///

Ein Kiez voller Kunst und Kreativität

Wie vie­le Krea­tiv­schaf­fen­de gibt es im Sol­di­ner Kiez? Die Fra­ge ist schwer zu beant­wor­ten, doch die Zahl ist sicher grö­ßer als vie­le den­ken. Der Kiez an der Pan­ke gilt als eine rau­es Pflas­ter – aber er bie­tet auch den Raum für künst­le­ri­sches Aus­pro­bie­ren, für Krea­ti­vi­tät und Schaf­fens­kraft. Das Pro­jekt „Open Up – Krea­tiv im Kiez“ will die Krea­tiv­wirt­schaft sicht­ba­rer machen.

Alix Lucas, Fotografin und Bildene Künstlerin, beim Videodreh.
Alix Lucas, Foto­gra­fin und Bil­de­ne Künst­le­rin, beim Video­dreh. Foto: Vol­ker Kuntzsch

Julia­ne Schnit­zer von der Agen­tur „georg + georg“ hat bis­her 100 Adres­sen in ihrer Daten­bank. Sie ist zustän­dig für die Umset­zung des Pro­jek­tes, das unter dem Label „Made in Sol­di­ner“ Künst­ler bekann­ter machen möch­te. „Das Ziel ist es, Krea­tiv­schaf­fen­de stär­ker zu ver­net­zen, sie sicht­ba­rer zu machen und Pro­duk­ti­ons­stand­or­te im Kiez zu stär­ken“, erklärt Julia­ne Schnit­zer. Für die­se Auf­ga­be wird das Pro­jekt seit einem Jahr und noch bis Ende 2022 vom Quar­tiers­ma­nage­ment Sol­di­ner Stra­ße geför­dert. „Die Sze­ne ist bunt und viel­fäl­tig“ sagt Julia­ne Schnit­zer. In ihrer Daten­bank sind Maler, Illus­tra­to­rin­nen, Bild­hau­er, Mode­de­si­gnern­nen, Comi­c­au­toren und vie­le mehr. Auch Kul­tur­or­te hat sie erfasst: unter ande­rem das Kul­tur­wirt­schaft­li­che Zen­trum Chris­tia­nia, den Kugel­bahn Kul­tur­spä­ti, das Gemein­schafts­ate­lier statt­lab, der Gale­rie­zu­sam­men­schluss Kolo­nie Wed­ding, das Bao­bab-Café, das krea­ti­ve Haus­pro­jekt PA58.

Als das Pro­jekt star­te­te, steck­te das Land in der Coro­na-Pan­de­mie. „Ich woll­te eigent­lich von Tür zu Tür gehen und mit den Krea­tiv­schaf­fen­den direkt ins Gespräch kom­men“, beschreibt Julia­ne Schnit­zer. Die Kon­takt­auf­nah­men fan­den dann digi­tal statt. Begon­nen hat das Pro­jekt mit einer Umfra­ge zum Krea­tiv­stand­ort Sol­di­ner Kiez und zu dem, was die Akteu­re benö­ti­gen. Attrak­ti­ve Ver­an­stal­tun­gen, eine Anlauf­stel­le für Krea­tiv­schaf­fen­de, eine Platt­form zur gemein­sa­men Prä­sen­ta­ti­on und Ver­net­zung waren eini­ge Ant­wor­ten der Umfrage.

Die Illustratorin und Buchdruckerin Nathalie Scattolon beim Videodreh
Die Illus­tra­to­rin und Buch­dru­cke­rin Natha­lie Scat­to­lon beim Video­dreh. Foto: Vol­ker Kuntzsch

Neben digi­ta­len Tref­fen, einen Krea­tiv­talk und Work­shops lag ein Schwer­punkt bis­her in der Pro­duk­ti­on von Video­por­träts, 25 Stück sind auf der Web­sei­te www.madeinsoldiner.de erschie­nen. Die Pan­de­mie ver­hin­der­te, wei­te­re Ideen umzu­set­zen, doch es gibt vie­le: ein Krea­tiv­markt, Ver­mark­tungs­mög­lich­kei­ten im Kiez für Krea­ti­ve ver­bes­sern, Rund­gän­ge, viel­leicht ein Krea­tiv­wo­chen­en­de, Ver­net­zung mit Krea­tiv­schaf­fen­den aus ande­ren Tei­len Ber­lins. „Ich hof­fe, dass sich da jetzt noch ein bischen mehr ent­wi­ckeln kann“, sagt Julia­ne Schnit­zer. Ein Jahr bleibt dem Pro­jekt noch Zeit.

Aufkleber des Projekts Made in Soldiner
Auf­kle­ber des Pro­jekts “Made in Sol­di­ner”. Foto: georg + georg
Logo Weddinger Allgemeine Zeitung

Der Text stammt aus der Wed­din­ger All­ge­mei­nen Zei­tung, der gedruck­ten Zei­tung für den Wed­ding. Geschrie­ben wur­de er von Domi­ni­que Hen­sel. Wir dan­ken dem RAZ-Ver­lag.

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.