GESCHLOSSEN “Gil’s Suppen-Treff”: Orange wie eine Tomatensuppe

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Es gibt Leu­te, die immer ein Haar in der Sup­pe fin­den. Im „Sup­pen-Treff“ könn­te das aber schwie­rig wer­den. Eine Zitro­nen­gras-Cur­ry­sup­pe mit Kokos­milch oder eine Ägyp­ti­sche Kicher­erb­sen­sup­pe gefäl­lig? Der Inha­be­rin Gül Pilic fällt immer etwas Neu­es ein!

Die große Theke im Suppentreff
Die gro­ße The­ke im Suppentreff

„Für mich ist oran­ge die rich­ti­ge Far­be für eine Sup­pen-Bar“, sagt die 38-jäh­ri­ge Gül Pilic. Vor einem Jahr hat sie an der Mül­ler­stra­ßeden Sprung in die Selbst­stän­dig­keit gewagt. Nach vie­len Jah­ren im Erzie­her­be­ruf hat­te Sie Lust, etwas ganz Neu­es aus­zu­pro­bie­ren. Ange­fan­gen hat sie mit einem klei­nen Laden in dem Eck­haus, das zur „Mül­ler­hal­le“ gehört. Dort hat sich zuvor schon jah­re­lang ein Sup­pen­im­biss befun­den. Die Inha­be­rin ver­such­te am bewähr­ten Stand­ort jedoch ein neu­es Kon­zept: „Wir set­zen auf aus­schließ­lich haus­ge­mach­te Sup­pen“, erklärt Gül Pilic, die vor den Augen der Kun­den alles frisch zube­rei­tet. Der Name „Sup­pen-Treff“ täuscht über die Tat­sa­che hin­weg, dass es auch selbst geba­cke­nen Kuchen und vor Ort ver­ar­bei­te­ten Milch­reis und Pud­ding gibt.

Ohne Konservierungsstoffe, ohne Bindemittel…

Der große Gastraum
Der gro­ße Gastraum

Nach einem Jahr wag­te die Gas­tro­no­min den Wech­sel an einen neu­en Stand­ort; schräg gegen­über, an der Mül­ler­stra­ße 49, bie­tet der neue “Sup­pen-Treff” mehr Platz für das gelun­ge­ne Konzept.Die drei wöchent­lich wech­seln­den Sup­pen, von denen immer zwei Sup­pen vege­ta­risch sind, kann man in einem geschmack­vol­len, moder­nen Ambi­en­te in war­men Oran­ge­tö­nen genie­ßen. „Wir haben alles vom Boden bis zur Decke neu ein­ge­rich­tet und gema­lert“, sagt Gül Pilic. Der Stand­ort an der obe­ren Mül­ler­stra­ße erfor­dert Zuge­ständ­nis­se an das dort vor­han­de­ne gemisch­te Publi­kum. So hat die Gas­tro­no­min davon abge­se­hen, nur Bio-Pro­duk­te zu verwenden.„Uns ist wich­tig, dass die Wed­din­ger Kun­den unse­re Prei­se auch bezah­len kön­nen“, sagt Gül Pilic. Zu den haus­ge­mach­ten Sup­pen für drei Euro gibt es auch ein beson­ders schmack­haf­tes Krus­ten­brot ohne Kon­ser­vie­rungs­stof­fe. Noch lie­gen vie­le auf­ge­schla­ge­ne Koch­bü­cher auf dem Tre­sen. Bald schon dürf­ten sich aber die bes­ten und belieb­tes­ten Sup­pen her­aus kris­tal­li­siert haben. Dann wird die Pro­dukt­pa­let­te viel­leicht noch erwei­tert: „Da ich Ara­mäe­rin bin, habe ich natür­lich noch ein paar Rezep­te aus mei­ner Hei­mat in pet­to“, sagt Gül Pilic augen­zwin­kernd. Sie scheint ihre Sache nicht schlecht zu machen, denn der Sup­pen-Treff wur­de von einem Radio­sen­der auf den sechs­ten Platz aller Ber­li­ner Sup­pen-Bars gewählt. “Ein Geheim­re­zept habe ich nicht”, sagt die sym­pa­thi­sche Gas­tro­no­min, “ich koche, so wie ich rede: frei Schnau­ze!” Haupt­sa­che, es schmeckt.

Und wer ger­ne ein­mal in den hüb­schen Räum­lich­kei­ten fei­ern will – Gül Pilic macht auch Ange­bo­te für die Aus­rich­tung von Fei­ern. Natür­lich gibt es dann vor allem Sup­pen und Ein­töp­fe, aber auch süße Nachspeisen.


Sup­pen-Treff Mül­ler­stra­ße 49 b, 

Tel. 030 31 16 45 69

01577 703 92 93

Öff­nungs­zei­ten Mo-Fr 10.00 bis 16.00 Uhr

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

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