Wer aufmerksam an der Panke, am Möwensee oder entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals unterwegs ist, kann mit etwas Glück einen Graureiher entdecken. Trotz seiner Größe und Vorsicht lässt sich der elegante Vogel auch inmitten der Stadt beobachten.

Mit bis zu einem Meter Körperlänge und einer Flügelspannweite von bis zu 1,75 m ist der Graureiher kaum zu übersehen. Sein graues Gefieder, der weiße Hals mit dunklen Flecken und der lange gelbe Schnabel sind markant. Auffällig ist auch sein Flug: mit langsamem Flügelschlag, eingezogenem Hals und einem heiseren „chräik“-Ruf. In Süddeutschland ist er eher als Fischreiher bekannt.
Graureiher sind Lauerjäger. Stundenlang stehen sie regungslos im flachen Wasser – bereit, blitzschnell Fische, Frösche oder Insekten zu erbeuten. In städtischen Gewässern wie denen im Wedding plündern sie auch mal das Nest anderer Wasservögel.


In der Brutzeit zieht es sie in störungsarme Baumkronen. Dort bauen sie ihre Horste, oft in Kolonien. Ein Gelege besteht aus bis zu sechs Eiern, die etwa vier Wochen bebrütet werden. Die Jungvögel brauchen danach weitere acht Wochen intensive Pflege.
Ihr Gefieder pflegen sie mit einem besonderen Trick: Statt wie viele andere Wasservögel eine fetthaltige Drüse zu nutzen, reiben sie sich mit dem feinen Puder aus sogenannten Puderdunen ein – das macht sie wasserabweisend.


Ursprünglich eher in ruhigen Auenlandschaften heimisch, kommt der Graureiher heute auch mit urbanem Umfeld gut zurecht – solange Gewässer mit Flachzonen vorhanden sind. Der Bestand hat sich nach Jahrzehnten des Rückgangs seit den 1970er-Jahren wieder stabilisiert und nimmt zu – auch bei uns im Wedding.
Also Augen auf beim nächsten Spaziergang am Wasser: Der nächste Graureiher lauert vielleicht schon auf Beute.


Stelzvögel, zielen stets auf die Augen der Beute. Nur mit solider Schutzbrille nahekommen. Haben letztens den Goldfischteich meiner Uckermärkischen Verwandschaft komplett ausgeräumt.
Morjen
so einen Graureiher hab ich vor Jahren schon morgens im Sommer – wenn die Stadt noch schläft – auf meinem Weg Richtung Märkisches Museum an der Unterwasserstr. auf dem Geländer sitzen gesehen… dort wo der Jungfernsteg ist, der hat sich gar nicht stören lassen …. auch nicht als ich eine Weile gut 2 Meter neben ihm stehen blieb. Das sind die schönen kleinen Momente im Leben… unbezahlbar.
sonnigen Sonntag noch