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KapwegLetztes Jahr berichteten wir noch über ein mögliches (Diesel)Fahrverbot im Kapweg, nun scheint es, als rudere die Berliner Verwaltung hier wieder zurück. „Am Kapweg in Reinickendorf und an der Leonorenstraße in Steglitz setzte sich die Verwaltung dagegen zugunsten der Autofahrer über das Urteil hinweg.“ (Morgenpost). 15 andere Strecken sollen dagegen planmäßig ab dem 1. Juli gesperrt werden, sowie in 85 Straßen Tempo 30 eingeführt werden, darunter ist auch die Luxemburger Straße im Wedding.

Kapweg-Sperrung: Weniger Autos wären gut für alle

Kapweg
Kapweg

Meinung Nun ist es raus. Berlin muss bis Mitte nächsten Jahres Straßen für Euro 1-5-Diesel sperren. Bei der Umsetzung könnte es hapern. Prominentes Beispiel am nördlichen Rand des Wedding: Der Kapweg. 250 Meter lang, Ausfahrt eines Baumarkts, einer Tankstelle und einer Waschanlage. Dank Kapweg spart man sich die 450 Meter Umweg durch Reinickendorf. Genau diese kurze Straße soll nun gesperrt werden, die BVG wird sich freuen, werden doch die Busse an der Ecke Scharnweberstraße nun noch mehr im Stau stehen. Dafür kann man länger Flugzeugen beim Landen zusehen. Hat ja auch was.  Unser Autor fragt sich, wie sich das Problem mit den Fahrverboten lösen ließe.

Kutschi: Einflugschneise in den nördlichen Wedding

Dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt liegt zwar nicht im Wedding, aber so dermaßen haarscharf an der Bezirksgrenze, dass auch viele Weddinger dort umsteigen, einkaufen oder essen gehen. Klar, dass wir vom Weddingweiser den Kurt-Schumacher-Platz in Reinickendorf nicht ignorieren können. Seit jeher verkürzen die Berliner seinen sperrigen Namen zu Kutschi. Klingt ein bisschen schnoddrig und ein wenig lieblos. Aber es sagt bereits alles darüber, wie dieser Platz wahrgenommen wird.

Kolumne: Richtig gedübelt

Was ist bloß los mit den Frauen in Wedding? Sie organisieren Kulturfestivals, gründen Second-Hand-Läden oder schicke Bars und machen Politik. Viele von ihnen ziehen noch das eine oder andere Kind groß, gehen nebenher arbeiten oder studieren. Die Frauen in Wedding können offensichtlich alles, aber „Bauhaus“ befürchtet: sie können keine Bohrmaschine halten, keinen Nagel in die Wand schlagen, kein Regal zusammenbauen… Wie anders ist zu erklären, dass der Baumarkt am Kapweg einen Tag vorm Weltfrauentag ausschließlich Frauen zu Heimwerker-Workshops namens „Women’s Night“ einlud. Das ist mal eine Firma, die die Defizite der gemeinen Weddingerin erkannt hat und etwas dagegen unternimmt. Ganz selbstlos – selbstverständlich!

Autor: Ulf Teichert

Die Kolumne erscheint ebenfalls jeden Samstag im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.