Die Julius-Leber-Kaserne, terra incognita.

Nur wenige Bewohner unseres Stadtteils haben in dieses gut einen Quadratkilometer große Stück Wedding schon einmal einen Fuß gesetzt. Und das, obwohl sich darin sogar ein Freibad und ein Hallenbad befinden. Es handelt sich um die Julius-Leber-Kaserne, die größte Kaserne Berlins, einen militärischen Sicherheitsbereich, von einer Mauer mit Stacheldraht umgeben. Wir bringen ein bisschen Licht ins Dunkle.

Post mit einem Lächeln

Palim, palim. Rein in den Zeitschriftenladen an der Ecke. Hinter Zeitungsständern und dem Verkaufstresen ist ein kleiner Bereich ähnlich wie eine Kinderpost eingerichtet, sogar mit elektronischer Briefwaage. Die nette Ladenbesitzerin, die sich eben noch um den Lottoschein eines Rentners gekümmert hat, wiegt meinen Brief, klebt eine Marke drauf und wirft ihn auf den Stapel hinter sich. Das alles dauert eine Minute, und ein freundliches Wort hat sie auch immer übrig.

„Wedding? Ich bleibe hier!“ gewinnt

Foto: Andaras Hahn

Am 15. Dezember wurden im City Kino Wedding die zwölf beim Wettbewerb „90 Sekunden Wedding“ eingereichten Kurzfilme gezeigt. Im Anschluss daran konnten die etwa hundert Zuschauer für ihren Lieblingsfilm abstimmen. Gewonnen hat ein Film, der in nur einer einzigen Kameraeinstellung den verkehrsumtosten Leopoldplatz zeigt, aber dennoch sehr eindringlich die Situation einer stadtbekannten Obdachlosen zeigt. 


Europacity: Wird aus Nachbarschaft Freundschaft?

Wenn der Wedding ein eigener Ort wäre, lägen das Bayer-Gelände und der Park am Nordhafen am Rande der Stadt. Doch diese Gebiete befinden sich ja nicht an der Peripherie, sondern mitten im Herzen einer Millionenstadt. Und so rücken auch diese Zonen in den Sog der wachsenden Metropole. In unmittelbarer Nachbarschaft des Wedding drehen sich schon die Baukräne; das ganze Gebiet rund um die Brache des Containerbahnhofs Heidestraße hat sich in eine einzige große Baustelle namens Europacity verwandelt.

Zwei glanzlose Partnerstädte des Wedding

Dezenter Hinweis auf eine Partnerstadt

Auf einer Rückreise von Frankreich nach Berlin kam ich an einem Autobahnschild vorbei, darauf steht „Tourcoing“. Moment, gibt es nicht eine Tourcoingstraße bei uns im Wedding? Tatsächlich, in der Siedlung am ehemaligen Quartier Napoléon, der heutigen Julius-Leber-Kaserne, wurde eine Straße so benannt. Tourcoing ist nämlich seit 1995 die Partnerstadt des Wedding. Auch bei der Bezirksfusion ist das so geblieben und der Bezirk Mitte hat die Partnerschaft übernommen.

Studio Balu: Angebote ab dem Baby-Alter

Eltern möchten kleinen Kindern viele Eindrücke ermöglichen, um ihre Entwicklung zu fördern. Aber auch sie selbst brauchen Angebote. All das kommt im Studio Balu in der Torfstraße zusammen, wo für Kinder aller Altersklassen und ihre Eltern mehr als 20 verschiedene Kurse zur Verfügung stehen. In den Räumlichkeiten im Zeichen des liebevoll-fröhlichen Bären ist das Ambiente familiär – denn Kinder und Erwachsene sollen sich vor allem wohlfühlen.