Kampf gegen den Sperrmüll geht – punktuell – weiter

Wed­ding, der Sperr­müll gehört zu dei­nem Stra­ßen­bild. Das hat ver­schie­de­ne Grün­de. Zum Einen kön­nen vie­le Men­schen aus­ran­gier­te Möbel und Haus­rat nicht selbst zum Recy­cling­hof brin­gen, da sie kein Auto haben. Auf der ande­ren Sei­te gibt es aber auch vie­le, die gan­ze Woh­nungs­ein­rich­tun­gen ein­fach auf die Stra­ße stel­len und davon aus­ge­hen, dass sich jemand ande­res schon dar­um küm­mert. Das Bezirks­amt kämpft dage­gen an. Eine Erfolgs­ak­ti­on aus dem letz­ten Jahr wird nun wie­der­holt. Lei­der greift die­se zu kurz.

Sperrmüll adé

Foto: BSR

Inzwi­schen hat der Bezirk Mit­te im letz­ten Jahr der wil­den Sperr­müll­ent­sor­gung den Kampf ange­sagt. 1.260 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind im ver­gan­ge­nen Jahr dem Auf­ruf gefolgt, Sperr­müll bei eini­gen Akti­ons­ta­gen ganz legal abge­ben zu kön­nen: 762 m³ Sperr­müll und 1.003 Elek­tro­alt­ge­rä­te kamen zusam­men. Ins­ge­samt konn­te das Bezirks­amt im Anschluss an die Ter­mi­ne auch einen Rück­gang des ille­gal abge­stell­ten Sperr­mülls in den jewei­li­gen Gebie­ten fest­stel­len. In die­sem Jahr geht die Akti­on in Zusam­men­ar­beit mit der BSR wei­ter. An fol­gen­den Ter­mi­nen und Orten wird ein BSR-Sam­mel­fahr­zeug zur Ver­fü­gung ste­hen, zu dem der Sperr­müll (unter Beach­tung der Abstands­re­geln!) selbst gebracht wer­den muss:

Termine, jeweils von 8–12 Uhr:

  • Sa, 22.08.2020 Schul­stra­ße / Ruhe­platz­stra­ße (ggü. Ruhe­platz­stra­ße 13)
  • Sa, 26.09.2020 Grün­ta­ler Stra­ße / Sol­di­ner Stra­ße (bei dem Trafo-Häuschen)
  • Sa, 14.11.2020 Jas­mun­der Stra­ße 16–21 (Use­do­mer Stra­ße / Jas­mun­der Straße)
  • Sa, 28.11.2020 Dem­mi­ner Stra­ße / Swi­ne­mün­der Stra­ße, direkt am Wen­de­ham­mer vom Stra­ßen­stück Dem­mi­ner Stra­ße 26–30 zwi­schen Swi­ne­mün­der und Put­bus­ser Straße

Zu Sperr­müll gehö­ren Möbel, Tep­pi­che, Matrat­zen, Schrott, Kunst­stoff­tei­le, Elek­tro­ge­rä­te und Alt­tex­ti­li­en. Nicht abge­holt wer­den Bau­ab­fäl­le, Guss­ba­de­wan­nen, Auto­rei­fen und ‑bat­te­rien sowie Schad­stof­fe (Far­ben, Lacke).

Die Sperr­müll­ak­ti­ons­ta­ge fin­den ein­ma­lig statt und sind für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kos­ten­los. Kiez­läu­fer infor­mie­ren Anwoh­nen­de rund um die jewei­li­gen Stand­or­te recht­zei­tig mit­hil­fe von mehr­spra­chi­gen Aus­hän­gen an den Hauswänden.

Kommentar

Müll steht auf einem GehwegDer Ansatz, die in Ber­lin nicht exis­tie­ren­de, kos­ten­lo­se Sperr­müll­ab­ho­lung durch punk­tu­el­le Aktio­nen des Bezirks zu kom­pen­sie­ren, ist voll­kom­men rich­tig und begrü­ßens­wert. Lei­der kom­men nicht alle Kieze des Wed­ding in den Genuss die­ser Akti­on. Vor allem gehen die Gebie­te, in denen es kein Quar­tiers­ma­nage­ment gibt, leer aus. Den­noch gibt es auch dort jede Men­ge Sperr­müll auf der Stra­ße – und dafür soll­te im nächs­ten Schritt auch eine Lösung gefun­den wer­den. Schließ­lich stammt das Geld aus dem Akti­ons­pro­gramm „Sau­be­re Stadt“ des Ber­li­ner Senats – und der ist für alle zuständig.

weddingweiserredaktion

Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

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