi­schen­durch blitzt aber ab und zu noch etwas Blau her­vor und manch­mal sogar die Son­ne auf den Wed­ding run­ter. Doch genug zum Wet­ter­be­richt! Mor­gen begin­nen die Herbst­fe­ri­en und man­cher­orts im Wed­ding denkt man gera­de jetzt schon an den nächs­ten Früh­ling – oder an den Win­ter. Hier kom­men die sie­ben jah­res­zeit­li­chen Mel­dun­gen aus dem Wed­ding, die News aus der Nach­bar­schaft. Los geht es aber mit einer sehr trau­ri­gen Nachricht …

Wedding kurz & knapp

7 Tage, 7 Schlagzeilen

  1. Töd­li­cher Abbie­ge-Unfall in der Rei­ni­cken­dor­fer Straße
  2. Neue Kita auf dem Hochschul-Campus
  3. Beteiber:innen für Park­ca­fé Reh­ber­ge gesucht
  4. Ver­än­de­run­gen im Bezirks­amt nach der Wahl
  5. Abschied mit 3000 Blumenzwiebeln
  6. Ers­te Käl­te­hil­fe-Unter­künf­te geöffnet
  7. Was ist los in den Herbstferien?

Wedding kurz & knapp

Töd­li­cher Abbie­ge-Unfall in der Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße
Am Frei­tag (1.10.) kam es im Wed­ding zu einem Ver­kehrs­un­fall mit Todes­fol­ge. Dabei wur­de eine 29-Jäh­ri­ge Rad­fah­re­rin beim Abbie­gen von der Schön­wal­der Stra­ße in die Fenn­stra­ße von einem LkW über­rollt. Der ADFC Ber­lin e.V. und Chan­ging Cities e.V. stell­ten an der Unfall­stel­le ein Geis­ter­rad auf, hiel­ten eine Mahn­wa­che und orga­ni­sier­ten eine Fahr­rad­de­mo. Bei der Abschluss­kund­ge­bung wur­den For­de­run­gen nach ver­bes­ser­ten Maß­nah­men zur Ver­kehrs­si­cher­heit bekräf­tigt. Laut der Sta­tis­tik des ADFC ist es der ers­te töd­li­che Fahr­rad­un­fall im Wed­ding seit 2014. Damals starb ein Mann bei einem Unfall in der Mül­ler­stra­ße ind Höhe Afri­ka­ni­sche Stra­ße. In die­sem Jahr sind in ganz Ber­lin bereits neun Fahr­rad­fah­ren­de bei Ver­kehrs­un­fäl­len gestor­ben. Mehr zu dem Unfall steht im Wed­ding­wei­ser-Bei­trag Ein Geis­ter­rad an der Unfall-Kreu­zung.

Neue Kita auf dem Hoch­schul-Cam­pus
Nach zwei­ein­halb­jäh­ri­ger Bau­zeit wur­de nun die neue Kin­der­ta­ges­stät­te auf dem Cam­pus der Ber­li­ner Hoch­schu­le für Tech­nik in der Luxem­bur­ger Stra­ße offi­zi­ell eröff­net. Wie die Hoch­schu­le mit­teilt, bie­ten die drei unte­ren Eta­gen Platz für 130 Kin­der, in zwei wei­te­ren obe­ren Eta­gen erhält die Hoch­schu­le 52 neue Arbeits­plät­ze in Grup­pen­bü­ros. Die neue Kin­der­ta­ges­stät­te bie­tet haupt­säch­lich Plät­ze für die Kin­der von Stu­die­ren­den und Hoch­schul­be­schäf­tig­ten, aber auch Kin­der aus der Umge­bung kön­nen hier betreut wer­den. Betrei­ber ist das stu­die­ren­den­WERK BERLIN, das an ins­ge­samt sie­ben Hoch­schu­len Ber­lins Kin­der­ta­ges­stät­ten hat. Vor allem für Kin­der im Alters­be­reich ab 2,5 Jah­ren gebe es noch freie Plät­ze. Anfra­gen wer­den online ent­ge­gen genom­men.

Beteiber:innen für Park­ca­fé Reh­ber­ge gesucht
Das Bezirks­amt hat auf sei­ner Sit­zung am Diens­tag (28.9.) beschlos­sen, ein Inter­es­sens­be­kun­dungs­ver­fah­ren (IBV) für die künf­ti­ge Nut­zung des Park­ca­fés Reh­ber­ge zu star­ten. Laut Vor­la­ge soll das Gebäu­de für 30 Jah­re für einen sym­bo­li­schen Preis von 1 Euro ver­pach­tet wer­den. Gleich­zei­tig will das Bezirks­amt den erfolg­rei­chen Bewer­ber bei der Suche nach För­de­rung für die nöti­ge Sanie­rung des Gebäu­des unter­stüt­zen. Bewerber:innen müs­sen ein zwei­stu­fi­ges Ver­fah­ren durch­lau­fen. Im ers­ten Schritt muss bis zum 15. Dezem­ber das Inter­es­se an einer Bewer­bung bekun­det wer­den. Eine Jury aus Bezirks­amt, Bezirks­ver­ord­ne­ten und der Stadt­teil­ko­ord­nia­ti­on Park­vier­tel ent­schei­det anschlie­ßend, wer sich bewer­ben darf. Bis zum 1. April 2022 bleibt den aus­ge­wäl­ten Teilnehmer:innen dann Zeit, ihre Bewer­bungs­un­ter­la­gen ein­zu­rei­chen. Mehr zum IBV Park­ca­fé Reh­ber­ge gibt es auf der Sei­te des Bezirks­amts.

