Wedding kurz & knapp

Neuigkeiten aus unseren Kiezen vom 12. bis 18. April 2021

Am kom­men­den Frei­tag ist es es aller­spä­tes­tens Zeit für ein Buch. Am 23. April ist näm­lich Welt­tag des Buches. An die­sem Tag wer­den – auch im Wed­ding – Bücher ver­schenkt. Auch eine Online-Lesung für Kin­der soll es geben (mehr im sepa­ra­ten Bei­trag). Doch das war nicht alles! Sie­ben Tage, sie­ben Mel­dun­gen aus dem Wed­ding: Hier kom­men die News aus der Nachbarschaft.

7 Tage, 7 Schlagzeilen

  1. Mie­ten­de­ckel gekippt, Pro­test bei Lärmdemo
  2. Frü­her Simit Evi, jetzt Café Old Style
  3. June Tomi­ak tritt nicht im Sol­di­ner Kiez an
  4. Pro­jekt­för­de­rung für bes­se­re Jobchancen
  5. Online-Talk zu Urban Gardening
  6. Homes­schoo­ling wegen Schim­mel an der Anna-Lindh-Grundschule
  7. Fort­bil­dung für Ehren­amt­li­che zum The­ma Fundraising

Wedding kurz & knapp

Mie­ten­de­ckel gekippt, Pro­test bei Lärm­demo
Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he hat das Ber­li­ner Mie­ten­de­ckel-Gesetz am Don­ners­tag (15.4.) für nich­tig erklärt. Nach Auf­fas­sung der Richter:innen liegt die Kom­pe­tenz für eine Gesetz­ge­bung zum Miet­recht allein beim Bund. Ber­lin hat­te dem­nach nicht das Recht, das Gesetz zu erlas­sen und Mie­ten in der Stadt ein­zu­frie­ren. Das Ber­li­ner Gesetz hat­te mehr als ein Jahr gegol­ten, wur­de aber gleich nach Inkraft­tre­ten juris­tisch infra­ge gestellt. Vie­le Mieter:innen müs­sen jetzt mit Nach­zah­lun­gen rech­nen. Noch am Don­ners­tag kamen in Kreuz­berg tau­sen­de Befürworter:innen des Mie­ten­de­ckels zu einer Demons­tra­ti­on zusam­men, zu der unter dem Hash­tag #lärm­demo in den sozia­len Medi­en auf­ge­ru­fen wor­de war. Die Teil­nah­men­den for­der­ten bezahl­ba­ren Wohn­raum, die Ent­eig­nung von gro­ßen Immo­bi­li­en­un­ter­neh­men und einen bun­des­wei­ten Mie­ten­de­ckel. Auch vie­le Initia­ti­ven aus dem Wed­ding waren bei der Demons­tra­ti­on dabei – mit Abstand und Masken.

Frü­her Simit Evi, jetzt Café Old Style
Das Simit-Evi-Café am Leo­pold­platz war in den ver­gan­ge­nen Woch­hen geschlos­sen. In den sozia­len Medi­en war bereit ver­mu­tet wor­den, das belieb­te tür­ki­sche Früh­stück­sca­fé sei ein Coro­na-Opfer. Am Sonn­tag (11.4.) wur­de offen­sicht­lich, dass das nicht stimmt. Das Café von Inha­be­rin Özlem Özmen-Eren eröff­ne­te reno­viert, unter dem neu­en Namen „Old Style“ und mit ver­än­der­tem Kon­zept neu. Statt Selbst­be­die­nung gibt es jetzt Ser­vice am Tisch, auf den Auf­stel­lern vor dem Café wird Piz­za in vie­len Vari­an­tio­nen ange­prie­sen. Der Bezirk weist auf Anfra­ge dar­auf hin, dass die Schil­ler­bi­blio­thek per­spek­ti­visch erwei­tert wer­den soll „auch unter Inan­spruch­nah­me die­ser Grund­stücks­flä­che“. Bis es soweit ist, kann im Café Old Style nun Kaf­fee und Espres­so getrun­ken und Piz­za bestellt werden.

June Tomi­ak tritt nicht im Sol­di­ner Kiez an
Die jüngs­te Abge­ord­ne­te der Stadt hat ihr Kiez­bü­ro zwar in der Sol­di­ner Stra­ße, kan­di­diert bei der Ber­lin­wahl im Sep­tem­ber aber in Mar­zahn-Hel­lers­dorf. June Tomi­ak (Grü­ne) tritt dort als Direkt­kan­di­da­tin an. Ursprüng­lich hat­te sie erneut in ihrem Hei­mat­wahl­kreis antre­ten wol­len (WEZ berich­te­te). Auf­grund von par­tei­in­ter­nen Abspra­chen rund um eine ver­geb­li­che Gegen­kan­di­da­tur eines wei­te­ren grü­nen Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten gegen Ste­phan von Das­sel ver­lor June Tomi­ak ihren Wahl­kreis noch vor der Wahl. Der neue Wahl­kreis in Mar­zahn-Hel­lers­dorf ist für die jun­ge Poli­ti­ke­rin wenig aus­sichts­reich. June Tomi­ak ist aber über die Lan­des­lis­te abge­si­chert und könn­te so trotz­dem Abge­ord­ne­te bleiben.

