Kampf gegen den Sperrmüll geht – punktuell – weiter

Wedding, der Sperrmüll gehört zu deinem Straßenbild. Das hat verschiedene Gründe. Zum Einen können viele Menschen ausrangierte Möbel und Hausrat nicht selbst zum Recyclinghof bringen, da sie kein Auto haben. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele, die ganze Wohnungseinrichtungen einfach auf die Straße stellen und davon ausgehen, dass sich jemand anderes schon darum kümmert. Das Bezirksamt kämpft dagegen an. Eine Erfolgsaktion aus dem letzten Jahr wird nun wiederholt. Leider greift diese zu kurz.

Sperrmüll adé

Foto: BSR

Inzwischen hat der Bezirk Mitte im letzten Jahr der wilden Sperrmüllentsorgung den Kampf angesagt. 1.260 Bürgerinnen und Bürger sind im vergangenen Jahr dem Aufruf gefolgt, Sperrmüll bei einigen Aktionstagen ganz legal abgeben zu können: 762 m³ Sperrmüll und 1.003 Elektroaltgeräte kamen zusammen. Insgesamt konnte das Bezirksamt im Anschluss an die Termine auch einen Rückgang des illegal abgestellten Sperrmülls in den jeweiligen Gebieten feststellen. In diesem Jahr geht die Aktion in Zusammenarbeit mit der BSR weiter. An folgenden Terminen und Orten wird ein BSR-Sammelfahrzeug zur Verfügung stehen, zu dem der Sperrmüll (unter Beachtung der Abstandsregeln!) selbst gebracht werden muss:

Termine, jeweils von 8-12 Uhr:

  • Sa, 16.05.2020 Diesterweg-Gelände direkt gegenüber der Putbusser Straße 41
  • Sa, 22.08.2020 Schulstraße / Ruheplatzstraße (ggü. Ruheplatzstraße 13)
  • Sa, 26.09.2020 Grüntaler Straße / Soldiner Straße (bei dem Trafo-Häuschen)
  • Sa, 14.11.2020 Jasmunder Straße 16-21 (Usedomer Straße / Jasmunder Straße)
  • Sa, 28.11.2020 Demminer Straße / Swinemünder Straße, direkt am Wendehammer vom Straßenstück Demminer Straße 26-30 zwischen Swinemünder und Putbusser Straße

Zu Sperrmüll gehören Möbel, Teppiche, Matratzen, Schrott, Kunststoffteile, Elektrogeräte und Alttextilien. Nicht abgeholt werden Bauabfälle, Gussbadewannen, Autoreifen und -batterien sowie Schadstoffe (Farben, Lacke).

Die Sperrmüllaktionstage finden einmalig statt und sind für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Kiezläufer informieren Anwohnende rund um die jeweiligen Standorte rechtzeitig mithilfe von mehrsprachigen Aushängen an den Hauswänden.

Kommentar

Müll steht auf einem GehwegDer Ansatz, die in Berlin nicht existierende, kostenlose Sperrmüllabholung durch punktuelle Aktionen des Bezirks zu kompensieren, ist vollkommen richtig und begrüßenswert. Leider kommen nicht alle Kieze des Wedding in den Genuss dieser Aktion. Vor allem gehen die Gebiete, in denen es kein Quartiersmanagement gibt, leer aus. Dennoch gibt es auch dort jede Menge Sperrmüll auf der Straße – und dafür sollte im nächsten Schritt auch eine Lösung gefunden werden. Schließlich stammt das Geld aus dem Aktionsprogramm „Saubere Stadt“ des Berliner Senats – und der ist für alle zuständig.


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