Verschwundener Wedding

Verschwunden: das Stattbad
Adieu Statt­bad!

Frü­he­re Fabri­ken, in die neu­es Leben ein­zieht, alte Gebäu­de, die eine künst­le­ri­sche Nut­zung erfah­ren oder Brach­flä­chen, auf denen Gemein­schafts­gär­ten ent­ste­hen: Der Wed­ding ist voll von schö­nen Orten, die Geschich­te und Flair haben. Doch erstaun­lich viel ist erst in der Nach­kriegs­zeit oder in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit ver­schwun­den, rück­sichts­los abge­ris­sen und durch wesent­lich unin­ter­es­san­te­re Gebäu­de ersetzt. Da fragt man sich unwill­kür­lich: Hat das so kom­men müs­sen, war das wirk­lich nötig? Wir erzäh­len euch ein paar Geschich­ten – mit Trä­nen in den Augen.

Abschied von der Müllerhalle

Abrissbagger entsorgen die Müllerhalle
Abriss­bag­ger ent­sor­gen die Müllerhalle

Die Wed­din­ger Mül­ler­hal­le atmet ihre letz­ten Züge. Die 62 Jah­re alte tra­di­tio­nel­le Markt­hal­le des Wed­din­ger Nor­dens wird der­zeit abge­ris­sen. Vie­le Geschäfts­leu­te aus der Hal­le haben in der Umge­bung neue Läden gemie­tet – wie zum Bei­spiel Moni’s Fisch­ka­jü­te in der Mül­ler­stra­ße 114 oder “Alles für das Tier” in der Otawistraße.

In der Ber­li­ner Zei­tung wur­de noch ein­mal die beson­de­re Atmo­sphä­re die­ses dunk­len Ortes an der Mül­ler­stra­ße gewür­digt; auch die letz­ten Geschäfts­leu­te äußern sich noch einmal:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/ein-kleines-stueck-berlin-wedding-abschied-aus-der-muellerhalle,10809148,15241146.html

Mül­ler­hal­le ade, will­kom­men Kaufland!

Sogar die Süd­deut­sche Zei­tung wid­met die­ser Insti­tu­ti­on eine melan­cho­li­sche Foto­se­rie.

Im Okto­ber 2012 beginnt der Bau des zwei­stö­cki­gen Neu­baus, in den Kauf­land als Anker­mie­ter und eini­ge klei­ne­re Läden als Bei­ga­be ein­zie­hen sol­len. Schon im Sep­tem­ber 2013 könn­te die Eröff­nung des neu­en Ein­kaufs­zen­trums an der Stel­le der alten Markt­hal­le gefei­ert werden.