Schau nicht weg! Zeig Zivilcourage – Aktion auf dem Leo

17.09.2019 Unter dem Motto „It’s cool to be kind“ findet am Donnerstag zum dritten Mal in Berlin der bundesweit begangene Tag der Zivilcourage statt. Vor neun Jahren richtete in Bremen der Verein „Tu was! Zeig Zivilcourage“ erstmals am 19. September den Tag der Zivilcourage aus. Inzwischen finden zu diesem Aktionstag in ganz Deutschland Veranstaltungen statt, im Wedding können sich die Besucher am Leopoldplatz auf ein Bühnenprogramm freuen.

Grenzen setzen gegen Diskriminierung

Ein tolerantes und friedliches Miteinander in demokratischen Verhältnissen und die Achtung von Menschenwürde und Menschenrechten gibt es nicht umsonst. Dafür braucht es die Tugend der Zivilcourage. Toleranz, Demokratie und Frieden sind nicht selbstverständlich, vielmehr müssen wir alle etwas dafür tun. Jede und jeder ist gefordert, hinzusehen und deutlich Grenzen zu setzen, wenn Menschen diskriminiert, gemobbt und in ihrer Menschenwürde verletzt werden, ob im Alltag, am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft.

Ein interkulturelles Fußballturnier, Foto: NARUD

Aber Zivilcourage braucht Mut, dem Hass entgegenzutreten und sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Sexismus, Sozialchauvinismus, Gewalt und Gleichgültigkeit zu stellen. Zivilcourage muss eingeübt werden, um zu einer selbstverständlichen Haltung, einem gelebten Ethos zu werden. Sie braucht gesellschaftliches Engagement, um Schutzrechte zu stärken und Menschen die Angst zu nehmen. Sie braucht die Förderung von Empathiefähigkeit, Herzensbildung und Mitgefühl für andere, um sich für Benachteiligte einzusetzen und Menschen in Not zu helfen.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Der Tag der Zivilcourage will Mut machen und Handlungsideen mitgeben, um Zivilcourage zeigen zu können. Dafür wird es ein vielseitiges Mitmachangebot für Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie Erwachsene geben. An vielen Infoständen besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Akteuren des couragierten zivilgesellschaftlichen Engagements auszutauschen und zu vernetzen. Eine Vielzahl von Berliner Musikerinnen und Musikern  wird auf der Bühne für die musikalische Rückenstärkung sorgen.

Bühnenprogramm am 19.09.19 mit Musik, Clowns und Interviews 14:00 – 21:00 Uhr

17:45 Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung

20:30 Matondo (Rap/HipHop)

Organisiert vom NARUD e.V.


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