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Neapolitanische Pizza im Wedding:
Hauchdünne Pizza bei “Da Zero”

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In einer unschein­ba­ren Stra­ße hat sich ohne gro­ßen Auf­he­bens eine Piz­ze­ria ange­sie­delt. Dort bekommt ihr die bes­te nea­po­li­ta­ni­sche Piz­za weit und breit.

Foto: Da Zero

Hauch­dünn, mit bes­ten Zuta­ten belegt und nur 55–60 Sekun­den in einem 470 Grad hei­ßen Ofen geba­cken – so kommt die Piz­za inner­halb kür­zes­ter Zeit auf den Tisch. Piz­zaio­lo Denis ist stolz auf den Elek­tro­ofen, der sogar von der nea­po­li­ta­ni­schen Piz­za­ver­ei­ni­gung zer­ti­fi­ziert wur­de. Beson­ders wich­tig für den gebür­ti­gen Kroa­ten, der seit 22 Jah­ren Piz­za bäckt, ist jedoch der Teig: „Ich zie­he die Hefe­bak­te­ri­en seit drei Jah­ren selbst her­an. Der Teig muss bei mir 52 Stun­den gehen, denn nur so ist die Gärung wirk­lich been­det, und das macht die Piz­za sehr bekömm­lich“, erklärt Denis, der auch schon im Soho House gekocht hat.

Tat­säch­lich kommt die Piz­za ohne gro­ße Brand­bla­sen auf den Tisch und hat auch kaum tief­schwar­ze Stel­len, wes­halb man sich ganz auf den Genuss kon­zen­trie­ren kann: 14 Sor­ten gibt es, davon sind die meis­ten vegan oder vege­ta­risch. Bei den Zuta­ten kann man auf Wunsch auch ande­re Kom­bi­na­tio­nen wäh­len, das ist dem Piz­zaio­lo wichtig.

Zdrav­ko Lozar ist Denis’ Geschäfts­part­ner im Restau­rant. Er ist vor Jahr­zehn­ten eben­falls aus dem dama­li­gen Jugo­sla­wi­en nach Ber­lin gekom­men, doch ein kroa­ti­sches Restau­rant, wie es sie seit den 70ern häu­fig in West­ber­lin gab, fand er zu wenig zeit­ge­mäß. „Ich bin Künst­ler, und da war es mir wich­tig, etwas Pro­gres­si­ves zu machen, was gleich­zei­tig aber auch gut zum Kiez passt.“ Das ist ihm als Wed­din­ger beson­ders wich­tig, weil er den Zusam­men­halt im Häu­ser­block sehr schätzt. Ursprüng­lich hat­te er sogar ein Yoga-Café geplant, doch die Yoga­leh­re­rin sprang ab. Also alles auf Anfang, „Da Zero“, von Null auf Hun­dert sozu­sa­gen, wie Denis die Bedeu­tung des Restau­rant­na­mens erklärt. Das klei­ne Restau­rant scheint mit sei­nen zwei Räu­men ein ech­tes Lieb­ha­ber-Objekt zu sein: Die gesam­te Innen­ein­rich­tung, ange­fan­gen von den mit Mosa­ik­stei­nen ver­zier­ten Wän­den über die Bil­der an der Wand bis hin zu den Metall­mö­beln mit Holz­sitz­flä­che, hat Zdrav­ko selbst angefertigt. 

Was Zdrav­ko und Denis ver­bin­det, ist die Über­zeu­gung, dass sich die hohe Qua­li­tät der nea­po­li­ta­ni­schen Piz­za her­um­spre­chen wird und sich das auf Dau­er aus­zahlt. “Wir haben einen lan­gen Atem”, sagt Denis, der das Kon­zept der Piz­ze­ria erdacht hat. 

Ganz ohne Völ­le­ge­fühl kom­men man­che aber dann noch nicht aus dem Da Zero her­aus, zumin­dest die, die das selbst her­ge­stell­te, äußerst lecke­re Tira­misù pro­biert haben. Aber wer nur mit einem Espres­so vor­lieb nimmt, wird eben­falls in die­ser klei­nen Piz­ze­ria glücklich.

Piz­ze­ria Da Zero, Gui­ne­a­str. 7, Mi-Mo. 17.30 – 21.30 (am Wochen­en­de 22.00) Uhr, Tel. 030 70096300

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Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

4 Comments

  1. Ich hat­te das Ver­gnü­gen beim Test­essen dabei sein zu dür­fen. Backe sel­ber seit Jah­ren mei­ne eige­ne Piz­za nach einem nea­po­li­ta­ni­schen Rezept, der Teig ist schon sehr lecker (fragt mei­ne Frau und mei­ne Toch­ter), aber der Teig, den ich im „Da Zero“ ser­viert bekom­men habe, schlägt alles. Und die Topics alle frisch, man schmeckt es. Fei­ne Gastronomie!

  2. Hal­lo

    schon wie­der so ein Lokal was man tes­ten muss… sie sind Schuld Herr Faust wenn ich dicker werde…

    Viel Spaß am WE

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