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Ich und mein himmel-Beet #7

Grüner SamstagWir tref­fen uns im Gar­ten! Zum Bei­spiel im him­mel­beet in der Ruhe­platz­stra­ße. Unser Autor Andaras hat in die­ser Sai­son ein Pacht­beet im Gemein­schafts­gar­ten und er nimmt den Wed­ding­wei­ser mit. Ein Mal im Monat berich­tet er in sei­ner Gar­ten­ko­lum­ne, was er beim Gärt­nern gelernt hat, wen er traf und was so los ist im und um sein him­mel-Beet. Heu­te: die Tem­pe­ra­tu­ren sin­ken, oder doch nicht?

Wenn ich auf mein Beet schaue …

dann fra­ge ich mich, ob es das echt gewe­sen sein soll. Die Toma­ten, die reich­lich am Strauch sind, blei­ben wei­ter­hin grün. Kei­ne ein­zi­ge Ver­än­de­rung. Der einst so stol­ze Basi­li­kum sieht lang­sam welk aus. Der Brok­ko­li sieht aus, als wür­den Boh­nen aus ihm her­aus wach­sen. Und die Bren­nes­seln am Boden bah­nen sich den Weg nach oben Rich­tung Licht.

Und ja, ich habe mit schuld. Ich hab’s etwas schlei­fen las­sen. Kaum merkt man, dass das Beet mit dem Selbst­ge­sä­ten sich dem Ende neigt, ist man auch nicht mehr jeden Tag geneigt, zum Gie­ßen vor­bei zu gucken. Aber die Tem­pe­ra­tu­ren sind eh nicht mehr so heiß und es gab ja sogar Regen.

Wenn ich mich im Garten umsehe …

… dann fällt mir zumin­dest bei den Nach­bar­bee­ten auf, dass auch dort so lang­sam alles abge­ern­tet aus­sieht. Aber als ich am letz­ten Wochen­en­de mal wie­der da war, die Tem­pe­ra­tu­ren über 20°C waren, sah man wie­derm wie wohl sich alle zwi­schen den Bee­ten füh­len, wäh­rend die ihr Bierchen/Käffchen trinken.

Mein himmlischer Gartenmoment war …

… ich gebe es ja zu, ich war kaum da. Scha­de eigent­lich. Aber wenn man dann hat man auch ein­fach die grü­nen Toma­ten grün sein las­sen und bei Kaf­fee und Kuchen ein­fach entspannt.

Was ich im Herbst gelernt habe …

… dass Wes­pen sich auch mal im Dun­keln im Basi­li­kum ver­ste­cken und dann zuste­chen, wenn man sie aus Ver­se­hen stört, das auch bei Abend­be­leuch­tung das him­mel­beet einen gewis­sen Reiz aus­strahlt und das wenn man mal da ist, öfter mal Leu­te kom­men um ein­fach so zu reden.

Gemeinschaft oder Gärtnern?

… ja, ich habe wie gesagt vie­les schlei­fen las­sen. Aber wäh­rend ich die­se Zei­len schrei­be, kün­digt der Wet­ter­be­richt 24°C im Herbst an, das wird die Toma­ten nicht rot wer­den las­sen, aber es wird alle ins Beet locken und dar­um ist es die Gemein­schaft, die in die­sen Wochen vor­herrscht. Also nutzt alle die Chan­ce der letz­ten Son­nen­stun­den. Ob bei Kuchen an der Bar, Käff­chen am Beet oder Stul­le im Stuhl. Ob dort gekauft, oder mit­ge­bracht. Das him­mel­beet ist für alle offen.

Ergän­zung:  Wäh­rend ich mich oben im Text noch beschwe­re, dass die Toma­ten nicht grün wer­de, haben ein paar Tage Mit­te Okto­ber, in denen es über 20 Grad waren, noch­mal gehol­fen. Die Kolum­ne soll­te ursprüng­lich frü­her ver­öf­fent­licht wer­den. Des­halb kann ich die Leser nun mit einem Mini-Farb­come­back über­ra­schen. Anbei ein Bild von grün vs. rot. Auf­ge­nom­men am sel­ben Tag, die Toma­ten weni­ge Zen­ti­me­ter am Strauch von­ein­an­der entfernt.

Rot
Grün

Andaras Hahn ist seit 2010 Wed­din­ger. Er kommt eigent­lich aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Schreibt asso­zia­tiv, weiß aber nicht, was das heißt und ob das gut ist.  In die­ser Sai­son hat er ein Pacht­beet im Gemein­schafts­gar­ten. Macht manch­mal Fotos: @siehs_mal

 

Andaras Hahn

Andaras Hahn ist seit 2010 Weddinger. Er kommt eigentlich aus Mecklenburg-Vorpommern. Schreibt assoziativ, weiß aber nicht, was das heißt und ob das gut ist. Macht manchmal Fotos: @siehs_mal
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