Prime Time Theater talkt übers Vater- und Mannsein

„3 DILFs – 1 The­ma“ am 5. März live auf You­Tube: Wei­ter­hin kein Thea­ter durch den Coro­na-Lock­down? Mit dem Prime Time Thea­ter ist das gar kein Pro­blem! Nach den vor­he­ri­gen, erfolg­rei­chen Online-Pro­jek­ten des Teams kommt am 5. März ein neu­es For­mat: „3 DILFs – 1 The­ma“. Drei Väter quat­schen, als wären sie ganz unter sich, live aus der ufaFa­brik über das Vater‑, Mann- und Künst­ler­sein in Zei­ten von Coro­na. Das gan­ze Spek­ta­kel mit dem „Prime Time“ ‑Inten­dan­ten Oli­ver Tau­to­rat und den Schau­spie­lern Armin Sen­gen­ber­ger und Robert F. Mar­tin gibt es um 20.15 Uhr – natür­lich wie immer zur Prime Time – auf dem You­Tube-Chan­nel des Thea­ters. Beim Inter­view mit Tau­to­rat zum anste­hen­den Event lie­ßen sich ihm schon die einen oder ande­ren Ein­drü­cke entlocken.

Oli­ver Tau­to­rat, Armin Sen­gen­ber­ger und Robert F. Mar­tin. © Car­lo Fer­nan­des / Prime Time Theater

Herr Tau­to­rat, Sie als „Prime Time“ ‑Grün­der haben immer krea­ti­ve und außer­ge­wöhn­li­che Ein­fäl­le – doch wie kam es zu der Idee mit dem Online-Event und des­sen Titel?

Die Idee stammt tat­säch­lich von mir: Ich woll­te end­lich mal unser ers­tes „pro­fes­sio­nel­les“ Live-Event mit einer rich­ti­gen Stu­dio-Atmo­sphä­re ansto­ßen. Ursprüng­lich soll­te es „3 Väter – 1 The­ma“ hei­ßen, doch den Titel fand ich irgend­wie unat­trak­tiv. War­um lang­wei­lig, wenn es auch flot­ter geht: „3 DILFs – 1 The­ma“ … ein pro­vo­ka­ti­ver, humor­vol­ler Titel scha­det nie. Man soll­te ihn natür­lich mit einem Augen­zwin­kern betrach­ten – schließ­lich neh­men wir uns damit auch selbst auf die Schippe.

Sie sind drei Väter – momen­tan sogar mehr oder weni­ger Voll­zeit­vä­ter. Wel­che Gesprächs­the­men erge­ben sich so unter Män­nern? Und was zeich­net Sie als „DILFs“ aus?

Es ist ein­fach wit­zig, was sich unter uns Ker­len so für Gesprä­che erge­ben, wenn man sei­nen Gedan­ken frei­en Lauf lässt. Haupt­säch­lich wird es um das Fami­li­en­le­ben zu Coro­na-Zei­ten, unse­re Kin­der, das Home­schoo­ling und die damit ver­bun­de­nen Schwie­rig­kei­ten gehen, so wie der­zeit auch in unse­ren Pri­vat­ge­sprä­chen. Robert hat eine Toch­ter, Armin hat drei Kin­der, ich selbst habe zwei, da ergibt sich schon eini­ges an Gesprächs­stoff. Um uns auch äußer­lich in unse­rer vol­len Pracht zu prä­sen­tie­ren, wer­den wir „DILFs“ uns sogar mal wie­der rich­tig in Scha­le werfen.

Was sind Ihrer Mei­nung nach die Vor- und Nach­tei­le des neu­es For­mats – beson­ders zu die­sen Zeiten?

Mein, und somit auch unser, Ziel ist es den Gäs­ten mal wie­der ein Gefühl von Struk­tur und Ver­bind­lich­keit zu geben. Die Show geht zu einem fest­ge­leg­ten Zeit­punkt live, sie kann nicht indi­vi­du­ell ange­schaut wer­den – so ist es fast wie ein rich­ti­ger Thea­ter­ter­min. Unse­re Gäs­te kön­nen qua­si „zu uns kom­men“. Außer­dem kann ich als lang­jäh­ri­ger Schau­spie­ler für mich und mei­ne Kol­le­gen spre­chen und sagen, dass wir unse­re Fans lie­ben und brau­chen. Somit sind Online-Zuschau­er natür­lich bes­ser und moti­vie­ren­der als gar kein direk­tes Publi­kum. Es ist fast wie ein ers­ter rich­ti­ger Auf­tritt nach über einem hal­ben Jahr. Ich freue mich schon wahnsinnig!

Wie genau wird das Event ablau­fen, oder ist das alles voll­kom­men spon­tan? Gibt es eine bestimm­te Art, wie Sie sich auf Ihren Auf­tritt vorbereiten?

„Geplant“ ist der fal­sche Begriff – denn geplant ist nur, dass alle Gäs­te um 20.15 Uhr ihren Bild­schirm ein­schal­ten und unse­re Show live auf You­Tube ver­fol­gen kön­nen. Sie kön­nen sich sozu­sa­gen einen Thea­ter­abend im Eigen­heim machen und uns drei „DILFs“ bei unse­rer Män­ner­run­de beglei­ten. Einen rich­ti­gen Mode­ra­tor oder ähn­li­ches gibt es nicht, es soll ja authen­tisch und spon­tan blei­ben. Daher berei­ten wir uns auch nicht groß dar­auf vor. Wir haben eine Whats­App-Grup­pe, in der wir uns über mög­li­che The­men für den Abend aus­tau­schen und brain­stor­men – das war´s aber auch schon. Es ist uns wich­tig, dass die Show so spon­tan und ehr­lich wie mög­lich wird. Wir wol­len uns als „nor­ma­le Men­schen“ zei­gen und nicht in unse­re Schau­spiel­rol­len schlüpfen.

Wo genau sehen Sie ansons­ten Unter­schie­de zum nor­ma­len Thea­ter, und gibt es schon Plä­ne für wei­te­re außer­ge­wöhn­li­che Shows?

Eine sol­che Online-Vor­stel­lung kann man natür­lich kei­nes­wegs mit einer rich­ti­gen Thea­ter­auf­füh­rung ver­glei­chen. Klar, hat alles sei­ne Vor- und Nach­tei­le, aber das Gefühl auf der Büh­ne – direkt vor dem Publi­kum zu ste­hen – ist ein­fach unschlag­bar. Allein die Atmo­sphä­re im Thea­ter ist eine ganz ande­re, es gibt qua­si kei­ne Distanz zwi­schen Schau­spie­ler und Publi­kum. Im Ver­gleich zu unse­rem Pod­cast „Ein­mal Talk mit Alles“ wie­der­um ist die Live-Show aber zum Bei­spiel inti­mer und direk­ter. Auch in Zukunft wird es sicher­lich wei­te­rer Online-Ver­an­stal­tun­gen geben. Wir arbei­ten wei­ter und schaf­fen es, unse­re Krea­ti­vi­tät und unse­ren Humor zu behal­ten und unse­re Freu­de beim Spie­len weiterzugeben.

Vie­len lie­ben Dank für das Interview!

Die Fra­gen stell­te Anna­le­na Punger.

5. März, 20.15, You­tube-Kanal

Gastautor

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