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Bio bezahlbar und gut:
Lari’s Bio Bowl: Leckeres Fast-Food für den Wedding

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Bio-Fast-Food, ein­fach und bezahl­bar – für die­ses Kon­zept ste­hen Lari und Mar­co mit ihrem neu­en Imbiss an der obe­ren Mül­ler­stra­ße. Nicht nur das Essen über­zeugt, son­dern auch das Low-Waste-Konzept.

„Die Leu­te kom­men mit Freu­de her­ein und gehen eben­so freu­dig wie­der hin­aus“, sagt Lari. Denn end­lich gebe es im Wed­ding eine gesun­de Alter­na­ti­ve zu Döner & Co. Auch ihr selbst hat gesun­des Essen, wenn man unter­wegs ist, immer gefehlt. Die 38-Jäh­ri­ge erläu­tert das Kon­zept für eine neue, bezahl­ba­re Bio-Küche: Im Ange­bot sind vier 100 % pflanz­li­che Bowls, dazu gibt es selbst­ge­mach­te Smoot­hies und Tee. Brot und Kaf­fee sucht man im Laden ver­ge­bens, das gibt’s im Café neben­an. Der hel­le und mit viel Holz ein­ge­rich­te­te Laden, in dem sich frü­her ein­mal Moni’s Fisch­ka­jü­te befun­den hat, besitzt eine rie­si­ge The­ke, in der die Zuta­ten für die Bowls sowie die Salat-Top­pings auf­ge­reiht sind. Gleich zwei Bowls ent­hal­ten Faso­lia (Bas­ma­ti­reis mit wei­ßen Boh­nen) – und dar­in klin­gen Laris Wur­zeln im kur­di­schen Nor­den des Irak an. „Die dor­ti­ge Küche hat die Bowls inspi­riert, eben­so wie die Tee­kul­tur die­ser Regi­on“, sagt die gelern­te Ein­zel­han­dels­kauf­frau, die bereits mit acht Jah­ren mit dem Kochen begon­nen hat.

Ihr Part­ner, der 39-jäh­ri­ge Mar­co, ist für die Smoot­hies zustän­dig. Wie alles ande­re bestehen die­se mög­lichst aus regio­na­len und sai­so­na­len Bio­früch­ten. Als Betriebs­wirt ist er auch für das Finan­zi­el­le ver­ant­wort­lich. „Wir haben das genau durch­ge­rech­net“, erklärt der Wed­din­ger. Lari’s Bio Bowl ist ein Imbiss und kein Restau­rant, daher gibt es kei­ne Tische, son­dern nur eine The­ke mit Hockern. Vor dem Laden gibt es jedoch Sitzgelegenheiten.

Von ihrem Bio-Fast-Food-Kon­zept sind Lari und Mar­co jeden­falls über­zeugt. Schon in Moa­bit haben sie 2019 einen ähn­li­chen Laden aus­pro­biert, doch jetzt woll­ten sie das Prin­zip auch auf eine grö­ße­re Ein­kaufs­stra­ße wie die Mül­ler­stra­ße über­tra­gen. Für ihre Sys­tem­gas­tro­no­mie haben sie moder­ne Groß­kü­chen­ge­rä­te ange­schafft, die sich die Rezep­te „mer­ken“ und damit auch von ande­ren Per­so­nen bedient wer­den können.

Beson­ders wich­tig ist den bei­den Betrei­bern die Nach­hal­tig­keit: „Wir haben ein Pfand­glas-Sys­tem ent­wi­ckelt, mit zwei Grö­ßen, 550 und 795 ml“, erzählt Mar­co. Die nach dem Bio­Se­al-Sys­tem ver­schlos­se­nen Mar­ken­glä­ser made in Ger­ma­ny sind mit zwei Euro bepfan­det. Es wird auch an ande­ren Stel­len dar­auf geach­tet, dass wenig Müll anfällt. Und ein E‑Bike für einen eige­nen Lie­fer­ser­vice ist auch schon ange­schafft, obwohl die­ser zunächst nur für Fir­men­kun­den gedacht ist.

Es lohnt sich, die Bowls aus­zu­pro­bie­ren – und eine Tas­se vom Grü­nen, Schwar­zen oder Kräu­ter­tee dazu zu genie­ßen. Die Tas­se darf man sich gern auch kos­ten­los wie­der­auf­fül­len. Bleibt zu hof­fen, dass die Wed­din­ger das unkom­pli­zier­te Ange­bot mit den vier Bowls und den Smoot­hies zu schät­zen wissen.

Mül­ler­str. 114, Mo, Mi 12- 18.00 Uhr, Di, Do 12 – 19, Fr 12 – 20 Uhr

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Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

1 Comment

  1. Hal­lo

    wie es sich so liest , scheint das ein guter Ersatz zum weg­ge­fal­le­nen Sup­pen­treff zu sein

    Wird getes­tet demnächst…

    net­te Rest-Woche

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