Die Gleim-Oase kommt ins Rathaus – mit einer Ausstellung

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f22e7c9473Die Gleim-Oase steht im Mit­tel­punkt einer neu­en Aus­stel­lung in der Bero­li­na Gale­rie im Rat­haus Mit­te. „Die Gleim-Oase- Kunst­werk und Stadt­na­tur – Ein­zig­ar­ti­ge Insel im Schat­ten der ehe­ma­li­gen Mau­er“ heißt die Schau, die am 4. März um 14 Uhr eröff­net wird. Bis zum 24. April ist sie in der Karl-Marx-Allee 31 zu sehen. Und auch auf der Oase selbst wird in den kom­men­den Wochen etwas Beson­de­res zu sehen sein …

Dun­ja Berndt und Hol­ger Eckert schi­cken die Gleim-Oase in der Gleim­stra­ße mit einer beson­de­ren Akti­on in den Früh­ling. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr haben die bei­den Paten der Ver­kehrs­in­sel im Hoch­beet unzäh­li­ge Früh­blü­her gepflanzt, die in den kom­men­den Wochen eine blü­hen­de „30“ malen wer­den. Damit wol­len die bei­den enga­gier­ten Paten dar­an erin­nern, dass die Ver­kehrs­in­sel bereits 1985, also vor 30 Jah­ren ange­legt wurde.

Die Gleim­stra­ße war wäh­rend der Tei­lung Ber­lins in Höhe des gleich­na­mi­gen Tun­nels geteilt. Auf West­ber­li­ner Sei­te wur­de 1985 eine lie­be­voll gestal­te­te Mit­tel­in­sel ange­legt. Bepflan­zun­gen, geschwun­ge­ne Sitz­ge­le­gen­hei­ten, Schach­ti­sche sowie meh­re­re Skulp­tu­ren­grup­pen aus Git­ter­ros­ten luden zum Ver­wei­len ein.

Nach der Grenz­öff­nung 1989 wur­de die Stra­ße zu einer wich­ti­gen Ost-West-Ver­bin­dung. Der Park geriet in Ver­ges­sen­heit. Er wucher­te zu und war kaum mehr zu erken­nen. 2010 began­nen die Kiez­läu­fer Dun­ja Berndt und Hol­ger Eckert mit der Säu­be­rung und dem Frei­schnei­den der Skulp­tu­ren. Dank bür­ger­schaft­li­chem Enga­ge­ment ist die Gleim-Oase inzwi­schen wie­der zu einer grü­nen Insel mit­ten in der Stadt und einem Ort der Begeg­nung geworden.

Bis 24. April, Mon­tag bis Frei­tag 9–18 Uhr, Bero­li­na Gale­rie im Rat­haus Mit­te, Karl-Marx-Allee 31 (U‑Bahnhof Schillingstraße)

Text und Foto: Domi­ni­que Hensel

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

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