Schlagwörter: Lebensgefühl

Nicht gekommen, um zu bleiben – eigentlich…

Der Wedding ist nur Provisorium, eine Durchgangsstation auf meinem unaufhaltsamen Weg in die hippen Kieze Berlins. Das erzähle ich meinen Kumpels. In Kreuzberg, Mitte und Friedrichshain waren nur leider die Wohnungen zu mies oder zu teuer. Also: zog ich in den Wedding. Und im ersten Monat nach meinem Umzug von München hierher, in die Turiner Straße, füttert er mich tatsächlich mit reichlich Argumenten für eine baldige Flucht.

Weiterlesen

Das erste Jahr im Wedding

Unsere Autorin ist von Hamburg nach Berlin gezogen. Die Wahl der Wohnlage fiel auf den Wedding. Nach einem Jahr zieht sie eine Bilanz….

Oudenarder StrDie Wohnung liegt nicht in Prenzlberg, Kreuzberg oder Mitte, sondern im Wedding. Und das auch nicht im bereits gut durchgentrifizierten Sprengelkiez oder irgendwie dicht genug dran an Mitte oder Prenzlberg, dass die Hipster es noch akzeptabel finden (ein Kollege wollte sich neulich ernsthaft lieber in Mitte treffen, den Wedding möge er nicht so).

Weiterlesen

Warum wohnst Du im Wedding?

Vor Jahren noch war der Wedding einer derjenigen Kieze, die von der Mehrheit der Berliner und Wahlberliner als Wohnort abgelehnt wurde, mit dem schlichten wie pauschalen Argument, der Wedding sei ein sozialer Brennpunkt und schon allein deshalb unattraktiv. Trifft man Ur-Weddinger, die nun in anderen Stadtteilen Berlins leben, hört man zumeist ähnliche Aussagen. Manch einer schämt sich noch heute für den ehemaligen Arbeiterkiez. Und warum leben nun wir hier, die meisten von uns sicherlich sogar Wahlberliner? Das haben die Leserumfragen des Weddingweisers herauszufinden versucht. Ein Überblick über die nicht als repräsentativ zu verstehenden Ergebnisse seit Frühjahr 2012 und ein paar subjektive Wahrnehmungen… Weiterlesen

Wedding: Berlin in Aspik?

Transvaalstraße - Foto (c) Sulamith Sallmann
Transvaalstraße – Foto (c) Sulamith Sallmann

Eigentlich darf man es ja niemandem verraten, und wir Eingeweihten wissen es ja sowieso: der Wedding ist das letzte Stück authentisches Berlin, und das sogar noch fast flächendeckend. Mit Shishas, aber ohne Schick; mit Dreckspatzen, aber ohne Eierspätzle; mit Rollator, aber ohne Rollkoffer. Das gute alte Berlin, wie es noch bis Ende der 90er in vielen anderen Teilen der Innenstadt normal war. Hier hat sich, im Schatten der Schicki-Micki-Nachbarn wie Mitte und Prenzlauer Berg oder als südliche Erweiterung des kleinbürgerlichen Reinickendorf noch das alte Westberliner Lebensgefühl erhalten –  sozusagen Berlin in Aspik. Im Wedding lebt sich’s entspannter als in hochgejazzten anderen Trendbezirken, und das, obwohl die Medien schon seit Jahren s0chreiben, der Wedding sei nun wirklich im Kommen. Wirklich zu spüren bekommt man das nur an ganz wenigen Stellen; das Gesamtbild gerät durch solche Ausschläge nach oben jedenfalls nicht ins Wanken.

Martin-Thomas Haase schreibt in der Wochenzeitung Freitag über einen Spaziergang von Mitte in den Wedding: „Gelassen, unverändert, unberührt von all dem eitlen Geprotze und Geprunke, aus dem man gerade kommt. Wedding: schmutzig, besoffen nölend, asozial herzlich – und vor allem: ehrlich.“

Unsere letzte Umfrage zeigt jedoch, dass die ständigen Bewohner und Kenner des Wedding ziemlich genervt sein können vom vielen Dreck auf unseren Straßen. Aber vielleicht leben wir ja im Paradies, und wissen es nur nicht?

Neue Umfrage: Welche Eigenschaften treffen auf den Wedding am besten zu?

In der neuesten Umfrage können die Weddinger ihrem Ortsteil selbst ein paar dieser Etiketten verpassen: welche Attribute passen am besten zum Wedding? Bis zu drei Antworten sind möglich. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!