Brauseboys-Livestream am Donnerstag (16.4.): Alles wird besser

Eine Rol­le hät­ten wir noch

Immer bes­ser. Unser Klo­pa­pier geht zur Nei­ge, ich schla­ge den Kin­dern vor, sie könn­ten doch wie­der Win­deln benut­zen. Die gäbe es noch. Sie schüt­teln hef­tig den Kopf, auf kei­nen Fall, ich bin sehr beru­higt. Diver­se Male waren wir ein­kau­fen, aber blie­ben glück­los. Man müss­te extra dafür los­zie­hen, nur für Klo­pa­pier, aber auf eine sol­che Aven­ti­u­re pfei­fe ich – die Wür­de des Men­schen ist abwisch­bar – und das hat man dann davon. Eine Rol­le haben wir  vor Ostern noch, die aller­letz­te Reser­ve. Am Don­ners­tag war ich bei der Pri­vat­braue­rei Eschen­bräu, wo man bei Erwerb eines klei­nen Bier­fas­ses eine Rol­le mit­be­kommt. Die wer­den für Gäs­te vor Ort im Moment nicht benö­tigt und sind ein klei­ner Anreiz.
Bei genaue­rem Nach­den­ken sind sie sogar ein gro­ßer, nein, ein sehr gro­ßer Anreiz, jeden Tag eins der Fäs­ser aus­zu­trin­ken. Es wäre ja letzt­lich nicht mal ganz ohne Eigen­nutz, wenn ich es recht über­le­ge. Da gäbe ich auch einen schö­nen Hel­den der Fami­lie ab, ein rich­ti­ger Rit­ter der Rol­le wäre ich. Tor­kelt zwar von früh bis spät, aber besorgt jeden Tag eine Rol­le Klo­pa­pier. Das kann nicht von jedem Vater gesagt wer­den, dass man sich so aufopfert.
Lei­der ist die Braue­rei über die Fei­er­ta­ge geschlos­sen, bis zum Diens­tag müs­sen wir die letz­te Rol­le sehr streng limi­tie­ren. Mei­ne Frau fin­det hin­ter einem Super­markt­re­gal noch dün­ne Taschen­tü­cher in der Spen­der­box, und wort­rei­che Anprei­sun­gen, so wie das struk­tu­riert sei, wäre das im Grun­de viel bes­ser. Viel­leicht kön­nen wir unse­re Kör­per über­lis­ten, und mit einer leich­ten Ver­stop­fung bis zum nächs­ten Werk­tag kom­men, wo wir viel­leicht etwas fin­den. Aus­rei­chend Scho­ko­la­de haben wir dafür, der Oster­hams­ter war fleißig.

Vom Bud­deln zum Lesen ohne Ortswechsel

Inzwi­schen den­ke ich, die nächs­ten Jah­re kön­nen wir auch ganz in der Woh­nung ver­brin­gen. Lesen per Live­stream, Gemü­se aus der Regi­on vom Lie­fer­ser­vice, jah­re­lang Jog­ging­ho­se. Über­weist mir ein Leh­rer-Gehalt und ich unter­rich­te mei­ne Kin­der selbst, kein Pro­blem. Jemand wie ich, der seit Jahr­zehn­ten alles weiß, aber nichts kann, ist der per­fek­te Kan­di­dat. Eine Bud­del­kis­te für das Wohn­zim­mer haben wir schon errich­tet, damit kommt man frei­zeit­tech­nisch noch durch die hal­be Grund­schul­zeit. Für alles ande­re gibt es Com­pu­ter und Inter­net, wes­we­gen ich durch vor­aus­schau­en­den Anbie­ter­wech­sel eine 50-Giga­bil­lar­den­bit­lei­tung habe akti­vie­ren las­sen. Die hat­ten Außer­ir­di­sche bei unse­rem Ein­zug hier instal­liert, um auf dem hie­si­gen Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­markt nach­hal­tig Fuß zu fas­sen. Nach Abschluss des inter­ga­lak­ti­schen Abiturs kön­nen mei­ne Kin­der dann spä­ter auf einem ande­ren Pla­ne­ten stu­die­ren, irgend­was mit Ato­men, und uns nach­ho­len zur Ren­te. Was Schö­nes mit Gar­ten auf dem Mars. Damit wir dann auch mal wie­der aus der Woh­nung rauskommen.

So schön war es letz­te Woche – Bild ver­linkt zum Video

Nach den Brot­back­vi­de­os und der Hefe-Selbst­ver­meh­rung, ist jetzt die Zell­stoff­pro­duk­ti­on Teil mei­nes täg­li­chen You­Tube-Kon­sums, #doity­ourself. Wenn wir auf den Bal­ko­nen recht­zei­tig schnell wach­sen­des Pflan­zen­ma­te­ri­al instal­lie­ren, könn­ten wir in einem Monat mit der Eigen­pro­duk­ti­on von hand­ge­schöpf­tem Papier anfan­gen. Bis dahin tun es dann natür­lich auch Wasch­lap­pen, und ver­mut­lich will man nach ein paar Wochen Wasch­lap­pen auch nie mehr Toi­let­ten­pa­pier zurück. Also doch lie­ber rüber zum Bier­brau­en, das klappt ja auch alles nicht von einem Tag zum ande­ren. Aber es ist ein nach­hal­ti­ges Pro­jekt, denn Bier brau­che ich ja dann nicht mehr vom Eschen­bräu holen, wenn wir anders an Toi­let­ten­pa­pier kom­men. Eine kur­ze Suche offen­bar, dass Hanf ein beson­ders geeig­ne­ter, schnell wach­sen­der Zell­stoff für unse­ren Bal­kon wäre. Die Sache wird irgend­wie immer besser.

Hang on to your stream! Jeden Donnerstag

Die Brau­se­boys – Lese­büh­ne im Wed­ding – Das strömt!

Seit sieb­zehn Jah­ren jede Woche neue Tex­te, Betrach­tun­gen, Musik und bele­ben­de Hei­ter­keit, seit Beginn der Iso­la­ti­on im Live­stream der Her­zen. Die flie­gen jeden­falls über den Bild­schirm, wenn ihr sol­che drückt, was wir ja auch sehen und uns gedrückt füh­len, also geherzt und gelik­ed! Die ein­zi­ge Art, wie wir gera­de statt­fin­den kön­nen, alle unse­re Pixel sind schon ganz gespannt auf die­sen Don­ners­tag. Live und in Far­be auf Face­book. Mit euch! Wir her­zen so viel zurück, wie wie wir können.

Ab 20.15 Uhr ein­schalt­bar auf unse­rer Face­book-Sei­te, auch ohne Account.

Autor & Vorleser.

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