Das Wichtigste der Woche im Wedding

Die Beuth Hochschule wird sich von ihrem Namen trennen. Der Namensgeber Christian Beuth hatte einst antisemitische Äußerungen getätigt, die bei der Benennung der Hochschule 2009 einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt waren. Erst durch ein Gutachten 2017, das eine Rede Beuths aus dem Jahr 1811 wiedergegeben hatte, wurde eine Umbenennungsdebatte losgetreten. Mehr steht im Tagesspiegel. Und sonst? Die BVV Mitte hat den Klimanotstand ausgerufen.

Mietendeckel und mehr

Streetart, MietenAm Dienstag fand im ExRotaprint Gebäude eine Infoveranstaltung zum geplanten Mietendeckel statt. Eingeladen hatte Tobias Schulze (Abgeordneter im Berliner Landesparlament – Büro im Sprengelkiez). Gekommen waren Katrin Lompscher (Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen) Ramona Reiser (Bezirksstadträtin für Jugend, Familie und Bürgerdienste für Mitte) Katharina Mayer (stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion in der BVV Mitte). Neben der Aufklärung, wie der Deckel funktionieren soll, wie er umgesetzt werden kann und warum der Mietenstopp kurzfristig die beste Variante gegen steigende Mieten sein soll, gab es im Nachgang für alle Gäste die Möglichkeit Fragen zu stellen, und da gab es eine Menge.

Kurze Zusammenfassung des Infoabends, nicht des Deckels: Das immer gleiche Runterbeten des Standardrezepts „Nur Neubau kann uns retten“ wurde widerlegt. Die Welt wird durch 5 Jahre Mietenstopp nicht untergehen und der Anstieg der Mieten begann auch schon vor dem sich verknappenden Wohnraum.
Gegen die Verknappung hilft Neubau, aber der dauert. Des Weiteren gibt es verschiedene Förderprogramme, um Investoren die Möglichkeiten zu geben, Bauland zu erwerben, denn die Stadt selbst hat kaum Bauland in eigenem Besitz, um dort auszuhelfen. Themen wie Härtefallregelung für Vermieter wurden ebenfalls erläutert und wann der Vermieter berechtigt ist die Miete dennoch zu erhöhen. Viele Infos, viel Text. Alles weitere im Tagesspiegel (So sieht der Mietendeckel aus).

Das neue Album der Pet Shop Boys „Hotspot“ ist in Berlin entstanden, und es gibt sogar einen Song, der „Wedding in Berlin“ heißt. Allerdings geht es in diesem Fall nicht um unseren schönen Wedding, sondern – ganz schnöde – um eine Hochzeit in Berlin, an der die beiden Musiker teilgenommen haben. Mehr steht in der B.Z.

Die Beuth Hochschule platzt nicht nur aus allen Nähten, es wird auch ein Kindergarten mit dem Studierendenwerk gebaut. Interessant daran: Es ist der einzige Kindergarten in Mitte, der Fördermittel aus dem Landesprogramm „Auf die Plätze, Kitas, los!“ 2018/19 erhalten hat. Wann es losgeht, etc: Berliner Woche

Wahrscheinlich würde dieses Haus an der Müllerstraße niemandem auffallen, würde im Erdgeschoss nicht eine Eisdiele existieren. Die Rede ist von Berlin schmalstem Wohnhaus, gegenüber vom Koloss Karstadt. Die Geschichte des Hauses, das um 1900 entstanden sein soll, hat die Berliner Woche etwas genauer beschrieben.

Fabrik- und VerwaltungsgebäudeDie Uferhallen, früher Werkstätten der BVG, heute Sitz vieler Künstler, Ateliers und Veranstaltungsort. Die Ruhe ist allerdings seit rund 2 Jahren vorbei. Damals kauften Investoren das Gelände um es „weiterzuentwickeln“. Die Befürchtung der Künstler ist neben der eigenen Verdrängung, auch eine völlig andere Nutzung des Areals in Folge dessen der Kulturstandort Berlin weiter geschwächt wird. Die Verhandlungen mit den Eigentümern laufen. Am kommenden Mittwoch wird die Zukunft der Uferhallen im Stadtentwicklungsausschuss des Bezirks behandelt. (Tagesspiegel). Die Investoren sind im übrigens die Samwer Brüder, besser bekannt als die Investoren hinter Zalando. Hier steht mehr über die Uferhallen, die eine Petition zum Erhalt gestartet haben.

Am Montag beobachteten ein Polizeikommissaranwärter und ein Anwohner, wie ein Einbrechertrio in der Barfusstraße in eine Wohnung einsteigen wollten. Durch beherztes Eingreifen konnten die Täter von der Polizei dingfest gemacht werden. (Berliner Morgenpost)

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