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Dienstags und freitags:
Für wen sich der Ökomarkt auf dem Leo lohnt

Es ist nicht ganz preiswert, aber für manche Weddinger:innen ist der Ökomarkt vor der Alten Nazarethkirche ein Ziel, das sie zwei Mal in der Woche ansteuern.

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Auf dem Leo­pold­platz befin­det sich, man mag es kaum glau­ben, der ältes­te noch bestehen­de Öko­markt der Stadt. Diens­tags und frei­tags gibt es hier Bio­brot, Bio-Obst und ‑Gemü­se, Bio-Milch und ‑Käse und fri­sche Säf­te. Nur Frei­tags wer­den auch regio­na­le Fleisch­pro­duk­te ver­kauft und es gibt einen Räu­cher­fisch­stand. Das alles ist sehr über­sicht­lich, aber wer sich mit den Markt­stän­den aus­kennt, wird ein aus­rei­chen­des Ange­bot vor­fin­den. Für wen ist die­ser Markt denn genau das Richtige?

  1. Wenn ihr bereit seid, mehr für Lebensmittel auszugeben

Der Ein­kauf ist deut­lich teu­rer als im Super­markt. Vie­le Pro­duk­te in Bio- (oder gar Demeter-)Qualität oder aus art­ge­rech­ter Hal­tung in Bran­den­burg haben ihren Preis. Man soll­te sich also über­le­gen, bei wel­chen Lebens­mit­teln man Wert auf Qua­li­tät legt ­ und sie bewusst und in über­schau­ba­ren Men­gen auf dem Markt kaufen.

  1. Wenn ihr auf frische und regionale Lebensmittel steht

Da die Lebens­mit­tel aus Ber­lin und Bran­den­burg stam­men, sind sie deut­lich fri­scher als man­ches Super­markt­pro­dukt. Sie hal­ten sich (zumin­dest gefühlt) län­ger im Kühl­schrank und da sie meist bes­ser schme­cken, kon­su­miert man sie auch bewuss­ter und mit mehr Genuss. Die Pro­duk­te sind sai­so­nal, das heißt, ihr wer­det dort nicht immer alle Obst- und Gemü­se­sor­ten vorfinden.

  1. Wenn ihr Zeit und Lust auf einen Plausch habt

Auf dem Markt kom­men Käu­fer und Stand­be­trei­ber schnell ins Gespräch. Sei es, weil man sich übers Wet­ter unter­hält, sei es, weil der Kun­de etwas über die Her­kunft des Pro­duk­tes erfah­ren möch­te. Das dau­ert manch­mal län­ger als im Super­markt, ist aber auch deut­lich kom­mu­ni­ka­ti­ver. Der Markt­schrei­er vom Räu­cher­fisch­stand bringt sogar etwas Fisch­markt­at­mo­sphä­re in den Wedding.

  1. Wenn ihr Verpackungsmüll vermeiden wollt

Die meis­ten Markt­be­trei­ber fra­gen, ob man die Eier­schach­tel dabei hat oder Tüten, Beu­tel oder Gefä­ße. Vie­le Lebens­mit­tel wer­den also auf Wunsch lose oder unver­packt her­aus­ge­ge­ben. Das spart Ver­pa­ckungs­müll, erfor­dert aber auch, dass man sich auf den Markt­be­such vorbereitet.

  1. Wenn ihr euch vom Ambiente des Leos nicht abschrecken lasst

Der Leo ist der Leo. Punkt. Obdach­lo­se, Trin­ker, hek­ti­scher Groß­stadt­ver­kehr und auch eine Men­ge Schmutz auf den Stra­ßen gehö­ren hier ein­fach zur Nach­bar­schaft des Öko­markts dazu. Die meis­ten Käu­fer neh­men das aber in Kauf, sind Stamm­kun­den und wis­sen das Ange­bot und die Gesprä­che mit den Stand­be­trei­bern zu schätzen.

Diens­tags und frei­tags von 10 bis 17 Uhr

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

2 Comments

  1. Ich gehe auch öfter auf den Öko­markt. Einer­seits bin ich froh, dass es da nicht so ver­schmöckt ist, ande­rer­seits fehlt irgend­wie zwi­schen allen Betrei­bern ein gewis­ser Zusam­men­halt, jeder steht da etwas unver­mit­telt mit sei­nem Stand. Es fehlt m.E. eine gemein­sa­me Atmo­sphä­re. Und dazu noch die teils mehr als tris­te Umge­bung ver­hin­dern ein ech­tes Wohlfühlen.

  2. Lei­der auch nur ein Markt, wenn man kei­nen Voll­zeit­job hat.… (schon leicht geän­der­te Öff­nungs­zei­ten wür­den helfen).

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