Im „Leopoldcenter“ soll ein Hostel mit 248 Betten entstehen. Auch in der Hochstraße 46 ist ein Hotel geplant – mit möglichen Folgen für den Humboldthain-Club. Linken-Politiker:innen starteten daher einen Einwohner:innenantrag zu dessen Schutz und wollen 1.000 Unterschriften sammeln.

Der Eigentümer des „Leopoldcenters“ an der Ecke Luxemburger Straße/Müllerstraße beantragte im November die Umnutzung der Büroflächen in den fünf Obergeschossen, meldet die Zeitschrift „Ecke Müllerstraße“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Anstelle des bis Mitte 2025 dort ansässigen, inzwischen nicht mehr existenten Online-Gebrauchtwagenhändlers heycar ist ein Beherbergungsbetrieb mit 248 Betten geplant. Dies geht aus der im November veröffentlichten Bauantragsliste der Bau- und Wohnungsaufsicht hervor.

Auch anderswo gibt es Pläne für ein neues Hotel, das aber einen Club möglicherweise in seiner Existenz bedroht. Die geplante Hotelbebauung in der Hochstraße 46 könnte dazu führen, dass der benachbarte Humboldthain Club wegen Lärmschutzauflagen schließen muss. Die Linken-Politikerinnen Deike Janssen und Martha Kleedörfer sowie die Bundestagsabgeordnete Stella Merendino haben daher am 17. März einen Einwohner:innenantrag zum Schutz des „Humbi“ gestartet. Der Antrag fordert das Bezirksamt auf, keine Bauprojekte zu genehmigen, die Nutzungskonflikte verursachen, und stattdessen kleinteilige gewerbliche Nutzungen zu fördern. Ziel ist es, Druck aufzubauen und 1.000 Unterschriften zu sammeln. Die Initiator:innen betonen: „Der Humboldthain braucht kein Hotel, sondern Orte, wo Nachbarschaft zusammenkommt.“
Fragt sich, warum immer mehr Büros in Hotels umgewandelt werden oder Baulücken durch Hotel-Neubauten geschlossen werden. Ein möglicher Grund, vermutet „Ecke Müllerstraße„, ist die Krise des Büroflächenmarktes, nicht aber die Nachfrage nach Beherbergung. Die Zahl der touristischen Übernachtungen in Berlin ging zuletzt nämlich zurück – im Jahresvergleich um 4 Prozent, wie aus dem Statistischen Bericht „Tourismus in Berlin“ des Statistischen Landesamts hervorgeht.
Quelle: Christof Schaffelder, Ecke Müllerstraße, Pressemitteilung der Linke Berlin


Hotels hier und da können nützlich sein, zumal Berlintouristen oft Lokalkolorit nahe am Ur-Berliner Leben mitspüren möchten. Aber geht so ein Hotelprojekt schief & peite, muss man sich wünschen, dass kein Puff draus wird: Das „fehlte“ hier noch im Leo-Milieu.
Damit dann zu horrenden Übernachtungskosten Flüchtlinge untergebracht werden können?
Berlin ist ohnehin nicht mehr so beliebt. So dreckig und kriminell. Es kommen nicht mehr soviele Touristen. Wir brauchen keine Hostels oder Hotels mehr. Auch keine Bürobauten.
Ich unterschreibe!
Hotels sind auch im Wedding durchaus nützlich; aber wir haben rings um den Humboldthain bereits zahlreiche: zwei am Blochplatz, eines Jülischer Ecke Behmstraße und ein weiteres wird gerade in der Koloniestraße gebaut. Es besteht auch keine Not, denn die Auslastung der Hotels liegt immer noch unter den Werten vor Corona (rbb24, Berliner Zeitung usw.)
Bernd
Morjen
Berlin braucht Unterkünfte für Flüchtlinge…. also Büro’s raus Hotel rein ist ja nicht das erste Hotel das als Flüchlingsunterkunft genutzt wird
fröhliches WE