Pro­jekt­för­de­rung für bes­se­re Job­chan­cen
Bis zum 28. Mai läuft der Ideen­wett­be­werb für das Pro­gramm „Loka­les Sozia­les Kapi­tal“. Mit dem Pro­gramm wer­den Mikro­pro­jek­te geför­dert, die den sozia­len Zusam­men­halt stär­ken und neue Beschäf­ti­gungs­chan­cen für benach­tei­lig­te Grup­pen im Bezirk eröff­nen. Bewer­ben kön­nen sich Pro­jekt­trä­ger, die mit ihrem Vor­ha­ben einen Bezug zum Sozi­al­raum Mit­te her­stel­len. Die nöti­gen Ant­trags­un­ter­la­gen gibt es online (www.bbwa-berlin.de). Anträ­ge kön­nen online oder auf dem Post­weg ein­ge­reicht wer­den. Infor­ma­tio­nen gibt es beim Bezirks­li­chen Bünd­nis für Wirt­schaft und Arbeit, tele­fo­nisch unter (030) 9 01 83 27 49 oder per E‑Mail unter marina.mantay@ba-mitte.berlin.de.

Online-Talk zu Urban Gar­de­ning
Das Bezirks­amt lädt am 20. April zu einer digi­ta­len Dis­kus­si­on zum The­ma Urban Gar­de­ning ein. Die Ver­an­stal­tung „Urban Gar­de­ning – Lokal gerech­te Lösun­gen für glo­ba­le Her­aus­for­de­run­gen?“ fin­det von 12 bis 16 Uhr und zusam­men mit den Bezir­ken Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf, Lich­ten­berg, Pan­kow und Tem­pel­hof-Schö­ne­berg sowie Con­nec­ti­ve Cities statt. Die Dis­kus­si­on wid­met sich der Fra­ge: Wie kann Urban Gar­de­ning als fes­ter Bestand­teil in der Stadt­ent­wick­lung zu einer kli­ma­ver­träg­li­chen und resi­li­en­ten glo­ba­len urba­nen Ent­wick­lung bei­tra­gen? Zum Gespräch sind auch Expert:innen ein­ge­la­den: Ste­fan Tidow (Staats­se­kre­tär für Umwelt und Kli­ma­schutz), Dr. Eli­sa­beth Mey­er-Rensch­hau­sen (FU Ber­lin), Bene­dikt Haer­lin (Zukunfts­stif­tung Land­wirt­schaft) und Paul Yebo­ah (Gha­na Per­ma­cul­tu­re Insti­tu­te). Im Anschluss soll eine in klei­ne­ren Grup­pen einen Aus­tausch zu guten Bei­spie­len ver­schie­de­nen Lösungs­an­sät­zen geben. Eine Anmel­dung ist auf der Sei­te von Con­nec­ti­ve Cities möglich. 

Homes­schoo­ling wegen Schim­mel an der Anna-Lindh-Grund­schu­le
Nicht Coro­na ist schuld dar­an, dass elf Klas­sen der Anna-Lindh-Grund­schu­le seit Mon­tag (12.4.) zu Hau­se blei­ben müs­sen. Obwohl das Bezirks­amt eine spe­zi­el­le Rei­ni­gung durch­füh­ren las­sen hat­te, war die Kon­zen­tra­ti­on von Schim­mel­spo­ren wei­ter­hin zu hoch. Dar­über berich­te­te der Tages­spie­gel-News­let­ter am Mitt­woch. Ein gan­zer Gebäu­de­teil und das Erd­ge­schoss eines zwei­ten Teils sei betrof­fen und nun für den Schul­be­trieb gesperrt. Betrof­fen sind nach Tages­spie­gel-Infor­ma­tio­nen min­des­tens 250 Schüler:innen; sie befin­den sich jetzt im Home­schoo­ling. Schon vor Wochen war der Schim­mel­be­fall der Schu­le bekannt gewor­den, erst­mals war in einem ande­ren Teil der Schu­le vor zehn Jah­ren Schim­mel ent­deckt worden.

Fort­bil­dung für Ehren­amt­li­che zum The­ma Fund­rai­sing
Die Frei­wil­li­genagen­tur Mit­te bie­tet im Früh­jahr wei­te­re kos­ten­freie Kur­se für ehren­amt­lich enga­gier­te Men­schen in Mit­te an. Die Fort­bil­dun­gen fin­den in Koope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le Mit­te statt. Der nächs­te digi­ta­le Kur­se beschäf­tigt sich am 30. April zwi­schen 17 und 20 Uhr mit dem Fund­rai­sing, der Beschaf­fung von finan­zi­el­len Mit­teln. Im Semi­nar gibt die Fund­rai­sing Mana­ge­rin Dr. Ste­pha­nie Neu­mann einen Über­blick über die Mög­lich­kei­ten des Fund­rai­sing. Eine Anmel­dung ist per E‑Mail unter info@freiwilligenagentur-mitte.de bis zum 23. April mög­lich. Über wei­te­re Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen weist die Frei­wil­li­genagen­tur Mit­te auf ihrer Web­sei­te hin. 

Die nächs­ten „Wed­ding kurz & knapp“-Nachrichten erschei­nen am Sonn­tag, den 25. April.

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

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