Die Kolumne: Brief an einen Freund

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Unsere schöne untere Müllerstraße
Unse­re schö­ne unte­re Müllerstraße

Lie­ber Wil­ly Kausch, als Ver­an­stal­ter der soge­nann­ten Fan­mei­le am Bran­den­bur­ger Tor sind Sie sicher­lich ein gemach­ter Mann. Das will ich Ihnen nicht nei­den, ich hät­te ja selbst auf die Idee kom­men kön­nen. Außer­dem bin ich Ihnen zu höchs­tem Dank ver­pflich­tet, denn weil Sie das Bran­den­bur­ger Tor bela­gern, zieht die renom­mier­te Fashionweek um in den Wed­ding und wird im Eri­ka-Heß-Eis­sta­di­on an der Mül­ler­stra­ße aus­ge­tra­gen. Eine groß­ar­ti­ge Vor­stel­lung, die Hau­te-Volée der Mode über den Leo fla­nie­ren und mit den Damen und Her­ren an der Tisch­ten­nis­plat­te ein Bier trin­ken zu sehen. Apro­pos Mül­ler­stra­ße! Lie­ber Herr Kausch, da sie ja offen­sicht­lich gro­ßen Ein­fluss auf die Ent­schei­der in Senat und Bezirk haben: Kön­nen Sie nicht dafür sor­gen, dass sich die Jungs vom ande­ren Ufer wie­der ver­tra­gen? Die Mül­ler­stra­ße wäre der per­fek­te Auf­zugs­ort für einen ver­ei­nig­ten CSD-Umzug. In die­sem Sin­ne: Lie­be Grü­ße aus dem Wedding,

Ihr Ulf Teichert
Die Kolum­ne erscheint sams­tags auch im Ber­li­ner Abend­blatt, Aus­ga­be Wed­ding.

 

Gastautor

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2 Comments

  1. “die jungs vom ande­ren ufer”

    manch­mal muss ich mich schon doll wun­dern, was hier im wed­ding­wei­ser abge­druckt wird.
    da wer­den homo­se­xu­el­le men­schen zu “jungs”, also kin­dern degra­diert. die wol­len ja nur
    spie­len und rau­fen und da soll doch der papa kausch mal schnell nen macht­wort sprechen.

    die men­schen sind kei­ne kin­der, son­dern erwach­se­ne aus allen bevöl­ke­rungs- und
    bil­dungs­schich­ten. der streit um den csd hat gute grün­de. die men­schen haben übri­gens auch
    nicht nur ein geschlecht – es gibt auch – Ach­tung – homo­se­xu­el­le frau­en und auch die sind an
    der orga der ver­an­stal­tung betei­ligt. und – dop­pel­ach­tung – es gibt beim csd sogar menschen
    die sich kei­nem geschlecht zuord­nen. aber ein ver­ständ­nis von trans- oder inter­se­xua­li­tät er-
    war­te ich von herrn tei­chert nicht. dafür ist er war­schein­lich ein­fach schon zu alt. oh, stimmt
    ja gar nicht – mei­ne 85-jäh­ri­ge oma vom dorf hat das auch ohne pro­ble­me geschafft.

    die­se kolumm­ne ist echt immer der wöchent­li­che tief­punkt im weddingweiser.

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