Hanoi St.16: Fusions-Küche mit Straßenatmosphäre

Sind wir hier wirk­lich noch im Wed­ding? Wer kurz ein­mal Urlaubs­fee­ling erle­ben möch­te und sich in viet­na­me­si­scher und indo­ne­si­scher Küche wie­der­fin­det, soll­te unbe­dingt mal das Hanoi St. 16 in der Torf­stra­ße im Spren­gel­kiez auf­su­chen. Schon aus der Fer­ne wird klar, dass sich hin­ter den Türen die­ses Restau­rants kein klas­si­sches asia­ti­sches Lokal ver­steckt. Die bun­ten Lam­pi­ons und Holz­mö­bel kom­bi­niert mit Vin­ta­ge-Deko wie Retro­fern­se­her und Laut­spre­cher laden zum ein­keh­ren und ent­de­cken ein. 

Hanoi in Berlin

Foto: Samu­el Orsenne

Betrei­ben­der Hoang Tran ist kein unbe­kann­tes Gesicht im Kiez. Über zehn Jah­re bewirt­schaf­te­te er gleich gegen­über das Kubi und hat sich damit wohl­ver­dient einen Namen für gute asia­ti­sche Küche gemacht. Mit dem Hanoi St. 16 hat Hoang aller­dings mehr als nur ein wei­te­res Lokal geschaf­fen. Nach lan­ger mehr­mo­na­ti­ger Sanie­rungs­ar­beit sieht der Laden bei der Eröff­nung Ende 2018 von Innen einem Street­food­mar­ket in Hanoi ver­blüf­fend ähn­lich. Nicht nur die graf­fi­ti­be­sprüh­te Gara­ge und das Motor­rad, son­dern auch die fri­schen Blu­men und die mit Obst befüll­ten Kör­be las­sen einen Markt­cha­rak­ter auf­le­ben. Wenn es abends voll und die Innen­be­leuch­tung ange­passt wird, las­sen der Tru­bel an Men­schen und Stim­men wirk­lich nie­man­den mehr ver­mu­ten, in Ber­lin zu sein. An klei­nen Tischen zwi­schen Mar­ki­se und Back­stein­fas­sa­de sit­zen die Gäs­te, plau­dern und genie­ßen dabei ihr Essen.

Foto: Samu­el Orsenne

Der frisch zube­rei­te­te und köst­lich duf­ten­de Tee wird uns an die Tische gebracht, doch trotz­dem wan­dern die Bli­cke schnell wie­der durch die offen gestal­te­ten Räu­me. Die Lie­be zum Detail trägt maß­geb­lich zur Ori­gi­na­li­tät bei: Über­all hän­gen tra­di­tio­nel­le Lam­pen, auf dem Weg zur Toi­let­te fin­de ich noch einen Rol­ler, die Wän­de sind voll mit viet­na­me­si­schen Pla­ka­ten und Pos­tern. Die hell durch­leuch­te­ten Räu­me glei­chen fast einer Kunst­aus­stel­lung und so fällt es gar nicht schwer, den Blick in die Fer­ne schwei­fen zu las­sen und sich beim Besuch in Hanoi Zeit zu lassen.

„Indochine Fusion Kitchen“

Foto: Samu­el Orsenne

Mit einem über­sicht­li­chen Ange­bot aus Fleisch‑, Mee­res­tier- und vegetarischen/veganen Gerich­ten über­zeugt die Spei­se­kar­te. Als Zei­tung gestal­tet passt die­se nicht zuletzt per­fekt in die viet­na­me­si­sche Stra­ßen­sze­ne.  Die Gerich­te und Geträn­ke sind klar defi­niert und die Aus­wahl schnell getrof­fen. Von Udon-Nudeln über Miso-Sup­pe bis hin zu Sushi fin­den hier wohl vie­le ihre per­sön­li­chen asia­ti­schen Ever­greens. Doch über­zeugt die Kar­te eben­so mit neu­ar­ti­gen Krea­tio­nen und Kom­bi­na­tio­nen an Gewür­zen, Kräu­tern und ande­ren Zuta­ten. Hast du schon­mal vega­ne Ente pro­biert? Die Saitan­fi­lets auf im Wok geschwenk­tem Sai­son-Gemü­se wer­den mit einer leicht fruch­ti­gen Pflau­men­no­te und Jas­min­reis ser­viert und über­zeu­gen auch so man­che Fleisch­lieb­ha­ben­de. Außer­dem bie­tet die indo­chi­ne Fusi­ons­kü­che auch asia­tisch inspi­rier­te Bur­ger – mit Man­go, Kori­an­der, Chil­li­creme und gedämpf­tem Bao-Bröt­chen. Der Duft und nicht zuletzt Geschmack ver­schie­de­ner Aro­men ver­führ­te uns dazu, direkt wei­ter­zu­ma­chen und des­halb durf­te auch der Pan­na Cot­ta inspi­rier­te Nach­tisch nicht fehlen.

Foto: Samu­el Orsenne

Eine abso­lut gelun­ge­ne Fusi­ons­kü­che, die zwi­schen tra­di­tio­nel­lem und moder­nem Flair etwas Beson­de­res in den Wed­ding bringt. Das Hanoi St.16 dient nicht nur mit fri­schen Pro­duk­ten und Gerich­ten zu erschwing­li­chen Prei­sen, son­dern auch mit einer außer­ge­wöhn­lich authen­ti­schen Location.

 

Hanoi St.16

Torfstr.16 , 13353 Berlin, 

Mo/Di, Do-So 12–23 Uhr ( Küche bis 22:30 Uhr)

Tel. 030 27694422

https://www.facebook.com/hanoist16/


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