Wild im Wedding

Foto: JJ Harrsison / Wikimedia Commons

Echte Hasen trifft man in der Stadt kaum an, dafür aber Wildkaninchen. Diese harmlos wirkenden Nager legen weitverzweigte Höhlensysteme an, die die Statik von Straßen gefährden können – das kann auch Baumwurzeln zerstören. Sogar zu Mauerzeiten überwanden die hoppelnden Langohren den Todesstreifen mühelos. Welche weiteren wild lebenden Tiere leben mit uns gemeinsam, zum Teil mitten im Wedding? Und sollte man sie füttern?

5 Dinge, die man an einem Herbsttag im Wedding machen kann

Nadelbaum und HerbstlaubJetzt ist wieder die Zeit, in der man den braunen Blättern auf der Straße beim Tanzen zusehen kann. Früh vernebelt einem kein Kater, sondern der Morgendunst den Blick. In Parks und Gärten steht viel Arbeit an. Und gerade in der vermeintlichen Steinwüste des Wedding gibt es in dieser Zeit des Übergangs zum kalten Winter jede Menge zu erleben.

Tiere im Wedding: der wilde Wedding

IgelGanz früh, kurz nach Sonnenaufgang unterwegs ist er, vor meiner Haustür. Sein kratziges Haarkleid gibt ihm nicht viel Selbstsicherheit, ängstlich erstarrt der kleine Igel zu einer vermeintlich leblosen Stachelkugel, wenn sich ein Mensch nähert. In den Gärten hinter dem Haus wohnt er in einem Laubhaufen. Nachts jagt er Insekten.

Füchse im Sprengelkiez (C) Ware Schönheit
Füchse im Sprengelkiez (C) Ware Schönheit

Ein ganz anderes Kaliber Raubtier ist hingegen der Fuchs, sogar das am weitesten verbreitete auf der Erde. Nicht nur im vorstädtischen Reinickendorf – wo er das Wappentier ist – streunt er durch die Straßen. Auch im dicht besiedelten Wedding wohnen Füchse, am Humboldthain, in den Rehbergen, werden aber auch fernab großer Parks im Sprengelkiez gesichtet. “Die wichtigsten Gründe für das häufigere Auftreten des Fuchses sind das reichhaltige Nahrungsangebiot der Wegwerfgesellschaft, kein Jagddruck sowie ein gewisses Zutrauen zum Menschen“, erklärt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Häufung von Wildtieren in Berlin. Sie weist ebenfalls darauf hin, dass Füchse trotzdem scheu sind und Menschen nicht grundlos angreifen.