Eine Lehrpraxis für Osteopathie

Ostepathie-Liege Im Car­ré See­stra­ße befin­det sich eine Osteo­pa­thie­schu­le. Seit 2015 gibt es hier auch eine Lehr­pra­xis, in der die Stu­die­ren­den der Osteo­pa­thie ab dem 6. Semes­ter selbst­stän­dig die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten behan­deln, die mit den ver­schie­dens­ten gesund­heit­li­chen Pro­ble­men zu kämp­fen haben. Wir stel­len die Lehr­pra­xis im Wed­ding vor. 

Ganzheitlich herangehen

Fre­de­rik Gies­ker ist begeis­tert von den ganz­heit­li­chen The­ra­pie­an­sät­zen der Osteo­pa­thie, die alle Kör­per­sys­te­me mit­ein­an­der ver­bin­det. Er stu­diert im 8. Semes­ter an der Schu­le, in der jeder Inter­es­sier­te die Mög­lich­keit hat, ein sehr pra­xis­na­hes Stu­di­um zu absolvieren.

Ein Empfangstresen„Durch vie­le unter­schied­li­che Dozen­ten aus der Osteo­pa­thie und der klas­si­schen Medi­zin bekom­me ich die Über­sicht über die ver­schie­de­nen Aspek­te und viel­fäl­ti­gen Behand­lun­gen“, erzählt der 29-Jäh­ri­ge. Klas­sisch medi­zi­ni­sche Fächer wie Ana­to­mie, Phy­sio­lo­gie, Embryo­lo­gie, Inne­re Medi­zin und Ortho­pä­die wer­den par­al­lel zu Fächern wie der parie­ta­len, vis­ze­ra­len und cra­nio­sa­cra­len Osteo­pa­thie gelehrt. Die manu­el­le The­ra­pie­form der Osteo­pa­thie wur­de in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts vom ame­ri­ka­ni­schen Arzt Andrew Tay­lor Still ent­wi­ckelt. Dabei wer­den nicht nur Mus­keln, Gelen­ke, Liga­men­te, also die Ele­men­te des Bewe­gungs­ap­pa­ra­tes, behan­delt, son­dern auch Orga­ne, zum Bei­spiel der Darm mit sei­nen Auf­hän­gungs­be­rei­chen, die wie­der­um Ein­fluss haben kön­nen auf Schmerz­ent­ste­hung im Bereich der Lendenwirbelsäule.

Wie in einer richtigen Praxis

Ein Wartebereich mit bunten Sesseln„Ab dem 3. Aus­bil­dungs­jahr haben wir Stu­den­ten die Mög­lich­keit, in unse­rer eige­nen Lehr­pra­xis Pati­en­ten zu behan­deln und Erfah­run­gen zu sam­meln“, erklärt Fre­de­rik Gies­ker. Dort kön­nen sich Pati­en­ten wie in einer gän­gi­gen Pra­xis Ter­mi­ne holen und wer­den von Stu­den­ten unter Auf­sicht eines erfah­re­nen Osteo­pa­then behan­delt. Die Ergeb­nis­se der Ana­mne­se und Unter­su­chung sowie Behand­lungs­plä­ne wer­den zwi­schen Tuto­ren und Stu­die­ren­den bespro­chen. So ist gewähr­leis­tet, dass einer­seits die Stu­die­ren­den mög­lichst selb­stän­dig arbei­ten, ande­rer­seits aber Rück­spra­che und fach­li­cher Aus­tausch statt­fin­den. Für den Stu­den­ten ist dies ein wert­vol­ler Ein­blick ins spä­te­re Berufs­le­ben, sagt Fre­de­rik Giers­ker: „Dies bie­tet uns die Mög­lich­keit schon sehr früh direkt am Pati­en­ten zu arbei­ten, um Gelern­tes gleich in die Pra­xis zu integrieren.“

Osramhöfe von innen
Im Car­ré Seestraße

Aber auch die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten haben etwas davon. Die Lehr­pra­xis kann qua­li­fi­zier­te Behand­lun­gen zu aus­ge­spro­chen güns­ti­gen Prei­sen anbie­ten, die auch für Men­schen mit gerin­gem Ein­kom­men erschwing­lich sind.

Zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen auf der Web­sei­te: www.lehrpraxis.berlin

Oudenar­der Str. 16
13347 Ber­lin, Tel. 030 3983696577

weddingweiserredaktion

Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.