Seit vielen Jahren berichten wir über den bevorstehenden Abriss des „Skandalhauses“ Burgsdorfstraße 1. Gleich um die Ecke der Landeszentrale der Berliner SPD steht nämlich eine der bekanntesten Berliner Schrottimmobilien. Seit 2004 ist aus Sicherheitsgründen ein Seitenflügel gesperrt, seit 2017 das Vorderhaus – und mit ihm die gesamte Burgsdorfstraße. Nur Fußgänger kommen seitdem auf der gegenüberliegenden Seite der Straße noch durch.


Seit zehn Jahren prozessieren Bezirk und Eigentümerin um den Abriss beziehungsweise um eine Sanierung des Altbaus. Im Juli schien das Problem endgültig gelöst zu sein: Eine Firma war schon mit dem Abbruch beauftragt, der Bezirk brachte eine Presseerklärung dazu heraus, die bis hin zur „Abendschau“ von nahezu allen Berliner Medien aufgegriffen wurde. Doch die Ruine steht immer noch – denn in ihr brüten inzwischen allerlei geschützte Tierarten. Von den selten gewordenen Haussperlingen ist die Rede (die auch schon vorübergehend den Abriss des Jahn-Stadions neben dem Mauerpark verhindert haben) sowie von Mauerseglern und Zwergfledermäusen.
Jetzt werden erneut Gutachten erstellt. Die allgemeine Brutzeit für Vögel, in der sie einen besonderen Schutz genießen, endet in Deutschland am 30. September. Im Herbst könnte also die Sperrung der Burgsdorfstraße wieder aufgehoben werden. Vielleicht jedenfalls – wir werden sehen.


Autor: Christof Schaffelder
Dieser Artikel wurde zuerst in der Zeitschrift Ecke Müllerstraße veröffentlicht.


Guten Morgen.
Für die doch ziemlich schmuddelige Burgsdorfstr. kann es eigentlich nur eine Aufwertung geben mit dem hoffentlich baldigen Neubau. Keine schöne Ecke – nicht nur aufgrund der Ruine.
Ich finde es auch unverantwortlich, Häuser so lange verfallen zu lassen und wilde Tiere anzulocken, die wirklich nicht
passend für ein menschliches Umfeld sind.
Fledermäuse…. man kann ja nicht mal mehr abends ein Fenster öffnen und
einen Moment lang unbeaufsichtigt offen lassen … Tauben, standorttreue Vögel, die alles voller Exkremente
hinterlassen, Ausscheidungen, die zersetzen und extrem infektuös sind.
In der Stadt sollten weiterhin die Menschen Vorrang neben weiteren Lebewesen haben, auf dem Dorf mag das gern anders sein.
Da, wo Menschen, vor allem Kinder sind, muss man nicht Ratten, Fledermäuse, Tauben undund und
fördern, sondern kann dafür andere Konzepte entwickeln, vor-zeitig und weit-sichtig, denn die Gewohnheiten der
Tiere sind doch schon ewiglich erforscht und bekannt.
Tauben und Krähen füttern am Rathaus und hinterm Jobcenter auf den Sonnenbänken macht einfach Spaß. Mir ist auch mal im Sommer ein Spatz ins Zimmer geflogen, abends um 2200, hatte wohl seine Gang verloren, auf dem obersten Regalbrett fand er sein Plätzchen und ist in wenigen Minuten Weggedöst. Habs Fenster offengelassen und morgens mit der Dämmerung wurde er wach, da seine Buddies sich gemeldet haben im Hof. Und weg war er 😉
Die Vorstellung , daß Tiere aufs Land gehören und in der Stadt nichts zu suchen haben, ist eigentlich überholt – zum einen, weil die Lebensräume durch Agrarbewirtschaftung arg eingeschränkt sind in ländlichen Gebieten, zum anderen haben viele Tierchen sich eingerichtet in der Stadt nahe und mit dem Menschen. Kulturfolger nennt man das wohl. Dirk Ebers, Wildtierspezi für Berlin weiß mehr . . . . .
Das nun Bauprojekte wegen Fledermäusen verschoben oder abgesagt werden find ich allerdings auch bischen übertrieben. Menschen können umziehen, Tiere auch
Ach Übrigens, Tauben hatte ich auch schon in der Bude. Erst das Weibchen, hat ausgiebig die oberen Regalflächen inspiziert, dann kam der Dicke hinterher, auf Freiersfüssen, Familybusiness und so . . . leider konnte der Dicke nicht an sich halten und hat gekleckert, da musste ich dann leider . . . . Aber das Mädel war echt cute
Morjen .. wieder mal
Nun… werden wir sehen was passiert oder auch nicht… dazu liest man in der Berliner Z
Die Fenster sind zerbrochen, der Putz bröckelt, hinter den Mauern raschelt es. In der Burgsdorfstraße 1 in Wedding steht seit Jahren ein Haus leer, seit acht Jahren ist die Straße davor gesperrt. Jetzt soll die einsturzgefährdete Ruine abgerissen werden. Für viele Anwohner ist das längst überfällig. Doch eine Frau sieht nicht nur Beton und Schutt – sondern Leben. Schauspielerin Wiebke Mollenhauer fragt: Was passiert mit den Vögeln und Fledermäusen, die sich hier eingenistet haben?
Der Rest steht leider hinter der Bezahlschranke
Windstarken Dienstag noch
Danke, na dann hoffen wir mal, dass der Wind nicht die Ruine zum Einsturz bringt