E-Scooter: Roller, roller, roller – krach bumm!

Ein E-Scooter in der Jasmunder Straße. Gefahren wurde er sehr wahrscheinlich von einem Kind. Foto: Hensel

01.10.2019 Neulich im Wedding, beliebiger Ort, beliebige Zeit: Hey Alta, zeig ma! Ein dunkelhaariger Jungweddinger zeigt seinen bandagierten Arm herum und guckt dabei bedeutungsschwer. Noch in der Grundschule und schon hat ihm das Schicksal diese fette E-Scooter-Verletzung zum Angeben geschenkt. Die vier anderen Jungs staunen. Sie fragen, was die Mudda dazu gesagt hätte. Die Antwort verstehe ich nicht. Aber ich sehe ihre anerkennenden Blicke im Vorbeigehen.

Kommentar: Die Ersten könnten die Letzten sein

Graffiti an Hauswand
Graffiti an Hauswand

Wir sind der viertcoolste Bezirk der Welt! Der Wedding ist plötzlich „offiziell“ cool, sehenswert und die Mieten sind auch noch richtig günstig. Zumindest sagt das die englische Zeitschrift Time Out. Viele Jahrzehnte lang galt der Spruch „Der Wedding kommt“ als Witz, aber nun haben wir es endlich schwarz auf weiß.

Ein Mietendeckel für die Mieterstadt

30.08.2019 Ein Abend in einer Weddinger WG. Ein Brief der Hausverwaltung liegt seit 2 Tagen ungeöffnet auf dem Küchentisch, die Angst vor dem, was drin stehen könnte, ist groß. Währenddessen schäumen FDP, AfD und CDU vor Wut – offenbar ist gerade etwas wirklich soziales seitens der Berliner Politik geplant. Am Montag dann titelt die Berliner Morgenpost „Herr Müller, stoppen sie diesen neuen Sozialismus, AutorInnen der taz sind hin und hergerissen, Finanzmagazine reden vom Wahnsinn und die Wörter radikal und verfassungswidrig geistern durch die Kommentarspalten.

Sind unsere Spätis in Gefahr?

Nach dem Training geht das Team von Dynamo Dosenbier in den Späti. Foto: A. Keilen
Foto: A. Keilen

14.07.2019 Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft oft eine große Lücke, vor allem wenn es um die Aufgaben des Ordnungsamts geht. Man schaue nur einmal auf die in zweiter Spur parkenden Autos auf der Müllerstraße oder die Hundehaufen auf unseren Gehwegen. Die Toleranz der Berliner wird oft bis an die Grenze strapaziert. Nur bei einer Sache hört der Spaß dann wirklich auf: Wenn durch Kontrollen an Sonntagen die Ladenschließung bei Spätis durchgesetzt wird. Diese meist inhabergeführten Familienbetriebe sind die wahren sozialen Mittelpunkte der Kieze, auch im Wedding. Sie dürfen normalerweise sonntags nicht öffnen, was aber bis jetzt niemanden gestört hat.

Das preisgekrönte Rathausumfeld gefällt nicht jedem

Fußweg
Der Fußweg zwischen Lesegarten und Bibliothek

Die Neugestaltung des Platzes am Elise-und-Otto-Hampel-Weg („Rathausumfeld Wedding“) hat eine Auszeichnung in der Kategorie „Landschaftsarchitektur im Detail“ des Landschaftsarchitekturpreises 2019 des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) erhalten. Die Gestaltung des Platzes gefällt aber nicht allen Weddingern.

Ein Beispiel für Vereinskultur im Wedding

Berlin - Wedding - Muellerstrasse (c) Foto von Susanne Haun
Foto Susanne Haun

Aus der Fülle an noch bestehenden Vereinen des Weddings greifen wir den Verein StandortGemeinschaft Müllerstraße .V. heraus und beleuchten ihn näher. Der Verein wurde 2013 gegründet und bietet seither seinen Mitgliedern zahlreiche Netzwerk- und Bildungsaktivitäten an. Unter dem Motto „Besonderheiten, und Interessantes der Müllerstraße herauszustellen oder zu entwickeln“ sind die Vereinsmitglieder im Umfeld von Waren oder Dienstleistungen in verschiedenen Branchen zu finden, wie im Bereich Wohnungen, Gewerbe- oder Ladenflächen, Ausüben eines Handwerks, Kunst und Kultur.