Ver­än­de­run­gen im Bezirks­amt nach der Wahl
Wäh­rend sich die Par­tei­en im Bezirk nach der Wahl noch sor­tie­ren, ist eines klar: Bezirks­stadt­rä­tin Sabi­ne Weiß­ler von den Grü­nen wird dem künf­ti­gen Bezirks­amt nicht ange­hö­ren. Sie geht in den Ruhe­stand. Das teil­te das Bezirks­amt am Frei­tag (1.10.) mit. Weiß­ler war zehn Jah­re lang Stadt­rä­tin. Zuletzt war sie zustän­dig für die Berei­che Wei­ter­bil­dung, Kul­tur, Umwelt, Natur, Stra­ßen und Grün­flä­chen. Das neue Bezirks­amt wird indes um eine Per­son auf­ge­stockt und damit sechs Per­so­nen umfas­sen. Grund dafür ist der Zukunfts­pakt Ver­wal­tung, der die Abtei­lungs­struk­tur in den Ber­li­ner Bezir­ken ver­ein­heit­licht. Nach dem aktu­el­len Wahl­er­geb­nis wer­den die Grü­nen drei Bezirks­amts­pos­ten erhal­ten – SPD, Lin­ke und CDU je einen. Die Grü­nen haben im Ver­gleich zur letz­ten Legis­la­tur einen Stadtrat/eine Stadt­rä­tin mehr und suchen bis zum 16. Okto­ber zwei Per­so­nen für die zu beset­zen­den Stel­len (Online-Stel­len­aus­schrei­bung).

Abschied mit 3000 Blu­men­zwie­beln
Das Pro­jekt „Brun­nen­gär­ten – Grün­räu­me nach­bar­schaft­lich stär­ken“ ver­an­b­schie­det sich mit einer Blu­men­zwie­bel-Steck­ak­ti­on. Am 25. Okto­ber sol­len zwi­schen 14 und 17 Uhr in den Bee­ten in der Swi­ne­mün­der Stra­ße 3000 Blu­men­zwie­beln gesteckt wer­den. Für die Akti­on wer­den noch Hel­fen­de gesucht, Treff­punkt ist am Mul­ti­shop Eisen­kral­le. Gar­ten­werk­zeug und Blu­men­zwie­beln wer­den gestellt, Gar­ten­hand­schu­he soll­ten bei Bedarf selbst mit­ge­bracht wer­den. Das vom Quar­tiers­ma­nage­ment Brun­nen­stra­ße geför­der­te Pro­jekt endet am 31. Okto­ber. Seit 2016 haben die Land­schafts­ar­chi­tek­ten des Büros „gruppeF“ Gar­ten­in­itia­ti­ven im Brun­nen­vier­tel unter­stützt und initi­iert. Mehr­fach hat es die Bru­Ga (Brun­nen­vier­tel Gar­ten­schau) gege­ben. Im Kiez wird der Stadt­teil­ver­ein Brun­nen­vier­tel e.V. Ansprech­part­ner für gärt­ne­ri­sche The­men blei­ben; auch der Gar­ten-News­let­ter soll fort­ge­führt wer­den. Inter­es­sen­ten kön­nen sich per E‑Mail mel­den: brunnengaerten@brunnenviertel.de.

Ers­te Käl­te­hil­fe-Unter­künf­te geöff­net
Am Frei­tag (1.10.) sind die ers­ten Ange­bo­te der Ber­li­ner Käl­te­hil­fe gestar­tet. Das teil­te die zustän­di­ge Senats­ver­wal­tung mit. Im Win­ter soll es dem­nach etwa 1.000 Not­über­nach­tungs­plät­ze für obdach­lo­se Men­schen und wei­te­re 24/7‑Unterkünfte geben. Anfang Okto­ber wur­den zunächst 500 Plät­ze zur Ver­fü­gung gestellt. In den kom­men­den Wochen soll die Kapa­zi­tät erhöht wer­den. Die Käl­te­hil­fe wird in Ber­lin bis zum 30. April 2022 aktiv sein. Tages­ak­tu­ell infor­miert die Koor­di­nie­rungs­stel­le der Ber­li­ner Käl­te­hil­fe über alle Ange­bo­te der Not­über­nach­tun­gen: www.kaeltehilfe-berlin.de.

Was ist los in den Herbst­fe­ri­en?
Die Kin­der- und Jugend­ein­rich­tun­gen im Wed­ding laden in den Herbst­fe­ri­en zu ver­schie­de­nen Aktio­nen und Ver­an­stal­tun­gen ein. So hat bei­spiels­wei­se die MiK Jugend­kunst­schu­le Mit­te in der Schön­wal­der Stra­ße vom 11. bis 24. Okto­ber ein umfang­rei­ches Vor- und Nach­mit­tags­pro­gramm mit zahl­rei­chen Work­shops zusam­men­ge­stellt. Geplant sind unter ande­re DJ-Kur­se, Thea­ter, Foto­gra­fie­kur­se, Aqua­rell­ma­le­rei, Comic­zeich­nen und Mode­de­sign. Mehr dazu gibt es auf der Web­sei­te der MiK. Auch das Fami­li­en­zen­trum Fabrik Oslo­er Stra­ße im Sol­di­ner Kiez hat zwei Kur­se im Ange­bot: einen „Zir­kus, Tanz und Spaß“-Workshop und eine Geschich­ten­werk­statt. Ter­mi­ne und Infos zur Anmel­dung gibt es online beim Fami­li­en­zen­trum.

Die nächs­ten „Wed­ding kurz & knapp“-Nachrichten erschei­nen am Sonn­tag, den 17. Oktober.

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

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