Ganz Berlin beim Panke Parcours – zum letzten Mal?

Aquafaba
Aquafa­ba beim Auf­tritt auf der Wie­se hin­ter dem Amts­ge­richt. – Foto: And­rei Schnell

Mei­nung Nur weni­ge Ver­an­stal­tun­gen locken so vie­le Besu­cher aus so vie­len Bezir­ken in den Wed­ding wie der Pan­ke Par­cours. 2018 war der vier­te Par­cours mit der längs­ten Stre­cke – vom Fran­zo­sen­be­cken bis zum Amts­ge­richt. Hier die Fotos vom Sams­tag (1.9.) und ein Kom­men­tar zum mög­li­chen Aus für Musikfest.

Einen Parcours für alle Flüsschen

Vie­le Gäs­te waren über­rascht als sie hör­ten, der Pan­ke Par­cours könn­te in sei­ner vier­te Aus­ga­be die letz­te gewe­sen sein. Sie unter­schrie­ben sofort für einen Erhalt des Musik­fes­tes. Der Grund für das hin­ter den Kulis­sen dis­ku­tier­te Aus liegt im Kon­zept des För­de­rers. Denn Geld für den Pan­ke Par­cours kommt vom Quar­tiers­ma­nage­ment, einem För­der­topf des Senats, mit dem armen Stadt­tei­len gehol­fen wer­den soll. Grund­ge­dan­ke dabei ist, dass der Senat nicht als dau­er­haf­ter Gön­ner auf­tre­ten will – auch nicht für ein­zel­ne gute Pro­jek­te. Die­se Art der För­de­rung  fin­den vie­le schlecht, dabei ist die­ser Ansatz gut. Denn für die lang­fris­ti­ge Finan­zie­rung von sinn­vol­len Ideen  ist nun ein­mal der Bezirk zustän­dig. (Dass der Senat gleich­zei­tig den Bezir­ken für Kiezauf­ga­ben nicht aus­rei­chend Geld gibt, ist das eigent­lich Ärger­li­che. Steht aber auf einem ande­ren Blatt).

Der Pan­ke Par­cours hat in vier Jah­ren mit zwei ver­schie­de­nen Trä­gern gezeigt, dass er den Zeit­geist trifft. Die Zeit des Expe­ri­men­tie­rens – wozu das Pro­gramm Quar­tiers­ma­nage­ment genau die rich­ti­ge Geld­quel­le war  – ist nun vor­bei. Jetzt heißt es, ihn zu einer fes­ten Ein­rich­tung zu machen. Zum Bei­spiel über den Haus­halt des Bezirks. Dann könn­te mehr Geld flie­ßen, was den Vor­teil hät­te, dass auch die Musi­ker ange­mes­se­ne Hono­ra­re erhiel­ten. Wer groß denkt, der fragt beim Senat nach. Wed­ding und Pan­kow haben die Pan­ke, Rei­ni­cken­dorf den Nord­gra­ben, Mar­zahn die Wuh­le, Köpe­nick die Erpe, Span­dau den Grütz­ma­cher­gra­ben, Tem­pel­hof den Tel­tow­ka­nal. Was hal­ten Sie von einem “Ber­li­ner-Flüss­chen-Par­cours”, lie­be Wed­din­ger Abge­ord­ne­te Bruni Wil­den­hein-Lau­ter­bach, Maja LasiċRalf Wie­land? Der Wed­ding­wei­ser wäre auch dann als Medi­en­part­ner wie­der mit dabei.

Fotos vom Panke Parcours 2018

Solo Pájaros
Solo Pája­ros beim Auf­tritt beim Pan­ke Par­cours am Sams­tag. Foto: And­rei Schnell

 

Zuhö­rer an der Büh­ne gleich bei der Bar Wil­ma. Foto: And­rei Schnell

 

Polly's Disaster
Sän­ge­rin “Polly’s Dis­as­ter”. Foto: And­rei Schnell

 

Umarmung
Moment der Zwei­sam­keit. Foto: And­rei Schnell

 

Menschen
Men­schen, grü­ne Wie­se und ver­steckt: ein Rap­per. Foto: And­rei Schnell

 

Entenrennen
War­ten am Ziel­punkt auf die Enten vom Enten­ren­nen. Die­ses Jahr gin­gen über 300 Enten an den Start.  Foto: And­rei Schnell

Autorenfoto Andrei Schnell

And­rei Schnell war mit der Kame­ra beim Pan­ke Par­cours und wünscht sich einen musi­ka­li­schen Par­cours für alle Ber­li­ner Kieze.

Andrei Schnell

Mit ostdeutschem Hintergrund bin ich im Weddingspektrum einer von vielen anderen Sonderlingen. Ich vergleiche Politik gern mit Sport, dann ist sie spannend und nicht bierernst. Wenn ich ein Buch lese, frage ich mich immer, wo ich es besprechen kann. Ich reporte ja für Weddingweiser, Weddinger Allgemeine Zeitung und Kiezmagazine. Ich mag Geschichten und Geschichte.

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