Feiner Pinkel: Der Ort, der gefunden werden will

Nebenstraßen im Wedding sind manchmal voller Atmosphäre und unerwarteter Entdeckungen. So ist es auch mit dem „Feinen Pinkel“. Das Lokal drängt sich nicht auf, es will gefunden werden. Die Eigenbezeichnung „Kultur- und Kaffeestätte“ ist vielsagend, trifft es aber nicht annähernd. Beim „Feinen Pinkel“ gibt es nämlich auch viel zu sehen und gutes Essen zu genießen.

Mirage: Auf dem Sonnendeck des Wedding

Mirage-Betonsäule und Betreiber Jochen Küpper

Jochen KüpperDie Postanschrift des Café Mirage lautet zwar Reinickendorfer Straße, gefühlt handelt es sich aber natürlich um die erste Adresse am Nettelbeckplatz. Die Corona-Zeit haben die Betreiber genutzt, um sich über eine Öffnung des ensemblegeschützten Eckhauses zum verkehrsberuhigten Platz Gedanken zu machen. Wir stellen euch ihre Ideen für ein neues Sonnendeck und einen zweiwöchentlich stattfindenden Markt vor.

Großes Dorf Wedding

Schwedenhaus in der Gartenarbeitsschule Wedding
Im SUZ Mitte an der Scharnweberstraße

Der Wedding ist ein Umschlagplatz für vieles – auch für viele Neu-Berliner. Für viele ist unser Stadtteil traditionell erst eimal nur ein Ort des Ankommens, oft nur für eine Übergangszeit, bis man sich beruflich und familiär etabliert und ein endgültiges Zuhause in einem anderen Teil Berlins gefunden hat. Man muss nur einmal das Buch „Wedding“ von Horst Evers lesen. Neben den vielen Neu-Weddingern, die aus allen möglichen Teilen der Welt zu uns migriert sind, ist unser Stadtteil oft auch ein Eingangstor für Zugezogene aus anderen Teilen Deutschlands. Wenn sie sich hier dauerhaft niederlassen (und immer mehr tun das aus freien Stücken), wissen sie um die Vorteile des Lebens im Wedding. Und merken später: Die Kieze sind auch nur viele große Dörfer.

Berlin wird Metropole – 100 Jahre Groß-Berlin

Berlin wird Metropole - BuchcoverSechs kreisfreie Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke, dazu jede Menge unbebautes Land: Wie Berlin durch eine Eingemeindung im großen Stil vor genau hundert Jahren zur Weltstadt aufstieg, erzählt der bekannte Stadthistoriker Felix Escher in einem neu erschienenen Buch namens „Berlin wird Metropole“. Er legt die Siedlungsgeschichte Berlins und seines Umlands frei und zeigt, welche Spuren dieser Entwicklung noch heute erkennbar sind und wie sie die brandenburgische und deutsche Geschichte im Berliner Raum widerspiegeln.

Zu Unrecht kaum bekannter Schwarzer Graben

Schwarzer Graben Wasserlauf Der Wedding ist nicht gerade arm an Wasserflächen. Die Panke und der Plötzensee als natürliche Gewässer sind allgemein bekannt, auch der Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal und seine Verlängerung als Hohenzollernkanal sind sicher jedem ein Begriff. Doch der Schwarze Graben ist fast unbekannt. Schade eigentlich, denn er kann durchaus einige romantische Stellen haben.

Mausoleum und Mikrobiologie: Das Robert-Koch-Institut

Tag für Tag flimmern seit einigen Wochen Bilder aus einem Saal über die Bildschirme der Nation: Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist jedem und jeder Deutschen inzwischen genauso ein Begriff wie der Name der Bundeskanzlerin. Das verwundert nicht, denn dort werden fast jeden Tag aufs Neue die Gesundheitsrisiken für die deutsche Bevölkerung eingeschätzt und in Pressekonferenzen bekanntgegeben – eine überlebenswichtige Aufgabe in Zeiten der Corona-Pandemie. Was aber die Wenigsten wissen: Dieses Institut befindet sich im Wedding.

Taverna Hellas: Der Grieche im Wedding

Eine Art Gaststätte steht wie kaum eine andere für die Achtziger im Westen: Griechische Spezialitätenrestaurants, noch vor 25 Jahren dutzendfach im Wedding vertreten, sind heute selten geworden. Das Taverna Hellas an der Ecke Turiner / Utrechter Straße hat als einziges im Wedding die Jahrzehnte überdauert- und das schon seit 1985. In der aktuell Krisensituation musste der Traditionsbetrieb schnell umstellen: auf Essen zum Mitnehmen und einen eigenen Lieferdienst.