4 Tipps für regionale Lebensmittel

Sechs von zehn Befrag­ten legen beim Ein­kauf Wert dar­auf, dass die Lebens­mit­tel aus der Regi­on kom­men. Und der Han­del nutzt die­ses neu ent­stan­de­ne Bewusst­sein des Kun­den auch aus. Manch­mal fin­det das Nie­der­schlag im Ver­kauf von wirk­lich vor Ort pro­du­zier­ten Lebens­mit­teln. Oder es wird ein Regio­nal­sie­gel ver­ge­ben und die Preis­schil­der ent­hal­ten eine Kenn­zeich­nung des Her­kunfts­or­tes. Mit etwas mehr Auf­wand ist es jedoch mög­lich, gezielt tat­säch­lich in der Regi­on pro­du­zier­te Lebens­mit­tel zu kau­fen und manch­mal sogar den Pro­du­zen­ten selbst kennenzulernen.

Weddinger Wochenmärkte

Wochenmarkt Genter Str“Ham’ Se schon jehört?” Tja, auf einem Markt wer­den eben nicht nur Waren aus­ge­tauscht, son­dern auch Infor­ma­tio­nen. Beson­ders heu­te, in Zei­ten von Online­han­del und recht anony­men Super­märk­ten, ist ein Markt­be­such eine gute Mög­lich­keit, Pro­du­zen­ten und Händ­lern wie­der Auge in Auge gegen­über­zu­ste­hen, ein Gespräch zu füh­ren und Fra­gen zu den Pro­duk­ten zu stel­len. Ein­kau­fen hat so auch wie­der etwas mit Sozi­al­kon­tak­ten zu tun, und teu­rer ist ein Markt­ein­kauf auch nicht unbe­dingt. Seit dem Ver­schwin­den der alten Mül­ler­hal­le gibt es kei­nen über­dach­ten Markt mehr im Wed­ding. Somit ist der Markt­be­such eher etwas für Tage mit tro­cke­nem Wet­ter. Doch wo gibt es im Wed­ding Wochen­märk­te und an wel­chen Tagen? Hier ein Überblick…

Marktschwärmer: Gib deinem Bauern die Hand!

Obst Gemüse[Aktu­el­ler Bei­trag vom 2. Mai 2017: Bit­te, erklä­re mir Markt­schwär­mer] – Pro­duk­te aus der Regi­on gibt es jetzt direkt vom Erzeu­ger. Immer mehr Men­schen schät­zen fri­sche und gesun­de Lebens­mit­tel aus der Regi­on. Im Haus der Jugend und im Cast­le Pub fin­det in der Win­ter­zeit jeden Mitt­woch­abend ein Bau­ern­markt mit regio­na­len Pro­duk­ten aus Ber­lin und Bran­den­burg statt.

Der Kartoffelladen von Bauer Reppin: Direkt vom Hof in den Wedding

Bauer Reppin 2Wen die Wed­din­ger in ihr gro­ßes Herz geschlos­sen haben, den las­sen sie nicht so leicht wie­der zie­hen. Ein bekann­ter Markt­stand aus der alten Mül­ler­hal­le – wer erin­nert sich nicht an ihren rau­en Charme – ist durch den Abriss und Neu­bau der Markt­hal­le als Ein­kaufs­zen­trum hei­mat­los gewor­den. In der neu­en Mül­ler­hal­le sind kei­ne geeig­ne­ten Gewer­be­flä­chen für ein sol­ches Ange­bot vor­han­den. Anfangs hat der Bau­er Hei­ko Rep­pin aus der Alt­mark noch auf dem Bür­ger­steig vor der Mül­ler­hal­le Eier und Kar­tof­feln ver­kauft. Spä­ter gehör­te sein Gemü­se­stand vier Jah­re lang zum Inven­tar der schumm­ri­gen Ein­kaufs­höh­le, bis das legen­dä­re Gebäu­de im Jahr 2012 sei­ne Pfor­ten für immer schloss. Doch die Stamm­kun­den, über­wie­gend älte­re Kiez­be­woh­ner des nörd­li­chen Wed­ding, trau­er­ten „ihrem“ Bau­ern nach. Für sie muss es kein Bio­ge­mü­se sein, kein Wohl­fühlam­bi­en­te geben, kei­ne Treue­punkt­ak­ti­on für die Bin­dung sor­gen – sie wün­schen sich ein­fach nur die bewähr­te Qua­li­tät aus der Regi­on, ein freund­li­ches Gespräch mit der Ver­käu­fe­rin und ver­läss­li­che Preise.