Immer etwas Neues auf dem Weddingmarkt

(C) Weddingmarkt

Vor fünf Jahren war es eine Sensation, dass sich im Wedding ein Kunst- und Designmarkt etablieren konnte, der ein interessiertes Publikum anzieht. Auch für die Standbetreiber lohnt sich das  wirtschaftlich. Nun hat der Markt eine weitere Entwicklungsstufe vollzogen: mit einem einzigartigen Stand-Design ist er ins Herz des Wedding, an den Leo, zurückgekehrt.

„Die bisherigen Marktbuden hatten immer einen typischen Flohmarkt-Charakter von dem ich wegkommen wollte“, erzählt Sabrina Pützer. Eine Verwechslung mit dem Samstags-Trödel auf dem Leo lag nahe. Die 28-jährige Weddingerin ist die Betreiberin des Markt-Events und wünschte sich eine Ästhetik, die besser zur künstlerischen Ausrichtung der Veranstaltungsreihe passt. Bei ihrem Bekannten Simon Rangl war sie damit an der richtigen Adresse. Der Wahl-Weddinger hat schon bei zahlreichen Filmen und beim Bühnenbau von Musikfestivals mitgearbeitet. „Wir haben in einem intensiven kreativen Prozess innerhalb weniger Tage zwei Prototypen entwickelt “, erzählt der handwerklich begabte 27-Jährige. Dann begann eine Optimierungsphase des neuen Standkonzepts, an dessen Ende Simon und zwei Mithelfer im April eine Serie von 70 Stück dieser neuen Stände bauten.

Transparente, einzigartige Stände

(C) StandArt.berlin

Und so sehen sie aus: zwei Seitenwände in Holzlamellenoptik aus parallel laufenden Nadelholzlatten bilden mit jeweils einem Ein- und Ausgang und einer Verkaufstheke eine Dreiecksform (so lassen sie sich in Kreisen oder in Zick-Zack-Form zusammenstellen). Eine Konstruktionsweise, stabil und zugleich offen, mit einer LKW-Plane als Wetterschutz – und vor allem mit einer maximal großen Präsentationsfläche. „Dort und an den Seiten kann man weitere Regale einhängen“, betont Simon. Durch die Dreiecksform öffnet sich der Stand den Besuchern. Bei der Weddingmarkt-Neuauflage am 7. Mai waren die vielen Marktgäste denn auch sichtlich begeistert, sagt Sabrina. „Wir wurden gefragt, ob man die Stände nicht mieten könnte.“ Kann man, für etwa 35 Euro Grundpreis. Unter dem neuen Labelnamen StandArt.berlin lagert Simon Rangl nun die ungewöhnlich aussehenden Stände zwischen den Marktterminen in Lichtenberg.

Genug Platz ist wichtig

„Es ist interessant, wie sich das Publikum im Laufe der Jahre verändert hat“, erzählt Sabrina. Der Trend gehe klar in Richtung Street Food, aber mehr als zehn Essensstände brauche der Weddingmarkt am gut versorgten Leo nicht, findet sie. „Der Schwerpunkt soll auf den Kunst- und Designerarbeiten liegen“. Aus 350 Bewerbern wurden im Frühjahr die Standbetreiber für das ganze Jahr ausgewählt, wobei es bei jedem Weddingmarkt immer zwanzig neue Teilnehmer gibt. „Dass für den Wedding irgendwelche Zugeständnisse gemacht werden müssen, habe ich nie erlebt“, sagt die Betreiberin. Wichtig ist ihr: es soll genug Platz in den Reihen geben, damit die pro Markttag 4.000 – 5.000 Besucher länger verweilen können und es kein Gedränge gibt. „Hauptsache alle Besucher und Teilnehmer können einen schönen entspannten Sonntag genießen“. Jedes Mal etwas Neues, das ist Sabrina wichtig – das passt auch zum Wedding, der sie immer wieder überrascht und inspiriert.

Der nächste Weddingmarkt findet am 6. August von 12 – 19 Uhr auf dem Leopoldplatz statt.

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