Ein Guide für euren nächsten Spaziergang:
“Gesundbrunnen. Es geht sich aus”

Der Guide, der in die Zeit passt. Und in die Tasche!

Wer­ner Gey­er hat Zeit. Sei­ne zwei Bars in Ber­lin muss­te er am Beginn der Coro­na-Pan­de­mie schlie­ßen. Und sei­ne Frau Danie­la Selig betreibt im Wed­ding noch das Café Dujar­din, das in die­sen Zei­ten ganz auf Kuchen und Essen zum Mit­neh­men set­zen muss. Doch jetzt gibt es einen guten Grund mehr, dem Café einen Besuch abzu­stat­ten: Denn dort gibt es einen lesens­wer­ten Lepo­rel­lo zu kau­fen, der einen humor­vol­len, geist­rei­chen Spa­zier­gang durch den Gesund­brun­nen beschreibt. Sein Name: „Gesund­brun­nen. Es geht sich aus.“

Aus­ge­hen und genießen

Das Wort Aus­ge­hen ist im dop­pel­ten Sinn zu ver­ste­hen: Wer­ner Gey­ers Gesund­brun­nen-Gui­de soll zunächst ein­mal Lust auf einen Stadt­spa­zier­gang machen. „Ich han­ge­le mich an der Archi­tek­tur ent­lang“, erklärt der 58-Jäh­ri­ge. Er hat ein Fai­ble für Stadt­struk­tu­ren, urba­ne Zusam­men­hän­ge, bau­li­che Beson­der­hei­ten. Doch auch der Genuss, bei­spiels­wei­se eines Kaf­fees, eines Snacks, am Weges­rand, gehört für ihn dazu. So ist es kein Zufall, dass der Spa­zier­gang am Café Dujar­din beginnt und auch endet. Seit 2003 wohnt der gebür­ti­ge Nürn­ber­ger in Ber­lin, beob­ach­tet sein Umfeld an der Pan­ke und ent­deckt die­se Stadt immer wie­der aufs Neue. Die­se Lei­den­schaft für Ber­lin merkt man dem Gesund­brun­nen-Gui­de an jeder Stel­le an. Die Pan­ke, das Amts­ge­richt, das Lui­sen­bad, der Boateng-Fuß­ball­kä­fig – kein High­light ist trotz des begrenz­ten Plat­zes aus­ge­spart. Doch es geht auch ins Grü­ne, über den Lobe-Block in den Hum­boldt­hain, danach über das AEG-Gelän­de und die Lie­sen­brü­cken bis zur Gericht­stra­ße. Ein Schlen­ker über das Rota­print­ge­län­de run­det den Spa­zier­gang ab.

Im Dujar­din vorbeischauen

Nicht nur die zwei­fel­los inter­es­san­ten Gebäu­de, die den selbst­er­nann­ten „Archi­tek­tur-Auto­di­dak­ten“ Wer­ner Gey­er fas­zi­nie­ren, kom­men im Lepo­rel­lo vor. Die Tour ist vor allem als ein per­sön­li­cher Blick auf den Stadt­teil rund um die Pan­ke zu ver­ste­hen. Wir haben den Falt­gui­de der Pan­de­mie zu ver­dan­ken. Wären die Knei­pen nicht geschlos­sen, wür­de die Gas­tro­no­mie nicht am Boden lie­gen, wären Spa­zier­gän­ge nicht im Trend, es wür­de den Gui­de viel­leicht nicht geben. Ihr könnt ihn – natür­lich – im Café Dujar­din erste­hen, für 3 Euro und, da wer­den sich die Betrei­ber freu­en, etwas zu essen und zu trin­ken soll­tet ihr unbe­dingt auch noch dort kau­fen. Viel Spaß bei einem inspi­rie­ren­den Spaziergang! 

Kuchen­aus­wahl im Dujardin

Fotos: Andaras Hahn

Café Dujar­din, Ufer­str. 12, Ecke Mar­tin-Opitz-Stra­ße, Don­ners­tag bis Sonn­tag 12.00 – mind. 17.00 Uhr

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

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