Rathausumfeld: Bäume müssen weichen

In Kürze beginnen die Sägen zu kreischen. Direkt vorm Rathaus in der Müllerstraße. An die Rinde geht‘s insgesamt 14 Bäumen, darunter zwei Vogelbeeren, einem japanischen Schnurbaum, einer Robinie sowie einem Ahorn in der Genter Straße.

Rathaus saniertDazu heißt es aus dem Bezirksamt: „Für die Neugestaltung der Freiflächen ,Rathausumfeld Wedding‘ ist es erforderlich, einige Bäume zu fällen und Strauchwerk zu roden. Es handelt sich hierbei nach der Berliner Baumschutzverordnung um nicht geschützte Bäume. Die Arbeiten werden von einer Fachfirma mit entsprechend ausgebildetem Personal ausgeführt. Im Rahmen der Neugestaltung des Rathausumfeldes ist die Neupflanzung zahlreicher Bäume als Ersatzpflanzung vorgesehen.“ Dies zur Beruhigung von Naturschützern, die auch aus den Erfahrungen zum Beispiel im Kleinen Tiergarten/Ottopark gelernt haben, gegenüber angekündigten Baumfällungen zu Recht misstrauisch zu sein, weil da schon mal das eine oder andere Gehölz mit über die Klinge gesprungen ist, das eigentlich dafür nicht vorgesehen war.

Neue Konturen bald sichtbar

Wer dieser Tage aufmerksam über den Rathausvorplatz geschlendert ist, hat mit Sicherheit gemerkt, dass es mit den Arbeiten an den Gebäuden vorangeht. Der Rathausturm, der in Zukunft das JobCenter beherbergen soll, präsentiert sich in leuchtendem Weiß, jetzt soll der 2. Bauabschnitt mit dem aufgeständerten ehemaligen BVV-Saal in Angriff genommen werden. Im Zuge dessen wird dann wohl auch der gläserne Verbindungsgang zwischen Turm und altem Rathaus der Abrissbirne zum Opfer fallen. Damit wird eines der zentralen Anliegen der Platzumgestaltung in Angriff genommen, eine stringentere Anbindung der Beuth-Hochschule an die Müllerstraße zu schaffen. Ebenfalls gut voran geht es mit dem Neubau der Schillerbibliothek. Auch Dank der relativ baufreundlichen Witterung in den zurückliegenden Wochen wurde dort kräftig weiter gewerkelt. Erste Fenster sind eingesetzt, der Innenausbau schreitet zügig voran. Gut möglich, dass noch in diesem Jahr die neuen Konturen des alten Platzes sichtbar werden.

Autor: Manfred Wolf, Berliner Abendblatt

Dieser Artikel wurde uns von unserem Kooperationspartner Berliner Abendblatt zur Verfügung gestellt.


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