Vorschusslorbeeren für’s “Himmelbeet”

Das Him­mel­beet-Pro­jekt macht schon Schlag­zei­len, obwohl der Dach­gar­ten auf dem Park­deck des Schil­ler­park-Cen­ters in der Ungarn­stra­ße noch gar nicht existiert.

Die Him­mel­beet-Macher fei­er­ten bereits im Sep­tem­ber ein Ern­te­dank­fest, trotz­dem es noch gar kei­ne Ern­te gab. Im Okto­ber hat das Pro­jekt dann den mit 2000 Euro dotier­ten Deut­schen Natur­schutz­preis erhal­ten. Dabei spiel­ten die zahl­rei­chen Unter­stüt­zun­gen aus dem Inter­net eben­so eine Rol­le wie die ori­gi­nel­le Pro­jekt­idee und die erfor­der­li­che Krea­ti­vi­tät für die Projektumsetzung.

Das Him­mel­beet ist zwi­schen­zeit­lich als gemein­nüt­zi­ge Unter­neh­mer­ge­sell­schaft ein­ge­tra­gen und kann somit Zuwen­dungs­be­schei­ni­gun­gen (d.h. Spen­den­quit­tun­gen) erstel­len. Gene­rell ist das erst für Spen­den ab 200,01 € auf­wärts erfor­der­lich. Bis zu die­sem Betrag reicht dem Finanz­amt der Kon­to­aus­zug in Kom­bi­na­ti­on mit dem Frei­stel­lungs­be­scheid als Beleg.

“Die Pro­be­bee­te auf dem Dach wur­den in den letz­ten Wochen stark in Mit­lei­den­schaft gezo­gen und auch Gegen­stän­de gelang­ten im frei­en Fall auf die Ungarn­stra­ße”, tei­len die Initia­to­ren des Pro­jekts in ihrem neu­es­ten News­let­ter mit. Dafür sei aber nicht das Wet­ter ver­ant­wort­lich: Mut­wil­li­ger schei­nen Spaß dar­an gefun­den zu haben klei­ne Pflänz­chen aus den Bee­ten zu rup­fen, statt des­sen lee­re, zer­bro­che­ne Fla­schen zurück­zu­las­sen und Din­ge vom Dach zu wer­fen. “Es wird also zuneh­mend wich­tig, die Zugän­ge zum Dach zuzu­ma­chen, um zu ver­hin­dern, dass noch mehr kaputt geht”, sagen die Him­mel­beet-Macher. Schließ­lich sei­en auch die Ver­schlä­ge schon voll bepackt mit Mate­ri­al und noch mehr Pflanzen.

Ein Archi­tek­tur­bü­ro arbei­tet schon an der Ent­wurfs­pla­nung für das ambi­tio­nier­te Dach­gar­ten­pro­jekt. “Neben der bau­li­chen Pla­nung wer­den außer­dem mehr und mehr büro­kra­ti­sche Hür­den genom­men, Steu­er­rechts­fra­gen geklärt, dicke Buch­hal­tungs­bü­cher gewälzt und Ter­mi­ne bei aller­lei Ämtern absol­viert”, tei­len die Him­mel­beet­ler auf ihrer Web­site mit. Viel Arbeit ist also noch erfor­der­lich, damit nächs­tes Jahr dann wirk­lich mit dem Gärt­nern begon­nen wer­den kann. Drin­gend wer­den aller­dings noch 5000 Euro-Palet­ten gebraucht – das “Him­mel­beet” freut sich über jede Mate­ri­al­spen­de (recycling@himmelbeet.de).

Mehr über das Himmelbeet

 

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.