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Ideen für die Wiedereröffnung:
Der Plan fürs neue Parkcafé Rehberge

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Im Moment hängt meist der berühm­te graue Win­ter­him­mel über dem Wed­ding, die Pan­de­mie trübt die Stim­mung ein, doch es gibt auch Licht­bli­cke. Grund zur Vor­freu­de auf den Früh­ling mit Him­mel­blau und ohne Inzi­den­zen­hoch bie­tet die Aus­sicht auf eine Wie­der­eröff­nung des Park­ca­fés Reh­ber­ge. Aktu­ell läuft das Ver­ga­be­ver­fah­ren des Bezirks, mit der Initia­ti­ve Park­ca­fé Reh­ber­ge ist dabei jedoch nur ein Bewer­ber im Ren­nen. Wir haben die Akti­ven nach ihren Plä­nen befragt.

Das Foto ist unge­fähr ein Jahr alt. Es zeigt die ers­ten Mit­glie­der der Initia­ti­ve Park­ca­fé Reh­ber­ge. Inzwi­schen set­zen sind 40 Weddinger:innen aktiv für eine Wie­der­eröff­nung des Cafés ein. Etwa 200 Men­schen unter­stüt­zen die Ini­ti­via­ti­ve. Foto: Initia­ti­ve Park­ca­fé Rehberge

Vie­le Weddinger:innen haben ihre Ideen für das Nut­zungs­kon­zept ein­ge­bracht. Allein bei einer Kund­ge­bung im ver­gan­ge­nen Spät­som­mer kamen unzäh­li­ge Vor­schlä­ge aus der Nach­bar­schaft zusam­men. Die Initia­ti­ve hat die­se auf­ge­nom­men und in ihr Kon­zept ein­flie­ßen las­sen. Solan­ge das Inter­es­sens­be­kun­dungs­ver­fah­ren (IBV) des Bezirks läuft und noch kei­ne fina­le Ent­schei­dung getrof­fen wur­de, will die Initia­ti­ve das Kon­zept nicht kom­plett ver­öf­fent­li­chen. Eini­ge Details ver­rät sie jedoch schon.

Das gastronomische Angebot

Ins­ge­samt möch­te die Initia­ti­ve an die vor­he­ri­ge Nut­zung des Gebäu­des an der Cat­cher­wie­se anknüp­fen. „Das Café und das dort ange­bo­te­ne, viel­fäl­ti­ge gas­tro­no­mi­sche Ange­bot rich­ten sich an Park­be­su­chen­de jeden Alters sowie an Teilnehmer*innen der vor Ort statt­fin­den­den Ver­an­stal­tun­gen“, heißt es. Nach Aus­wer­tung der Befra­gun­gen in der Nach­bar­schaft ist es geplant, dass das gas­tro­no­mi­sche Ange­bot anfangs aus Kalt- und Warm­ge­trän­ken sowie einem wech­seln­den Kuchen­an­ge­bot und Eis besteht. Mit­tel­fris­tig sei auch ein klei­nes Ange­bot an war­men Spei­sen wie bei­spiels­wei­se Sup­pen, Quiches oder gegrill­te Sand­wi­ches ange­dacht. Je nach Jah­res­zeit sol­len auch selbst­ge­mach­te Smoot­hies, hau­ge­mach­te Limo­na­de, fri­sche Tee- und alko­hol­freie Punsch­krea­tio­nen in Ange­bot sein. Alles soll dabei mög­lichst fair gehan­delt, regio­nal pro­du­ziert und in Bio-Qua­li­tät sein. Koope­ra­tio­nen mit Wed­din­ger Unter­neh­men und Pro­du­zen­ten ist dabei angedacht.

Der soli­da­ri­sche Gedan­ke spielt bei den Über­le­gun­gen der Initia­ti­ve eben­falls eine Rol­le: Bei dem Geträn­ke- und Spei­se­an­ge­bot wird Wert dar­auf gelegt, dass sich auch Men­schen mit gerin­ge­rem Ein­kom­men einen Besuch im Café gut leis­ten kön­nen. Güns­ti­ge Ange­bo­te oder auch Soli-Kaf­fee ste­hen auf der Wunsch­lis­te. Auch an die Nach­hal­tig­keit ist gedacht: Geträn­ke und Spei­sen sol­len auch zum Mit­neh­men ange­bo­ten wer­den, wobei hier unter ande­rem durch die Nut­zung eines Pfand­sys­tems und die Ver­wen­dung von recy­c­le­ba­ren Mate­ria­li­en auf Nach­hal­tig­keit geach­tet wird.

Die Öffnungszeiten

Soll­te die Initia­ti­ve den Zuschlag für den Betrieb bekom­men, soll das Café anfangs aus­schließ­lich am Wochen­en­de von der Mit­tags­zeit bis in den frü­hen Abend geöff­net wer­den. Mit­tel­fris­tig soll das Park­ca­fé aber auch in der Woche geöff­net haben sowie zusätz­lich wäh­rend im Haus statt­fin­den­der Veranstaltungen.

Das weitere Programm

Der gas­tro­no­mi­sche Teil ist aber nur eine Säu­le im Nut­zungs­kon­zept. Nele Rat­ke von der Initia­ti­ve erklärt: „Neben dem Café­be­trieb pla­nen wir den gro­ßen Ver­an­stal­tungs­raum als offe­nen Raum für die Nach­bar­schaft zu nut­zen, indem sowohl Kunst- und Kul­tur-Ver­an­stal­tun­gen, Senior*innentanz-Café, Kin­der-Yoga als auch mal eine pri­va­te Fei­er für run­de Geburts­ta­ge oder Hoch­zei­ten von Nachbar*innen statt­fin­den kön­nen“. Außer­dem sol­le es einen auto­no­men Jugend­raum geben, in dem Jugend­li­che sich selbst­ver­wal­tet tref­fen können.

Anmerkung zur Umsetzung

Das Kon­zept der Initia­ti­ve Park­ca­fé Reh­ber­ge kommt nur zum Tra­gen, wenn der Zusam­men­schluss enga­gier­ter Weddinger:innen den Zuschlag im Inter­es­sens­be­kun­dungs­ver­fah­ren (IBV) bekommt. Die ers­te Ver­fah­rens­stu­fe hat die Initia­ti­ve bereits geschafft. In der zwei­ten Stu­fe muss sie bis zum 1. April eine Finan­zie­rung für ihre Vor­ha­ben auf die Bei­ne stel­len. Gefor­dert wer­den vom Bezirk ver­bind­li­che Finan­zie­rungs­zu­sa­gen, gege­be­nen­falls über Bürg­schaf­ten oder Kre­di­te. Mit dem Geld soll unter ande­rem die nöti­ge Sanie­rung des Gebäu­des rea­li­siert wer­den. Die Kos­ten dafür belau­fen sich laut Schät­zun­gen des Bezirks­amts auf fast 400.000 Euro.

Insta­gram-Sei­te der Initiative

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Jeden zweiten Sonntag gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil. Die gelernte Journalistin schreibt für den Blog gern aktuelle Texte - am liebsten zu den Themen Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat Dominique es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

2 Comments

  1. Es wäre toll wenn das Park­ca­fe in den Reh­ber­gen wie­der geöff­net wird.Wir waren sehr oft dort und haben uns sehr wohl gefühlt.

    • Dann Dau­men­drü­cken, dass die Initia­ti­ve das Geld für die Plä­ne zusam­men­be­kommt und sie den Zuschlag vom Bezirk bekommt! Wir wer­den wei­ter an dem The­ma dran blei­ben und berichten.

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